Orgasmus
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Peter Thiel - Systemischer Berater und Therapeut (DGSF)
Stand 28.07.2010
Schlüsselwörter:
Anorgasmie, Auflösung, ausbleibender Orgasmus, Auseinanderfallen, Desensibilisierung, Ejakulation, Ekstase, Erektion, G-Punkt, Hingabe, Kavaliersschmerzen, Klimax, Kontrolle, Leistung, Orgasmus, Orgasmusangst, Penis, Sensibilisierung, Spasmen, Spasmus, Spontanität, Trance, Vagina, Verschmelzung, Zuckungen
Lady Chatterley
"Auch seinen Körper hatte er vorn entblößt, und sie fühlte seinen nackten Leib, als er zu ihr kam. Einen Augenblick lang war er ruhig in ihr, geschwellt und bebend. Dann, als er begann sich zu bewegen, im jähen hilflosen Orgasmus, wellten neue, seltsame Schauer in ihr auf. Wellten wellend, wellend wie flatterndes Übereinanderzüngeln sanfter Flammen, sanft wie Federn, liefen aus in hellleuchtenden Spitzen, herrlich süß, und alles in ihr schmolz, zerfloss. wie Glocken war es, die schwangen, immer höher schwangen, empor zum Gipfel. Sie lag da, war sich der wilden kleinen Schreie nicht bewusst, die sie am Schluss ausstieß. ..."
D.H. Lawrence: Lady Chatterley
Als ich im weißen Krankenzimmer der Charitè
Aufwachte gegen Morgen zu
Und die Amsel hörte, wußte ich
Es besser. Schon seit geraumer Zeit
Hatte ich keine Todesfurcht mehr. Da ja nichts
Mir je fehlen kann, vorausgesetzt
Ich selber fehle. Jetzt
Gelang es mir, mich zu freuen
Alles Amselgesang nach mir auch.
Bertolt Brecht
Was hat das Gedicht von Bertolt Brecht über Tod und Todesfurcht mit dem Thema Orgasmus zu tun? Der Orgasmus, sagt man, ist ein kleiner Tod, die Franzosen sagen petit mort, und so kann man annehmen, dass beim physischen Tod und beim Orgasmus eine ähnliche Thematik angesprochen ist. Es geht um loslassen, Kontrolle abgeben, Anvertrauen und Hingabe an das was passiert und ein Stück weit nicht zu beeinflussen ist. So wie ich beim Sterben nichts aus dieser Welt in die andere Welt mitnehmen kann, keine Reichtümer, keine Titel und keine Goldmedaillen, so gibt es auch im Orgasmus nichts an dem ich mich festhalten kann. Im Orgasmus sind alle gleich könnte man in Abwandlung des Spruches "Im Tode sind alle gleich" sagen, der erfolgreiche Manager genau so wie der Bundesverteidigungsminister und der Taxifahrer. Und wer in der Leistungsgesellschaft erfolgreich ist, ist vielleicht dazu umgekehrt im orgastischen Erleben gehandicapt.
So wie die Angst vor dem Tod, gibt es bei Männern und Frauen offenbar auch oft eine ausgeprägte Angst vor dem Orgasmus. Kein Wunder, dass für viele Männer und Frauen das Thema Orgasmus ein ausgesprochen schwieriges Thema ist. Dies steht im umgekehrten Verhältnis zu dem öffentlich zum Thema Orgasmus in Szene gesetzten Interesse. Und da Mann und Frau bei so viel öffentlich inszenierter Orgasmuseuphorie nicht abseits stehen wollen, kommt es wohl nicht selten zum ein- oder gegenseitigen Vortäuschen eines Orgasmus.
Viele Männer glauben, eine Erektion und eine Ejakulation hätten etwas mit Orgasmus zu tun. In so fern haben Männer es vielleicht leichter als Frauen, denen es vielleicht schwerer fällt Potenz in Szene zu setzen. Doch Erektion und Ejakulation sind nicht identisch mit Orgasmus, wenngleich beide mit einem Orgasmus verbunden sein können.
Der männliche Orgasmus kann auch völlig ohne Erektion und Ejakulation eintreten. Und umgekehrt kann es auch sein, dass Erektion und Ejakulation ohne orgastisches Erleben ablaufen.
Auch wenn Männer deutlich sichtbare Erektion und Ejakulation als Potenzattribute auffahren können und daher vermeintlich besser da stehen als Frauen, sind Männer jedoch wohl viel gefährdeter als Frauen als "impotent" entlarvt zu werden, wenn sich beim Mann Erektion und Ejakulation nur mangelhaft oder gar nicht einstellen. Dann scheint es so, als ob eine "frigide" Frau (man sollte vielleicht besser von einem frigiden Paar sprechen, denn die Frigidität ist eine gemeinsame Inszenierung von Frau und Mann) im Vorteil ist, denn "ihre" Frigidität ist nicht so leicht sichtbar, wie die beim Mann.
Der Heilige Mensch beharrt im Wirken des Nicht-Tun.
Wandeln, nicht Rede ist seine Lehre.
Alle Wesen treten hervor und er entzieht sich ihnen nicht.
Er erzeugt und besitzt nicht,
Er wirkt und gibt nichts darauf,
Ist verdienstliches vollendet, besteht er nicht darauf.
»Weil er nicht darauf besteht,
Darum es ihm nicht entgeht«.
Tao te king, Buch 1, Kap. 2, Laotse
Was haben die Gedanken des Laotse, der 300-400 Jahre vor Beginn der westlichen Zeitrechnung in China gelebt haben soll und der als Begründer des Taoismus gilt, dessen Lehre in der Aphorismensammlung des Tao Te King niedergelegt ist, mit dem Orgasmus zu tun?
Orgasmus bedeutet tendenzielle Auflösung, Ekstase, Irrationalität, Verschmelzung, Einssein - und damit Aufgabe der Individualität. Dies steht zu unserer modernen Zeit, die der Rationalität, dem Logischen und der Vernunft erste Priorität einräumt in konträren Gegensatz. Von daher ist es kein Wunder, dass der Orgasmus mehr ein Mythos als eine wundervoll gelebte Realität zu sein scheint. Die durchschnittliche Ejakulation eines Mannes, die oft mit dem Orgasmus gleichgesetzt wird, kann man mit einem Erdbeben der Stärke 1 auf der zehnstufigen Richterskala vergleichen. Das braucht man nicht gering schätzen, denn besser ein leiches Erdbeben als überhaupt kein Erdbeben, aber ein Orgasmus der Stärke 5 oder gar 9, den viele Männer wohl noch nie erlebt haben, ist doch wesentlich eindrucksvoller.
Anorgasmie - Orgasmusausfall
Man unterscheidet:
1. Orgasmusfähigkeit, die Fähigkeit, die spastischen Körperkontraktionen des Orgasmus beim Geschlechtsverkehr zu erleben;
2. Lustempfindung, die Fähigkeit, beim Orgasmus Lust zu empfinden;
3. Befriedigung, die Fähigkeit, durch Orgasmuslust zur Detumeszenz zu gelangen.
Anorgasmie bezieht sich nur auf den Ausfall der ersten dieser drei Fähigkeiten, schließt aber oft den Ausfall der zweiten, selten dagegen der dritten Fähigkeit ein.
Frigidität
Frigidität - (lat. frigidus kühl, kalt) veraltete Bezeichnung für eine (abwertend) als "Geschlechtskälte" beschriebene sexuelle Funktionsstörung der Frau; heute neutraler und präziser bezeichnet als Orgasmusstörungen (Anorgasmie) oder (psychogen) reduzierte Libido (Alibinie)
Bei Männern spricht man auch von:
- fehlender sexuelle Appetenz (keine Lust)
- erektile Impotenz (keine Fähigkeit, einen steifen Penis zu bekommen),
- Anorgasmie (keinen Orgasmus bekommen).
Alibinie - bei beiden Geschlechtern vorkommendes chronisches Fehlen sexuellen Interesses und sexueller Bedürfnisse und Wünsche. Beim Mann manifestiert sich Alibinie in der Regel als Erektionsstörung, bei der Frau gegebenenfalls als Vaginismus, bei beiden Geschlechtern als Anorgasmie
Nun sind Sie vielleicht noch immer nicht schlauer, wenn sie diese Definitionen aus dem "Pschyrembel. Klinisches Wörterbuch" gelesen haben. Für Lustlosigkeit und Bedürfnislosigkeit hinsichtlich sexueller Betätigungen sind die verschiedensten Ursachen denkbar. Möglich sind körperliche Ursachen, Desinteresse am Partner/Partnerin, Partnerschaftsprobleme, sexualfeindliche Erziehung in der Herkunftsfamilie, sexueller Missbrauch (auch von Jungen) in der Kindheit, schwere persönliche Krisen, z.B. Verlust eines nahen Angehörigen, übermäßiger Stress und anderes.
Vorübergehende Lustlosigkeit ist völlig normal. Wenn Sie gerade mit Ihrer Partnerin gestritten haben, werden Sie im allgemeinen nicht gleich mit ihr ein erfülltes Sexualleben haben. Ist die Lustlosigkeit dagegen andauernd können Sie einzeln und zu zweit überlegen, welche Gründe es dafür geben kann und ob sie Veränderungen in Gang bringen wollen.
Wenn rein körperliche Ursachen ausgeschlossen werden können, kann eine professionelle Paarberatung oder Einzelberatung eine gute Unterstützung darstellen.
Literatur:
Wilhelm Reich: "Die Funktion des Orgasmus. Sexualökonomische Grundprobleme der biologischen Energie", Kiepenheuer & Witsch, 1969, 1987, 7. Auflage 2000
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-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Freitag, 23. Juli 2010 16:08
An: info@maennerberatung.de
Betreff: Ejakulations- und Orgasmus- Problem
Sehr geehrter Herr Thiel,
seit dem Tod meiner Frau, die 2005 nach starb, hatte ich zunächst Potenzstörungen, die durch regelmäßige Einnahme von Cialis ( 20 mg in 3 Raten alle 14 Tage) über zwei Monate behoben wurde.
Geblieben ist jedoch: nur noch geringer Erguss und der ist seit Jahren nicht mehr in einer Vagina verschiedener attraktiver Frauen gekommen. Selbst bei Handarbeit durch Frau oder selbst artet das Bemühen in echte Arbeit mit nur gelegentlichem Erfolg aus. Es fehlt der Reiz an der Eichel, der früher wunderbare Orgasmen auslöste.
Aber: wenn ich mir (ab 15 min) erotische Bilder oder Filme anschaue, sind die Empfindlichkeit der Eichel und die Ejakulation plötzlich wieder da. Je länger das Ansehen, desto intensiver der (händische) Orgasmus. Was ist los mit mir?
Zur Person: Jahrgang 1939, 5 Jahre jünger aussehend, gesund und in ebenso gesunden Verhältnissen mit einer Frau zusammen wohnend.
Mit freundlichen Grüßen
...
Hallo Herr ...,
organisch ist bei Ihnen alles in Ordnung, das ist ja schon mal gut.
Der Rest spielt sich im Kopf ab - oder zwischen den Synapsen wie Eric Kandel sagen würde.
http://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Kandel
Von daher wäre also zu erforschen, was die Synapsen miteinander kommunizieren, sobald Sie aktuell mit einer Frau im sexuellen Kontakt sind. Offenbar etwas anderes, als wenn Sie es sich selbst besorgen.
Diese Erforschung wäre dann sozusagen eine Art "Psychoanalyse", die aber keineswegs nur mit Unterstützung von Psychoanalytikern geleistet werden kann, sondern natürlich genau so gut oder auch besser durch uns moderne Systemiker.
Schauen Sie mal hier:
Nach der Erforschung kann man dann entscheiden, auf welchem Weg man weitergehen will, um gegebenenfalls eine Veränderung zu erreichen.
Mitunter ist die Veränderung sehr leicht zu bewerkstelligen, so wie in dem Fall einer Berliner Witwe. Seitdem ihr Mann gestorben war konnte sie nicht mehr schlafen, weil sie meinte, ihr Mann würde jede Nacht unter ihrem Bett liegen. Der Psychoanalytiker, bei dem sie deshalb in Therapie war, war - recht ungewöhnlich für einen Analytiker - auch ein praktisch denkender und handelnder Mensch. Mit einer Säge suchte er die Wohnung der Frau auf, sägte die vier Beine des Bettes ab und seitdem konnte die Frau wieder ruhig schlagen, da logisch klar war, dass ihr verstorbener Mann unmöglich unter dem nun beinlosen Bett liegen konnte.
Bei Ihnen könnte es ähnlich sein, vielleicht steht Ihre verstorbene Frau neben ihnen, wenn Sie es mit einer anderen Frau treiben und findet das überhaupt nicht gut. Dies bedacht, wäre klar, warum es nicht klappt, denn wer mag sich schon von seiner verstorbenen Frau beim Sex beobachten lassen.
Gruß Peter Thiel
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Donnerstag, 27. Mai 2010 16:12
An: info@maennerberatung.de
Betreff: Frage
Sehr geehrter Herr Thiel,
Ich bin erst seid 11 Monaten mit meinem Freund zusammen. Wir kennen uns bereits viele, viele Jahre und glücklicherweise haben wir uns auch lieben gelernt. Ich bin unglaublich glücklich mit ihm und er auch - nach eigener Aussage. Unser Sexualleben ist großartig und wir sind sehr zufrieden damit.
Doch seid etwa 2 Monaten erlangt mein Freund keine sexuelle Befriedigung mehr. Er ejakuliert ganz normal, doch er sagt, er bekommt keinen richtigen Orgasmus. Es sei mehr so, dass er entweder kurz abgelenkt sei und sein Körper sozusagen ohne ihn fertig wird (das ist sehr unbefriedigend für ihn) oder das Lustgefühl steigere sich wie immer, die Ejakulation tritt ein aber ein Orgasmusempfinden bleibt aus. Dieses Problem hat er sowohl beim Geschlechtsverkehr, als auch bei der Selbstbefriedigung, sowie beim Oralsex, Analsex oder wenn ich es ihm mit der Hand mache. Das frustriert ihn natürlich und auch ich mache mir Sorgen. Ich vertraue ihm, wenn er mir sagt, dass es nicht an mir liegt. Er sagt, er empfinde Lust auf mich/auf Sex und dies bleibt auch während des ganzen Aktes so (auch bei der Selbstbefriedigung). Nur der Orgasmus - also die Befriedigung bleibt aus. Dadurch hat er vermehr Lust auf Sex - normalerweise hat er eine etwas geringere Libido. Diese Lust nutzen wir auch aus, aber befriedigend ist es für ihn trotzdem nicht. Eine längere Pause (keinerlei Sex und Ejakulation) haben wir ebenfalls schon versucht - ohne Erfolg. Er ist nicht vermehrt gestresst und wir reden offen und ehrlich über alles und finden immer eine Lösung. Wir sind ratlos.... Haben Sie vielleicht einen Rat für uns?
Mit freundlichen Grüßen
...
Hallo ...,
das beste wäre sicherlich, nicht wie das Kaninchen auf die Schlange zu starren, also hier auf den vermeintlich "richtigen" Orgasmus.
Es gibt keinen "richtigen" Orgasmus, da der Orgasmus ein Erleben ist. Es gibt aber weder ein richtiges Erleben, noch ein falsches Erleben. Erleben ist ein Gefühl und Gefühle sind weder richtig noch falsch.
Ihr Freund fühlt sich offenbar durch den Sex nicht befriedigt und ist überdies frustriert. Das ist sozusagen seine subjektive Wahrheit.
Dieses Gefühl resultiert womöglich aus der fehlenden Bereitschaft zur Hingabe und zum Loslassen. Diese Bereitschaft und Fähigkeit ist nicht nur auf das Gebiet der Sexualität beschränkt, sondern auch auf alle anderen Lebensbereiche bezogen. Es bliebe also bei ihrem Freund zu schauen, welche Unzufriedenheit und welches Festhalten ihn derzeit beschäftigen. Dies kann die Erwerbsarbeit betreffen, die eigene Herkunftsfamilie, die Wohnsituation, Angst vor der Zukunft etc. pp.
Ihr Freund müsste sich dazu ehrlich machen. Das ist oft leichter gesagt als getan, denn das Bild von dem wie wir sein wollen, ist oft stärker als das unbewusste Bild von dem was wir sind oder was wir meinen sein zu müssen.
Ehrlich machen heißt, eine Reise zu sich selbst anzutreten, sich selbst zu begegnen, in den Spiegel zu schauen und sich selbst zu sehen und zu spüren.
Wenn es not tut, kann mann sich dabei Unterstützung holen.
Gruß Peter Thiel
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Dienstag, 16. Februar 2010 16:17
An: info@maennerberatung.de
Betreff: Unterschiedliche Orgasmen
Hallo Herr Thiel,
ich bin mehr oder wenig zufällig auf Ihre Beratungsseiten gestoßen und habe mit Interesse und Spaß (sehr hübsch, dass Sie sich gar nicht um political correctness kümmern!) Fragen und Ihre Antworten gelesen.
Meine Frage: Ich erlebe meine Orgasmen (insgesamt) als sehr unterschiedlich. Das kommt mir auch ganz natürlich vor. Besonders aufgefallen ist mir aber, dass ich die Orgasmen grundsätzlich anders erlebe je nachdem, ob ich masturbiere oder ob ich mit meiner Frau schlafe. Beides ist sehr genussvoll, es kommt mir aber so vor, als ob ich beim Sexualakt mit meiner Partnerin früher mit meinen "Aktivitäten" aufhöre, umgekehrt, dass meine anhaltenden Aktivitäten bei der Masturbation luststeigernd wirken.
Kann man, können Sie dazu (über das sicher Richtige "So ist es halt!" hinaus) etwas sagen?
Vielen Dank
Ihr
...
Hallo Herr ...,
Danke für Ihre Wertschätzung.
Ist Ihre weitere Darstellung eine Frage? Wenn ja wonach fragen Sie oder nur eine Feststellung, grad so als wenn Sie sagten, im Sommer ist es wärmer als im Winter, was ja die meisten Leute bei uns auch bejahen würden.
Im übrigen vergleichen Sie offenbar Äpfel und Birnen, selbstbezogene Masturbation und sexuelle Interaktion mit Ihrer Partnerin. Das bringt sicher nicht weiter.
Worauf könnte ich also antworten?
Gruß Peter Thiel
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Dienstag, 22. Dezember 2009 13:18
An: info@maennerberatung.de
Betreff: ungewöhnliche Orgasmusprobleme
Hallo, und zwar habe ich folgendes Problem:
Ich komme nur zum Orgasmus wenn ich mein Becken vorschiebe, die Beine durchstrecke und die Oberschenkel anspanne und dann mein Glied recht schnell stimuliere. Allerdings ist es nicht so das der Orgasmus unausweichlich nach einer Zeit kommt, vielmehr muss ich mich dafür richtig anstrengen. Oft hab ich sogar fast Krämpfe in den Oberschenkeln durch die Muskelanspannung. Beim Sex kann ich daher nur in der Reiterstellung kommen da sie mir ermöglicht meine Beine durchzustrecken und anzuspannen. Meine Freundin findet dies ungewöhnlich und ist oft genervt da ich in anderen Stellungen gar nicht komme und praktisch ewig lang Sex haben kann...
Wird die Stimulation unterbrochen wirft mich das in Bezug auf den Orgasmus auch weit zurück und ich muss mich erstmal wieder länger Stimulieren.
Angefangen zu Onanieren habe ich mit ca 13 Jahren. Damals war alles normal und ich konnte mit entspannter Beinmuskulatur oder angewinkelten Knien nach normaler Stimulationszeit kommen. Auch wenn ich nur ganz langsam masturbiert habe.. dann waren die Orgasmen auch intensiver. Irgendwann begann ich dann meinen G-Punkt zwischen Hoden und After zu entdecken und drückte dort beim Masturbieren drauf und kam somit in kürzerer Zeit zum Orgasmus. Ich onanierte meist täglich mehrere Male.. und brauchte mit den Jahren auch immer länger. Seit ich so 20 Jahre bin kann ich allerdings nur noch durch Anstrengung kommen, mich fallen lassen und einfach geniessen das klappt seitdem schon nicht mehr. Heute bin ich 26 und habe keine Lösung für das Problem gefunden. Auf der einen Seite ist es schön lange zu können.. aber das ich gar nicht kommen kann ausser durch diese bestimmte Stimulation das bedrückt mich. Psychische Ursachen kann ich ausschliessen.
Bin für Hilfe dankbar. LG
Hallo ...,
das Problem entsteht womöglich dadurch, dass Sie das Ganze als eine Art Leistungssport ansehen. Irgendwann macht aber jeder Gaul mal schlapp, wenn er so wie bei Ihnen durch die Arena getrieben wird.
Es geht also darum, dass Sie kürzer treten. Gönnen Sie sich mal ab und an eine Pause. Das ist das ganze Geheimnis.
Gruß Peter Thiel
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Montag, 29. Juni 2009 15:18
An: info@maennerberatung.de
Betreff: "Sex spielt sich im Kopf ab"
Hallo,
ich, 60 J., ließ mir am 1. Juni 2009 nervenschonend die Prostata entfernen.. Ob und wann ich eine Erektion bekommen kann - werde, wird sich mit Unterstützung meines Urologen in den nächsten Monaten herausstellen.
Orgasmus ohne Erektion ist mir aus eigener Erfahrung nicht bewußt. Würde von daher gerne etwas dazu lesen / erfahren. Gibts einen für Laien verständlichen Buchtipp / Artikel ? Danke und viele Grüße
...
Hallo Herr ... ,
Literatur darüber kenne ich leider nicht.
Der Orgasmus ist ein komplexer Vorgang, bei dem Körperspannungen entladen werden. Dies kann mit und ohne Ejakulation geschehen, wobei der Orgasmus mit Ejakulation bedeutend leichter zu praktizieren ist, als der Orgasmus ohne Ejakulation.
Beide Arten von Orgasmus sind logischerweise verschieden, bei letzterem fällt ja das rhythmische Ausstoßen von Sperma aus der Harnleiterröhre weg, in so fern ist es für den Mann eine Art trockener Orgasmus.
Wenn keine Erektion stattfindet, ist es natürlich auch nicht möglich mit einer Partnerin traditionellen Geschlechtsverkehr mit Einführung des erigierten Penis in die Vagina und nachfolgender Ejakulation zu praktizieren. Das ganze Zusammenspiel müsste dann logischerweise auf die neuen Bedingungen - keine Erektion, keine Ejakulation - abgestimmt werden.
Ein Übungsprogramm für einen solchen "trockenen" männlichen Orgasmus" kann ich Ihnen leider nicht anbieten, da ich kein Lehrer für diese spezielle sexuelle Kompetenz bin. In so fern müssten Sie recherchieren, ob Sie jemanden finden, der die notwendigen didaktischen und methodischen Fähigkeiten zur Vermittlung dieser sexuellen Kompetenz hat. Am ehesten könnte dies vielleicht ein guter Tantralehrer leisten. Schauen Sie sich da einfach mal im Internet um.
Gruß Peter Thiel
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Sonntag, 19. April 2009 10:44
An: info@maennerberatung.de
Betreff: Lustlosigkeit/Erektionsstörungen
Sehr geehrter Herr Thiel !
mit großem Interesse habe ich Ihr Angebot einer kostenfreien Sexualberatung per Internet zur Kenntnis genommen und möchte nun Ihnen mein Fall schildern. Ich (m, 28 Jahre alt, ... ) habe lange Jahre ausschließlich an meiner beruflichen Zukunft gearbeitet und hatte keine Beziehung.
'Männliche Bedürfnisse' habe ich folglich ausschließlich durch 'Handarbeit' befriedigt. Dabei fiel mir auf, dass im Laufe der Jahre meine Bereitschaft zur Erektion abnahm, sich sexuelle Lustlosigkeit einstellte und auch nur noch sehr selten morgendliche Erektionen auftraten. Daraufhin ging ich zu diversen Urologen, die keinen körperlichen Makel feststellen konnten und begab mich zur Herrn Dr. ... in die Gesprächstherapie. Im Laufe unserer Gespräche wurde mir klar, dass mir die partnerschaftliche Komponente und eine echte Frau fehlte. Dies leuchtete mir ein. In den folgenden Monaten änderte ich mein Leben völlig, verbannte die Pornographie im Internet aus meinem Leben, wo sie vorher einen nicht unerheblichen Teil einnahm. Auch hörte ich auf zu onanieren, da Geschwindigkeit und Intensität der 'Handarbeit' meiner Ansicht nach über die Jahre meine sexuelle Reizschwelle sehr weit nach oben versetzt hatten. Nach einigen Wochen bot sich die Gelegenheit zu einer Affäre mit einer 35-jährigen Frau, die ich sehr attraktiv fand. Wir verstanden uns auch menschlich sehr gut und planten einen sinnlichen Nachmittag. Um mir den eigenen Druck zu nehmen, nahm ich eine Viagra 50 mg ein und empfand unser Treffen als sehr schön, da mir ja 'nichts passieren' konnte. Leider nur erlebte ich beim eigentlichen Geschlechtsverkehr keinen Orgasmus (wegen meiner zu hohen Reizschwelle ?), den sie zumindest hatte. Das zweite Treffen fand unter sehr ähnlichen Bedingungen statt: die sinnliche Komponente, das Küssen, Streicheln und Schmusen war mir viel wichtiger als der eigentliche Akt, da ich bei ihm erstens nur sehr wenig Reizung erfuhr und somit nicht zum Orgasmus kam. Mittlerweile wurde die sinnliche Komponente der Zweisamkeit für mich wichtiger als die leidenschaftliche... vielleicht sollte nicht unerwähnt bleiben, dass dies mein erster richtiger sexueller Kontakt mit einer Frau überhaupt ist. Mit Beginn des Kontakts zu dieser Frau hörte ich wie gesagt auf mit der Onanie und mit der Internet-Pornographie, da ich mir meinen 'Appetit' allein für sie aufheben wollte. Leider habe ich festgestellt, dass dieser Appetit aber nicht entstanden ist und sich lediglich eine Lustlosigkeit breit gemacht hat, die über Tage und Wochen anhält, trotz der Tatsache, dass ich diese Frau sehr erotisch finde und mir den weiteren Kontakt mit ihr wünsche. Wie soll es nun weitergehen ? Werde ich dauerhaft Viagra nehmen müssen, damit zumindest der trockene Koitus gelingt ? Wie ist die Lustlosigkeit zu erklären, wenn doch jetzt für mich die Situation eingetreten ist, die ich mir immer gewünscht hatte ? Und wie soll ich auf diese Umstände reagieren, um ein 'normales' Sexualleben beginnen zu können ?
für Ihr Bemühen danke ich Ihnen im voraus
herzliche Grüße
...
Hallo Herr ... ,
Sie fragen:
"Wie soll es nun weitergehen ? Werde ich dauerhaft Viagra nehmen müssen, damit zumindest der trockene Koitus gelingt ? Wie ist die Lustlosigkeit zu erklären, wenn doch jetzt für mich die Situation eingetreten ist, die ich mir immer gewünscht hatte ? Und wie soll ich auf diese Umstände reagieren, um ein 'normales' Sexualleben beginnen zu können ?"
1. Wie es weitergehen "soll" kann ich Ihnen natürlich nicht sagen, denn ich bin ja kein Kampfgruppenkommandeur, der zu sagen hätte, wie es weitergehen soll. Wie es weitergehen soll, dass können höchstens Sie selbst bestimmen.
2. Wenn Sie die erotische Begegenung mit der Frau sexuell nicht erregt, dann werden Sie auch keine Erektion bekommen. Gegebenfalls müssten Sie dann chemische Mittel einnehmen, die eine Erektion künstlich erzeugen.
3. Diese Frage ist schon spannender, bedauerlicherweise sind Sie der einzige der sie beantworten kann, denn Ihr Unterbewusstes weiß die Antwort schon. Um das Unterbewusste sprechen zu lassen, könnten Sie sich in der Kunst der Psycho-Analyse üben. So etwa durch eine Traumdeutung. Vielleicht hilft Ihnen da auch die Gesprächstherapie auf die Sprünge, vielleicht aber auch nicht, denn das Unterbewusste ist wie der Schatten an der Wand, leuchtet man mit einer Lampe nach dem Schatten, verschwindet er. Macht man die Lampe aus, ist der Schatten wieder da.
Allerdings fällt mir auf, dass die Frau mit der Sie zusammen waren, sieben Jahre älter ist als Sie. Dies könnte darauf hindeuten, dass Sie die Frau mit der Rolle Ihrer Mutter besetzen. Wäre dem so, dann ist es auch klar, warum Sie nicht zum Orgasmus und zur Ejakulation kommen, denn mit der eigenen Mutter pflegt man keinen Sex.
4. Sie reagieren ja schon auf die Umstände und ich sehe gute Chancen, dass sich Ihr Sexualleben weiter entwickelt. Vielleicht demnächst mal mit einer ungefähr gleichaltrigen Fra.
Normal oder unnormal, mit solchen Begriffen aus der psychometrischen Rumpelkammer impotenter akademischer Psychologie kommt man allerdings im Sexualleben nicht weiter, man wird damit höchstens Diplom-Psychologe und lässt dann seine geistige Flachheit an nichtsahnenden Menschen aus.
Gutes Gelingen
Peter Thiel
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Mittwoch, 21. Januar 2009 01:30
An: info@maennerberatung.de
Betreff: Anorgasmie - Orgasmusausfall
Sehr geehrte Damen und Herren,
Seit einem Jahr bin ich mit einem sehr "kopflastigen" und wunderbaren Mann zusammen, seit einem halben Jahr (nach anfänglichen Erektionsstörungen, die sich mit viel Geduld von alleine gelöst haben), haben wir Geschlechtsverkehr. Allerdings ohne, dass mein Partner dabei einen Orgasmus hat. Er sagt, dass es beim masturbieren funktioniert. Vor mir war er übrigens 6 Jahre Single.
Meine Frage: Liegt es an mir als Frau? Kann ICH ihm persönlich irgendwie helfen? Was für Möglichkeiten gibt es?
Vielen Dank für Ihre Hilfe und hoffentlich die Beantwortung dieser äußerst peinlichen Mail.
Mit freundlichen Grüßen
...
Hallo Frau ... ,
Im allgemeinen ist es beim Sex nicht viel anders als beim Standardtanz, es liegt fast nie an einem allein, wenn es nicht so gut klappt.
Was kann mann und frau da tun? Üben, üben, üben - aber nicht zwanghaft, sondern mit einer gewissen Portion Leichtigkeit.
Wenn es allein dann trotzdem nicht klappt, kann ein guter Paarberater oder Paartherapeut von Nutzen sein.
Gruß Peter Thiel
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Donnerstag, 15. Januar 2009 22:51
An: info@maennerberatung.de
Betreff: ok.. meine erste E-Mail
sehr geehrte Damen und Herren,
dann versuche ich es mal mit meiner ersten E-Mail. Ich habe kein Problem mit der Erektion .. das kann stunden lang anhalten. Mein sehr großes Problem ist das ich nur dann zum Orgasmus komme wenn ich meine beiden Beine strecke und extrem anspanne .. sprich nur mit dieser Anstrengung kann ich zum Orgasmus kommen. Das schränkt mich leider sehr sehr in der Auslebung von verschiedenen Stellungen ein und verhindert das ich in den Lieblingsstellungen meiner Frau zum Orgasmus komme.
Können Sie mir einen Rat geben ob oder wie ich das abstellen kann? Selbst bei der Selbstbefriedigung müssen meine Beine immer gestreckt und extrem angespannt werden damit ich diese Erleichterung erfahre. Das ist ein großes Problem für mich und verhindert das meine Frau auch ihren Spass an unserer Erotik haben kann denn Sie möchte unbedingt das ich auch in ihren Lieblingsstellungen (Hündchenstellung ist da eine) unbedingt zum Orgasmus komme.
Für einen Tip wäre ich dankbar!!
Mit freundlichen Grüßen
...
Hallo Herr ... ,
ich glaube, das lässt sich nicht so ohne weiteres abstellen. Womöglich muss sich Ihre Frau im Vierfüßer auf den Couchtisch in Position bringen, so dass Sie einerseits die Lieblingsstellung Ihrer Frau bedienen und andererseits ihre Beine ausstrecken können, so damit Sie auf die gewohnte und etwas ungewöhnliche Weise zur Ejakulation oder auch zum Orgasmus - was beides nicht das selbe ist - kommen können.
Eine Ejakulation kriegt man mit Anstrengung womöglich hin, einen befriedigenden Orgasmus mit Sicherheit nicht, denn es gilt die alte Regel, dass, wer zum Orgasmus kommen will, sich nicht anstrengen darf, denn der Orgasmus ist kein willkürliches Geschehen, wie etwa wenn man sich mit der Hand an den Kopf fasst oder die Nase putzt, sondern ein unwillkürliches Geschehen, so wie z.B. auch das Niesen, dem zwar eine gute Vorbereitung nützt, das aber letztlich ein spontanes Geschehen ist.
Gruß Peter Thiel
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Donnerstag, 25. Dezember 2008 22:48
An: info@maennerberatung.de
Betreff: Frage
Sehr geehrter Herr Thiel,
ich recherchiere für ein Theaterstück und wüsste gerne ob Anorgasmie bei jungen Männern tendenziell zunehmend ist, bzw wieviel Prozent in etwa davon betroffen sind. Gibt es Ihrer Meinung nach beeinflussende Faktoren der heutigen Gesellschaft (Stw Leistungsgesellschaft etc.), die diese Form der Impotenz verstärken?
Beste Grüße aus ... ,
...
Hallo Frau ...,
darüber kann man sicher nur spekulieren, weil es dazu wohl keine seriösen Forschungen gibt.
Leistungsdruck führt im allgemeinen und im besonderen natürlich in der Partnerschaft, bzw. der sexuellen Beziehung - führt ganz sicher zu einer Verstärkung von Anorgasmie, Impotenz oder mangelnder Erektionsfähigkeit.
In so fern ist mann gut beraten, sich von vorhandenen Leistungsdruck wie auch dem eingebildeten (verinnerlichten) Leistungsdruck zu emanzipieren. Dazu bedarf es jedoch einigermaßen selbstbewusster Männer, die man in Deutschland - um den kynische Philosophen Diogenes von Sinope, (* ca. 399 v. Chr. in Sinope, † 323 v. Chr. in Korinth) zu zitieren, auch mit der Laterne kaum findet.
Diogenes soll tagsüber mit einer Laterne durch Athen gelaufen sein und gerufen haben: "Ich suche Menschen".
Heute sucht man Männer und findet unabgenabelte vaterlose Muttersöhne, das ist nicht weniger dramatisch.
Und auf der anderen Seite sucht mann Frauen und findet unabgenabelte vaterlose Muttertöchter, welch ein Drama.
Gruß Peter Thiel
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Sonntag, 30. November 2008 15:26
An: info@maennerberatung.de
Betreff: Samenerguss
Sehr geehrter Herr Thiel,
seit kurzem wird mir ein Problem bewusst mit welchen ich mich nun an Sie wenden möchte, in der Hoffnung, dass Sie mir einen Rat geben können.
Ich wurde im Alter von 20 Jahren wegen eines medizinischen Vorfalls (gerissenes Bändchen an der Vorhaut) beschnitten. Im allgemeinen finde ich das auch super schick und praktisch weil hygienisch. In letzter Zeit habe ich aber das Problem, dass ich beim Sex mit meiner Freundin keinen Samenerguss bekomme. Bei der Selbstbefriedigung ist es allerdings kein Problem. Nun habe ich gelesen, dass duch zuviel SB in einer Singlephase die Empfindsamkeit der Eichel so konditioniert werden kann dass man beim Sex mit einer Frau nicht mehr ausreichend erregt wird und es dadurch nicht zu einem Samenerguss kommen kann. Meine Freundin ist dadurch nun leider sehr irritiert und glaubt das sie mich nicht anmacht. Dies ist natürlich Unsinn ich liebe sie sehr und finde sie sexuell auch höchst attraktiv. (Natürlich nicht nur im sexuellen Sinne).
Nun meine Frage: Gibt es eine Möglichkeit die Sensibilität der Eichel zu erhöhen, den Erguss zu beschleunigen, die Konditionierung rückgängig zu machen oder hab ich einfach nur das Problem im Kopf nicht "frei" zu sein??
Über eine erschöpfende Antwort würde ich mich wirklich sehr freuen und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Hallo Herr ...,
wenn Sie beim masturbieren einen Orgasmus bekommen, dann ist die Empfindsamkeit der Eichel ausreichend. Ein ausbleibender Orgasmus beim intimen Kontakt mit ihrer Freundin hat dann andere Gründe. So - wie Sie schon andeuten - "psychische" - also beispielsweise Leistungsangst oder ähnliches.
Gruß Peter Thiel
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Sonntag, 8. Juni 2008 10:00
An: info@maennerberatung.de
Betreff:
Guten Tag!
Unser Problem (wir: ich,w, 54 und mein Mann, 58) : mein Mann hatte eine Prostata-OP, bei der die Nerven, die für die Erektion zuständig sind, geschädigt wurden. Also: keine Erektion mehr, auch nicht über Medikamente.
Wir lieben uns sehr, wollen weiterhin Sex haben und fragen uns, welche Möglichkeit gibt es für meinen Mann, trotzdem einen Orgasmus zu haben. Wie kann das gehen, ganz konkret? Für mich als Frau ist es einfach, aber ein O. ohne Erektion können wir uns nicht richtig vorstellen.
Eine Antwort wäre sehr wichtig für uns. Freundliche Grüße
Hallo ...,
so richtig vorstellen können sich das vielleicht die wenigstens, aber das ist vielleicht auch nicht notwendig. Die wenigsten Menschen im Mittelalter konnten sich fliegende Menschen vorstellen und heute fliegen schon Babys mit dem Flugzeug durch die Luft.
Die Erektion des Penis dient biologisch gesehen nicht der Orgasmusfähigkeit, sondern der Fähigkeit, die Begattung durchzuführen. Ein schlaffer Penis kann ja nicht ohne weiteres in die Vagina eingeführt werden, so dass die Menschen und andere Säugetiere schon ausgestorben wäre, wenn es keine Erektion des Penis gäbe.
Da Männer bei einigem Training in der Lage sind, auch Orgasmen ohne Ejakulation zu erleben - die allerdings naturgemäß von anderer Qualität sind, als die mit Ejakulation - ist es generell auch möglich, einen Orgasmus ohne Erektion zu bekommen. Bei diesem Orgasmus - wie gesagt, kommt es dann nicht zur stoßweisen Ausstoßung von Sperma, denn hierfür wäre auch die Kontraktion im versteiften Penis notwendig.
Der Orgasmus kann aber wesentlich mehr sein, als eine auf den Penis beschränkte Ejakulation, auch wenn man einräumen muss, dass viele Männer nichts anderes kennen, weil sie so schwanzfixiert sind.
Ein Orgasmus - also eine Art Entladung aufgebauter Körperspannung - kann sich bei Frauen und auch bei Männern im ganzen Körper wellenartig ausbreiten, das heißt hier ist eine Erektion nicht zwingend erforderlich. Allerdings vereinfacht eine Erektion beim Mann auch vieles. Von daher kann man sicher sagen, dass ein Orgasmus ohne Erektion einige sexuelle Kunst und Erfahrung des Mannes erfordert. Dies gilt natürlich auch für das Zusammenspiel von Mann und Frau, dass in einem solchen Fall eine besonders gute Abstimmung verlangt.
Gruß Peter Thiel
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Sonntag, 25. Mai 2008 03:20
An: info@maennerberatung.de
Betreff: Frage zu Onanieren/ Sex
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich möchte mal sehr gerne folgendes Wissen: Geht es nicht, dass ich nach einem Orgasmus direkt weiter machen kann? Und wenn, warum ist das so, dass erstmal nichts mehr geht und wie lange braucht das mit meinen 33 Jahren?
Und wenn man direkt nach dem Orgasmus weiter machen kann, wie überwindet man das? Denn es kitzelt nach dem Orgasmus immer so und dann wird er schlapp.
Und wenn es weiter geht, wie oft geht das, bis nichts mehr kommt, einmal keine Samen mehr und dann auch ohne Samen nichts mehr und wie lange dauert es, bis wieder genug neues gebildet worden ist?
Vielen Dank für die Bearbeitung im voraus.
Mit freundlichen Grüßen
...
Hallo Herr .... ,
mit dem Orgasmus ist es wie mit dem Gewitter. Wenn sich alle Spannung entladen hat, dann dauert es erst mal eine Weile, bis die Batterie wieder aufgeladen ist. Frauen können aus unerfindlichen Gründen kurz hintereinander mehrere Orgasmen haben. Man könnte sich das so vorstellen, dass Frauen gewissermaßen mehrere Orgasmusbatterien haben, während die meisten Männer nur eine Orgasmusbatterie haben, so dass sie damit auch nur einmal zum Orgasmus kommen und dann eine Weile brauchen, bis die eine Batterie wieder aufgeladen ist.
Mit ein wenig Training und an guten Tagen können aber auch Männer relativ kurz hintereinander zum Orgasmus kommen. Wie das geht, kann man nicht so recht erklären, probieren Sie es einfach aus, aber ohne Ehrgeiz, denn das ist der Feind jedes Orgasmus.
Gruß Peter Thiel
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Dienstag, 7. August 2007 11:14
An: info@maennerberatung.de
Betreff: anorgasmie
sehr geehrte damen und herreen
ich (49) bin seit vier monaten mit meinem freund (60) zusammen. unser sexualleben ist sehr befriedigend für mich - leider hatte mein freund während dieser zeit,
nie einen orgasmus. er sagt dieses problem hätte er schon seit einigen jahren. er ist auch beim sex sehr leistungsorientiert, es spielt sich bei ihm sehr viel im kopf ab .
was können wir tun?
vielen dank
...
Hallo ... ,
Ihr Freund könnte seine Leistungsorientiertheit beim Sex mal hinten anstellen und sich statt dessen auf seine Hingabe- und Genussfähigkeit einlassen.
Wenn er und sie das nicht von alleine schaffen, dann empfehle ich Ihnen beiden eine gute Paartherapie.
Gruß Peter Thiel
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Montag, 6. August 2007 18:28
An: info@maennerberatung.de
Betreff: "Ferndiagnose möglich?"
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich (männlich, 30 Jahre) habe ein wirklich sehr grosses Problem.
Können Sie mir bitte einen Rat erteilen?
Ich habe jahrelang auf dem Bauch onaniert und dabei einen gewissen "Druck" auf mein Glied ausgeübt, jetzt habe ich eine Frau und ich liebe sie sehr, aber ich bekomme beim Geschlechtsverkehr keinen Orgasmus... der "Druck" fehlt.
Ich habe eine Erektion, ich fühle nur zuwenig, leider! Auch nach 1 Stunde (oder mehr) fehlt das "gewisse etwas".
Ich hoffe durch den sofortigen Stop meiner onanier-Technik ein leichter zu stimulierendes Glied zu bekommen, was sagen Sie dazu?
Auch wenn ich "normal" onaniere passiert nicht viel, es fühlt sich ok an - aber nicht super.
Ich habe mit der ungesunden Art zu onanieren vor 3 Wochen aufgehört, wie kann ich mein Glied sensibilisieren?
Gibt es Creme für mehr Empfindlichkeit?
Was sagen Sie zu TMS? ? Traumatic Masturbatory Syndrome ?
Bitte helfen Sie mir!
Mit freundlichen Grüssen
...
PS: Da ich auch beim onanieren mit meinen Händen keinen Orgasmus bekomme, kann es nicht an meiner Frau liegen... ich habe über 15 Jahre eine schlechte Angewohnheit ausgeübt und versuche nun die Folgen zu beheben.
Hallo ... ,
ich würde Ihnen erst einmal drei Monate sexuelle Enthaltsamkeit verordnen, also in der Zeit auch keine Masturbation.
Wenn Sie das einhalten, stellt sich Ihre Orgasmusfähigkeit zu 80 Prozent von ganz allein wieder ein. Die restlichen 20 Prozent sind dann die sich einstellende sexuelle Resonanz mit ihrer Partnerin.
Creme brauchen Sie dazu nicht. Es gibt auch keine Creme, die da helfen würde.
Gruß Peter Thiel
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Mittwoch, 25. Juli 2007 20:12
An: info@maennerberatung.de
Betreff: Sexualitäts-Problem (Frage)
Hallo Männerberatungs-Team,
Ich habe eine Frage zur Sexualität, die mich seit langem beschäftigt.
Ich bin 19 Jahre alt und seit fast 8 Monaten in einer festen Beziehung und sehr, sehr glücklich damit. Alles läuft gut, nur im Bett fühlt es sich nicht so toll an, die alte Leier, ich komme zu früh und sie deshalb gar nicht. Bis jetzt hatte ich eine Methode damit umzugehen (da sie auch sehr verständnisvoll ist), aber jetzt funktioniert das nicht mehr. Ich bin beim ersten mal seeeehr früh gekommen (unter 10 Stöße), konnte dann aber weitermachen und hielt fast so lange durch wie ich wollte (was sie dann auch zum Orgasmus brachte). Aus irgendeinem Grund funktioniert das jetzt aber nicht mehr, also möchte ich noch einmal auf das Ausgangsproblem eingehen, das "zu früh" beim ersten Orgasmus.
Ich habe einen relativ großen Penis (erigiert ca. 20cm) und sie ist fast einen Kopf kleiner als ich und anatomisch eben auch so eingerichtet, dass es für mich sehr eng ist.
Mein Penis wird außerdem sehr hart und steht leicht nach oben und nicht im 90° Winkel und ein bischen weicher, wie ich es bei meinen Freunden beobachtet habe. Ist das normal?
Außerdem versuche ich meinen PC Muskel (Damm) durch an- und entspannen zu trainiere, hilft mir das bei meinem Problem oder ist das sogar Kontraproduktiv?
Wie kriege ich außerdem meinen Penis dazu wieder durchgehend stehen zu bleiben, auch nach dem ersten Orgasmus? Und hilft mir häufiges Onanieren oder sollte ich das eher selten tun?
Ich liebe meine Freundin sehr und dass sie so verständnisvoll ist, macht es für mich nicht viel leichter, da es mir so noch viel mehr Leid tut, dass ich sie nicht so befriedigen kann, wie ich das gerne tun würde!
Herkömmliche Techniken wie "Stop-Start-Methode" kenne ich bereits, sie funktionieren bei mir allerdings nicht, da unter 10 Stößen, einfach zu kurz zum stoppen und wieder starten ist!
Auch die Squeeze Methode bringt nichts, weil wenn ich ihn nach 5 Stößen wieder rausziehe um zu squeezen verliert sie natürlich schnell die Lust. Können sie mir vielleicht helfen? Gibt es eine Art "Training" oder noch andere Methoden, die ich im Internet nicht gefunden habe? Einen Geheimtipp älterer Männer? Oder ist das einfach angeboren und ich muss damit irgendwie leben?
Bitte um Hilfe und Antwort
Vielen, vielen Dank im Vorraus!
...
Hallo ... ,
Sie praktizieren offenbar eine Stellung, bei der die Frau in der untergeordneten Position ist, so z.B. bei der sogenannten Missionarsstellung (Frau liegt unten, Mann oben).
Probieren Sie doch mal aus, dass sich Ihre Freundin in der oberen Position befindet (sogenanntes Reiten auf dem heiligen Georg).
Ihre Partnerin hat in dieser dominanten Stellung mehr Sicherheit und kann besser das Wie und das Tempo bestimmen
Sie können umgekehrt mal die aktive Rolle verlassen und stehen nicht so unter Leistungsdruck, Ihre Partnerin zum Orgasmus zu bringen, da sie nun zu einem Großteil selbst für ihren Orgasmus verantwortlich werden kann.
Stehen bleiben muss Ihr Penis nicht die ganze Zeit, in der sie beide miteinander beschäftigt sind, auch wenn Frauen nicht selten eine solche Erwartung haben, da sie meinen ein erschlaffter Penis wäre Ausdruck mangelnden Interesse des Mannes an ihrer Person.
Aber der Penis ist nun mal kein Baseballschläger wie ihn Skinheads als Phallusersatz und Prügelstab gerne mit sich herumtragen, sondern ein sensibler männlicher Körperteil, der sich eher wie eine Katze, nicht aber wie ein Hund verhält.
Gruß Peter Thiel
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Samstag, 19. Mai 2007 20:09
An: info@maennerberatung.de
Betreff: Erektion?
Hallo ich habe eigentlich immer einen steifen, aber ich komme einfach nicht egal ob Frau oder Mann. Wenn ich mich befriedige ist das aber kein Problem? Bin ich krank oder stimmt was nicht mit mir?
Gruss ...
Hallo ... ,
Wenn Sie mit Ihrer Situation zufrieden sind, dann würde ich sagen, es ist alles o.k.
Wenn Sie mit Ihrer Situation nicht zufrieden sind, dann würde ich Ihnen vorschlagen, diese so zu verändern, dass Sie zufriedener werden.
Gruß Peter Thiel
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Dienstag, 16. Januar 2007 19:32
An: info@maennerberatung.de
Betreff: Frage
Hallo!
Ich habe gerade eure Website gefunden und möchte mal um euren Rat fragen: Ich (Anfang 30 und an sich gesund) masturbiere seit meiner Pubertät, indem ich meinen Penis an einer Matratze oder Ähnlichem reibe. Funktioniert bis heute wunderbar, nur die "konventionellere" Methode mit der Hand klappt nicht. Bin mittlerweile in einer Beziehung mit einer Frau, und auch hier komme ich weder bei manueller noch bei oraler Stimulation, und vaginal auch nicht immer und nur nach ziemlich langem Bemühen. Deshalb meine Frage, nachdem mich die ganze Situation mittlerweile doch ziemlich belastet - ist das eher ein psychisches Problem oder kann es vielleicht daran liegen, dass ich beschnitten bin (und wenn dem so ist, dann wird sich wohl nicht mehr viel machen lassen, oder?).
Danke im Voraus für eure Antwort!
Hallo ... ,
ich glaube nicht, dass das daran liegt, dass Sie beschnitten sind, vielleicht aber daran, dass Sie beschnitten wurden.
Aber ansonsten gehe ich davon aus, dass die von Ihnen geschilderte Symptomatik "psychischer" Natur ist. Um dies genauer abzuklären empfehle ich Ihnen eine Einzelberatung oder Paarberatung.
Gruß Peter Thiel
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Sonntag, 31. Dezember 2006 11:51
An: info@maennerberatung.de
Betreff: fruehzeitiger samenerguss ohne orgasmus
liebes maennerberatungs-team,
ich habe vor kurzem einen sehr netten mann kennen gelernt, der das problem hat, schon nach ca. 3 "stoessen" und ohne orgasmus zu kommen. wir sind beide ca. 43, er hatte allerdings seinen ersten sexuellen kontakt erst vor ca. 12 jahren - und mit dem problem schon immer zu kaempfen.
ich habe ihm geraten bei einem urologen koerperliche ursachen ausschliessen zu lassen und ihm diverse ratgeber-seiten im internet gezeigt und ihm auch angeboten bei manchen uebungen zu helfen (alles mit dem gebotenen verstaendnis und ohne draengen!).
haben sie noch einen rat fuer uns? - und warum bekommt mein freund keinen orgasmus?
vielen dank und liebe gruesse,
...
Hallo ... ,
ich würde nicht sagen, dass Ihr Partner keinen Orgasmus bekommt. Den wenn Ihr Partner ejakuliert, kann man dies durchaus auch als orgastisches Geschehen interpretieren. Im Vergleich mit dem Lusterlebnis anderer Männer mag das natürlich etwas wenig erscheinen.
Ich kann mir gut vorstellen, dass Ihr Partner sein orgastisches Potential erst zu 10 Prozent ausgeschöpft hat. Von daher ist nach vorne hin für sie beide natürlich noch alles möglich. Welchen Weg sie beide dabei konkret gehen möchten, kann ich nicht wissen.
Möglicherweise nutzen sie beide einen Termin bei einem guten Sexualtherapeuten oder besuchen einen seriösen Tantrakurs oder oder oder. Der Wege gibt es viele.
Ich wünsch Ihnen gutes Gelingen.
Gruß Peter Thiel
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Dienstag, 29. August 2006 19:56
An: info@maennerberatung.de
Betreff: ich habe ein starkes problem
zu anfang will ich ihnen mitteilen das ich erst 16 bin doch ich habe ein wirkliches problem mit meiner sexualität!
ich bin seit längerem mit meiner freundin zusammen wir schlafen auch schon sehr lange miteinander, sie ist sehr oft zum orgasmus gekommen doch seit längerem nicht mehr so sie sagt sie spürt nicht mehr sehr viel was kann ich dagegen tun manchmal spürt sie mehr manchmal weniger! und ein problem bei mir ist das ich glaube das meiner zu klein ist was kann ich tun damit er größer wird gibt es da etwas???? bitte helfen sie mir!!!!
Hallo ...,
wenn Ihre Freundin nicht so viel spürt oder auch keinen Orgasmus bekommt, dann liegt dass nicht daran, dass der Penis zu klein ist, sondern, dass sich Ihre Freundin unsensibel macht.
Vielleicht hat sie ein Beziehungsproblem und traut sich das nicht anzusprechen und löst ihren Konflikt auf der körperlichen Ebene damit, dass sie eben nur noch wenig spürt.
Gegebenenfalls könnten sie beide gemeinsam oder - wenn das nicht gehen sollte - auch einzeln, mal eine persönliche Beratung wahrnehmen.
Gruß Peter Thiel
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Montag, 31. Juli 2006 20:26
An: info@maennerberatung.de
Betreff: Anorgasmie
Guten Tag Herr Thiel
Mein Beispiel passt in gewissen Masse zu den anderen auf Ihrer Homepage, trotzdem wäre ich sehr froh Ihre Meinung darüber zu hören.
Das Problem ist, dass ich beim Geschlechtsverkehr nicht zum Orgasmus kommen kann. Das einzige Mal wo es geklappt hat, war bei einem ONS ohne Kondom. Wenn ich französisch verwöhnt werde klappts gelegentlich. Ich weiss nicht ob es an den Kondomen liegt, da ich kein Beziehungsmensch bin, und es alle paar Wochenende mit einer anderen Versuche, kann ich die Kondome nicht beiseite lassen. Eine weitere Ursache könnte unter Umständen mein exzessiver Masturbationsverhalten sein, seit Jahren mache ich es mir mehrmals täglich selbst. Bin übrigen 24 Jahre alt.
Zu meiner Person ist noch zu sagen, dass ich doch öfters Mühe habe loszulassen und andere Menschen an mich ranzulassen physisch sowie psychisch. Wobei ich diese Dinge in den letzten Monaten gut in den Griff bekommen habe. Was Frauen anbelangt bin ich nicht sehr wählerisch, habe es aber mit verschiedensten Frauen gemacht, welche ich sehr begeehrt habe und denen ich mich sehr nahe und vertraut gefühlt habe.
Besten Dank im Voraus für Ihre Antwort.
Grüsse
...
Hallo ... ,
ich geh davon aus, dass Sie im intimen Kontakt mit einer Frau ihre eigenen Grenzen so hoch ziehen, so dass kein Orgasmus passiert. Das ist so ähnlich, als wenn Sie in der S-Bahn anfangen würden zu masturbieren, da werden Sie in der Regel auch keinen Orgasmus bekommen, weil die Situation nicht passt.
Ansonsten scheint es beim Masturbieren ja zu klappen, da sind Sie ihr eigener Chef, niemand mischt sich ein oder schaut zu und so können sie relativ ungestört bestimmten, wo und wie es langgeht.
Die Lösung ist denkbar einfach und dennoch oft schwer zu machen.
So ähnlich sagt es auch Bertolt Brecht über den inzwischen in Verruf gekommenen Kommunismus: Er ist das einfache, dass schwer zu machen ist.
Betrachten Sie den ausbleibenden Orgasmus nicht als Ihr "Problem", sondern als Ihren zeitweiligen freundlichen Wegbegleiter, der Sie so lange begleiten wird, wie Sie ihn brauchen. Es kann durchaus sein, dass er sich schon morgen verabschiedet, aber vielleicht ist er auch noch in sechs Monaten treu an Ihrer Seite.
Wenn die Zeit herangekommen ist, dass Sie sich auf auf eine Frau stärker einlassen, dann kommt auch der Orgasmus - sie müssen da gar nichts tun, sondern sich nur dem Strom der Veränderung überlassen und nicht dagegen anschwimmen. Wenn Sie aber dennoch ohne aufzuhören unermüdlich gegen den Strom schwimmen, kann es sinnvoll sein, mal zu gucken, warum Sie das tun und wie Sie das zukünftig abstellen können.
Gruß Peter Thiel
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Dienstag, 25. April 2006 00:49
An: info@maennerberatung.de
Betreff: (Kein Thema)
Sehr geehrter Herr Thiel,
am 26. April 2005 hatte ich Ihnen per Mail eine Anfrage zum Thema "mehrmaliger Orgasmus des Mannes" geschickt. Auf dieses Thema wurde ich selbst aufmerksam durch die Reportage auf dem Nachrichtensender N24 "Die Sexualität des Menschen - Der Orgasmus", die zufälligerweise vor einigen Tagen wieder im Fernsehen lief. Dort wurde gesagt, dass Männer durchaus mehrmals hintereinander zum Orgasmus kommen können, wenn sie ihren Beckenmuskel vor dem Orgasmus anspannen und somit eine Ejakulation unterbinden.
Ich habe versucht, dies beim Onanieren mal in die Tat umzusetzen, wobei trotz - starker sexueller Erregung - die Intensität des Orgasmus stark beeinträchtigt wurde und ich trotzdem ejakuliert habe bzw. ejakulieren musste.
Haben Sie vielleicht eine Idee, was ich falsch gemacht haben könnte oder eine Erklärung, weshalb mein Versuch, während des Orgasmus nicht zu ejakulieren, fehlgeschlagen ist?
Ich bedanke mich im Voraus und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
...
Hallo ...,
Sie haben es offenbar nicht geschafft, die Ejakulation vom Orgasmus zu entkoppeln.
Das ist auch nicht gerade leicht, vielleicht ungefähr so, wie vom 10 Meter Turm hinunterspringen, dabei die "Frankfurter Allgemeine zu lesen, und kurz vor dem Aufprall auf dem Wasser die Zeitung loszulassen.
Erklären wie man so was macht kann man nicht. Übung macht hier den Meister. Aber bitte nicht verbissen, sondern mit Leichtigkeit.
Gruß Peter Thiel
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Montag, 20. März 2006 19:54
An: info@maennerberatung.de
Betreff: Frage
Guten Tag,
über google.de bin ich auf Ihre Hompepage gelangt und wollte wegen eines Problems bei Ihnen Rat suchen.
Mein Problem ist, dass ich beim Masturbieren mit Hilfe der Hand nicht fähig bin, bis zum Orgasmus zu kommen; ich werde zwar erregt und die Erregung nimmt zu, aber nur bis zu einem bestimmten Punkt. Ähnliches gilt, wenn ich oral befriedigt werde oder Geschlechtsverkehr habe.
ich kann nur kommen, wenn ich meinen Penis sehr fest an einer Unterlage reibe, meistens benutze ich ein Kondom (damit es "flutschiger" ist) und reibe ihn dann auf dem Bauch liegend an einem Kissen, bis ich einen Orgasmus habe bzw. ich verteile Gleitcreme auf dem Rücken/Po des Geschlechtspartners und reibe ihn daran, bis ich (kurz vor) dem Orgasmus bin. Prinzipiell ist gegen diese Techniken ja nichts einzuwenden, aber mt der Zeit ist das schon sehr einseitig und schränkt einen auch örtlich etc. sehr ein!!
Ich finde das sehr merkwürdig, habe auch schon das ein oder andere dazu gelesen (Bsp. Comer: Klinische Psychologie), kann mich aber nicht bei den psychischen sexuellen Störungen wiederfinden. Ehrlich gesagt habe ich auch kein Problem mit Sexualität an sich, sondern freue mich daran (soweit die Sit es zulässt) und habe nicht den Eindruck, etwas verdrängt zu haben o.ä.
Könnte es rein organisch sein? Und wenn ja, was? z.B. durch meine Beschneidung (im Alter von etwa 2-3Jahren) verusacht???
Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen!
Freundliche Grüße!
Hallo ...,
was für eine Antwort, auf welche Frage hätten Sie denn gerne?
Gruß Peter Thiel
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Sonntag, 22. Januar 2006 02:23
An: info@maennerberatung.de
Betreff: Ich komme nicht in einer Frau!
Guten Tag ich weiß es ist spät aber ich hab ein besonderes Problem,
mit 16 Jahren wurde ich zu 100 % beschnitten! Heute bin ich 22 und hatte schon viele Freundinnen mit denen ich auch geschlafen habe! Ich bekomme leider keinen Orgasmus bzw ich komme nicht in einer Frau das ist bei jeder so gewesen! Deshalb hatte ich schon sehr viel Probleme mit den Mädchen die ich hatte weil sie sich so vor kamen als ob sie mich nicht befriedigen können! Meine Aktuelle Freundin ist da anders da bin ich echt froh! Weil sie mich so liebt wie ich bin! Aber diesem Probelem wollte ich denoch mal nach gehen! Wenn ich mich Selbstbefriedige komme ich immer zum Orgasmus und in einer Frau nicht! Meine Penis ist seit dem ich beschnitten wurde aufjedenfall unempfindlicher geworden wenn ich in einer Frau bin spühre ich auch nicht so viel! Kann ich gegen meine unempfindlichkeit etwas tun! Z.b. Crems usw.? Oder gäbe es noch andere Mittel? Mir wäre sehr wichtig wenn sie mir bei meinem Problem helfen können! Ich weiß ja auch das jeder Mann gern so lange könnte wie ich, ich mein für jeden ist das ein Traum! Weil alle ja zu früh kommen! Aber wer hat schon das Problem gar nicht zu kommen! Da muss es doch eine Lösung geben!
Danke schon mal im Voraus für ihre Antwort!
Hallo ... ,
spezielle Mittel brauchen Sie nicht. Das ist alles rausgeworfenen Geld. Da wäre es besser, wenn sie für die Opfer von Naturkatastrophen und Kriege spenden würden oder wenn Sie wollen können Sie auch mir Ihr überzähliges Geld schenken. Ich kann mir mit dem Geld dann mal eine Massage von einem guten Masseur gönnen.
Was Ihnen hilft, ist die Entwicklung Ihrer Fähigkeit, sich auf den nahen und intimen Kontakt mit Ihrer Partnerin einzulassen. Das können Sie - mit all der dafür erforderlichen Gelassenheit - jeden Tag üben und eines Tages macht es klick und das, wonach Sie gesucht haben, stellt sich plötzlich ein.
Nehmen Sie sich dafür die Zeit.
Gruß Peter Thiel
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Montag, 30. Januar 2006 23:09
An: info@maennerberatung.de
Betreff: keine Ejakulation
Hi Dr. Thiel,
hab beim letzten Sex mit meinem Freund etwas erlebt, was mich irgendwie belastet.
Sind in einer ziemlich harmonischen Beziehung, seit über 1 Jahr. Und letztes mal hatte er zwar eine heftige Erektion, aber ist nicht zum Orgasmus gekommen bzw. ist keine Ejakulation eingetreten.
Was mich jetzt - als seine Freundin - verunsichert. Er meint, es liegt nicht an mir...aber irgendwie macht mich dieses letzte Erlebnis total unsicher was unsere Beziehung betrifft. Mach ich mir da zu viele Gedanken, oder welche Gründe können noch dafür verantwortlich sein?
Danke schon mal für die Antwort.
Grüsse ...
Bitte Anonm behandeln... Danke
Hallo ... ,
Doktor bin ich nicht. Da fehlt mir derzeit die Zeit und auch das Bedürfnis mich auf die Erarbeitung einer Dissertation einzulassen. Vielleicht mache ich das noch, wenn ich 60 bin. Da habe ich aber noch 16 Jahre Zeit.
Gründe gibt es vielleicht ein paar hundert. Aber machen Sie sich darum mal keine Gedanken. Gründe kommen und gehen und wenn man sich mit allen schon gegangenen Gründen beschäftigen würde, bliebe für das Leben in seiner Fülle gar keine Zeit mehr.
Mit dem ausbleibenden Orgasmus brauchen Sie sich auch deshalb keine Sorgen zu machen, da dies öfter vorkommt, als mann oder frau gemeinhin denkt, nur spricht darüber im allgemeinen niemand. Stellen Sie sich nur vor im Deutschen Bundestag würde darüber debattiert, dann wüssten wenigstens mal alle Bescheid. Doch auch bei den Bundestagsabgeordneten, egal ob weiblich oder männlich, bleibt mal der Orgasmus aus und so kämen sie vielleicht in die Verlegenheit, nach ihrem eigenen Orgasmuserleben befragt zu werden.
Gucken Sie bitte nicht wie das Kaninchen auf die Schlange. Entspannen Sie sich und erwarten Sie nichts, dann ist die Chance sehr groß, dass das Liebesleben wieder an Fahrt gewinnt.
Und für den unwahrscheinlichen Fall, dass dass Liebesschiff doch einmal längere Zeit liegen bleibt, empfiehlt es sich eine Sexpause von vier Wochen einzulegen, die aber von beiden Partnern dann auch strengstens einzuhalten ist.
Gruß Peter Thiel
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Freitag, 20. Januar 2006 14:39
An: info@maennerberatung.de
Betreff: Sensibilisierung
Hallo Herr Thiel,
meine Partnerin und ich haben mehrmals in der Woche Sex. Doch eines fällt mir auf die Reibung in ihrer Scheide ist nicht sehr groß. Ich komme nur wenn sie die Beine zusammenzwickt.
Sie meint das es daher kommt das ich kaum sexuelle ERfahrungen vor ihr mit Frauen gehabt habe und ich mich hauptsächlich nur Selbstbefriedigt habe. Sie meint mein Penis wäre für den normalen Verkehr nicht sensibel genug. Stimmt dass? Was kann ich oder Sie verändern?
Kann man den Penis sensibilisieren und wie?
Gruß
...
Hallo Herr ... ,
ich denke das ist ein typisches Missverständnis. Wenn im Sex etwas nicht so klappt wie mann oder frau sich das wünscht, dann liegt das heutzutage nach offenbar herrschender Auffassung am Mann. "Die" Männer haben - offenbar auch in Folge des desaströsen Erlebens der NS-Zeit und des 2. Weltkrieges - nach dem Krieg ein Stück weit "das Kind mit dem Bade ausgeschüttet". Waren sie vorher vielleicht noch Machos (wenn auch nicht unbedingt potenter als heute), so scheinen viele Männer heute nur noch Weichspüler und bloße Anhängsel der Frau zu sein. Viele Männer laufen mit großen Schuldkomplexen gegenüber Frauen herum und überbieten sich in öffentlichen Eingeständnissen zum Thema "Wer ist der schlechteste Mann". Das macht Männer nicht unbedingt attraktiver und so bleibt die nächste Klageflut von Frauen nicht aus, mit der Folge, dass der Mann sich noch mehr abduckt, anstatt zu überlegen, was er anders gestalten könnte.
Vor 100 Jahren hat man das genau anders herum gesehen, da lag es immer an der Frau. Viele Frauen hat das zu denken gegeben und sie haben sich auf den Weg gemacht (Stichwort Frauenbewegung). Auch die Frauen, die sich selber nicht aktiv daran beteiligt haben, haben davon profitiert.
Bei Männern hat man manchmal den Eindruck, sie haben ihren eigenen Aufbruch verschlafen und schlagen sich statt dessen drei Mal am Tag mit der Peitsche auf das nackte Gesäß und üben ansonsten nur subversive Sabotage. Möglicherweise hat das auch eine sexuelle Komponente (Flagellantismus).
Nun direkt zu Ihrer Frage. Ich glaub nicht, dass das an physiologischen Besonderheiten Ihres Penis liegt, dass bei ihnen beiden der Sex etwas gequält daherkommen mag. Sex oder besser gesagt unbefriedigender Sex passiert zu 90 Prozent im Kopf. Und dies bei beiden Partnern häufig in gleichem Maße.
Ich denke, hier liegt bei beiden Partnern eine Hemmung der sexuellen Lust vor. Dies ist oft ein Thema auf der Beziehungsebene, die es daher anzuschauen und zu verändern gilt.
Worum es da bei ihnen beiden gehen mag, kann ich natürlich nicht wissen. Es wäre aber sicher ein interessantes Thema für eine Paarberatung.
Gruß Peter Thiel
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Samstag, 14. Januar 2006 13:52
An: info@maennerberatung.de
Betreff: Frage
Guten Tag ich habe eine Frage,
bin 23 und habe ein kleines Problemchen was den Sex mit meiner Freundin betrifft.
Was für manche Männer der Traum wäre ist für mich gar nicht so gut.
Undzwar wenn ich Sex mit meiner Freundin habe dann dauert es bei uns mind. 1 Stunde, aber das Problem ist dass ich einfach nicht zum Orgasmus bzw. Ejukulation komme. Normalerweise passiert das nur den Frauen!
Deswegen bin ich schonl länger am Überlegen ob es an meiner Freundin liegt, dass sie mich nicht genug befriedigt, denn normalerweise komme ich immer zum Orgasmus mit anderen Frauen.
Danke für Ihre Antwort!!
Hallo ...,
ich denke es liegt an Ihnen beiden oder besser gesagt an der Art ihrer gemeinsamen Beziehung.
Gruß Peter Thiel
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Sonntag, 8. Januar 2006 22:45
An: info@maennerberatung.de
Betreff: orgasmusstörung
hallo,
sie empfehlen einem 16-jährigen der stundenlang mit seiner freundin schlafen kann, aber keinen orgasmus bekommt, er soll im kopf etwas verändern. habe das gleiche problem, bin aber schon über 30 und habe es bei allen partnerinnen und auch bei der masturbation. erektion ist kein problem, sie bleibt auch lange bestehen, aber einen orgasmus kriege ich fast nie und wenn dann nur nach ganz langer zeit. aber oft garnicht. ärzte meinen, es sei alles in ordnung, der letzte gab mir viagra, das machte mir kopfschmerzen, aber einen orgasmus hatte ich auch nicht. was kann ich noch versuchen?
danke und gruß von ...
Hallo ... ,
macht nichts, dass Sie "schon" dreißig sind. Udo Jürgens hat bekanntlich gesungen, Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an.
Und Udo Lindenberg sagt: Keine Panik auf der Titanic.
"... einen orgasmus kriege ich fast nie und wenn dann nur nach ganz langer zeit."
Meinen Sie eine Ejakulation oder meinen Sie einen Orgasmus? Ich gehe mal davon aus, dass Sie eine Ejakulation meinen, diese ist meistens Teil des Orgasmus, aber nicht mit diesem identisch.
Der Arzt, der Ihnen "Viagra" gegeben hat ist vielleicht ein Scharlatan oder er schädigt absichtlich die Versicherungsgemeinschaft mit dem Verschreiben nutzloser Medikamente. Ich habe noch nie gehört, dass Viagra ejakulations- oder orgamusfördernd sein soll. Das behaupten sicher noch nicht einmal die Hersteller. Ebenso gut hätte Ihnen der Arzt auch eine Knieprothese einbauen oder ein Hörgerät verschreiben können, das hätte genau so viel geholfen wie Viagra, nur dass Sie davon sicher keine Kopfschmerzen bekommen hätten.
"Normale" Ärzte sind wahrscheinlich die letzten, die einem Mann dabei helfen können einen Orgasmus zu bekommen. Es sei denn der Patient findet Ärzte erotisch, dann mag ein Arzt auch mal einen Orgasmus auslösen. Allerdings sind dem Arzt oder der Ärztin sexuelle Kontakt mit Patienten verboten, so dass noch nicht einmal dass zu stand kommt, ohne dass der Arzt oder die Ärztin sich strafbar macht.
"was kann ich noch versuchen?", fragen Sie.
Vielleicht versuchen Sie es mal mit dem Gegenteil, in dem Sie nichts versuchen. Warum sollten Sie sich eine Ejakulation zurechtrubbeln, die sich ohnehin nicht einstellt? Stellen Sie sich vor, Sie wollten jeden Tag an einer Stelle aus dem Haus, wo gar keine Tür eingebaut ist. Und dann wundern sie sich, warum Sie immer nur mit dem Kopf vor die Wand stoßen. Anstatt nun damit aufzuhören, wollen Sie am nächsten Tag wieder an der gleichen Stelle durch die Wand? Das mag zwar von Beharrlichkeit zeugen, aber mehr sicher auch nicht.
"Der Weg ist das Ziel", sagt Konfuzius.
Anstatt wohin zu kommen, schauen Sie erst mal wo Sie sind und ob es dort gut ist oder nicht. Es gibt soviel im Hier und Jetzt zu entdecken, zu entfalten und zu genießen, vielleicht auch neu zu gestalten. Da brauchen Sie kein Ziel.
Wenn Ihre Hingabefähigkeit von Ihrem Kopf und Ihrem Körper die Erlaubnis bekommt, sein zu dürfen, dann wird auch die Ejakulation und der Orgasmus Raum bekommen dürfen.
Helfen kann dabei eine gute Sexualtherapie, am besten zusammen mit der Partnerin. Und wenn diese nicht dabei sein kann, dann tut es vielleicht auch ein leerer Stuhl, der Ihre Nein-Stimme zu Ejakulation und Orgasmus symbolisiert und die Oberhand behalten will.
Gruß Peter Thiel
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Montag, 9. Januar 2006 23:46
An: männerberatung
Betreff: Re: orgasmusstörung
Hallo Peter,
vielen dank für die schnelle antwort. ich trau mich einfach, noch etwas zu fragen:
wenn ich ihre antwort richtig verstanden habe, denken sie das problem ist psychisch oder? so habe ich das noch nicht gesehen. mein körper tut denke ich ganz normal, ich bekomme ganz normal eine erektion und die hält auch, "er" hat mich da noch nie im stich gelassen. nur der orgasmus klappt einfach nicht, und das so lange ich zurückdenken kann.
ich habe immer gedacht, dass da etwas organisch nicht stimmt, aber kein arzt kann mir da helfen. aber kann das nicht wirklich sein, ich meine, ist das ausgeschlossen. die ärzte tun wirklich nichts und ich denke immer sie nehmen mich nicht ernst. sie schaun sich nur das glied an, sonst nichts, keine untersuchung. gibt es da wirklich keine untersuchung, die herausfindet, ob organisch alles in ordnung ist? wirklich keine?
ich denke ich "ticke" im kopf richtig, kann es sein, dass nur das eine nicht funktioniert? es war bei allen frauen so mit denen ich zusammen war, nur jetzt habe ich eine freundin, die mir viel wichtiger ist als die anderen und
sie denkt es liegt an ihr, dass es nicht richtig klappt.also wenn es wirklich keine untersuchung gibt, die das herausfindet und Sie sicher sind, dass es psychisch ist, dann wollen wir die therapie versuchen. aber das mit der untersuchung hätte ich wirklich gern noch gewusst.
vielen dank für ihre geduld mit mir...
ach ja, ich meine in erster linie die ejakulation, aber auch der orgasmus braucht ganz lange, viel länger als bei anderen mit denen ich geredet habe.
manchmal kommt er garnicht, aber die erektion hält ganz stabil, auch über die zeit, nur der höhepunkt kommt einfach ganz lange nicht oder garnicht.
ich hoffe, ich habe das richtig erklärt.
gruß ulf
Hallo ... ,
man kann das "psychisch" nennen. Natürlich ist es in einem gewissen Sinne auch organisch, denn der Orgasmusreflex etc. findet ja im Körper statt. Nur darf man das nicht so simpel wie der durchschnittliche Schulmediziner sehen, der darauf getrimmt ist, eine "Ursache" zu finden und wenn er meint diese gefunden zu haben, diese "Ursache" mit Medikamenten bekämpft.
In diesem Sinne gibt es also wohl nichts zu "untersuchen", sondern nur etwas zu verändern.
Sie sind vielleicht ein guter "Steher" und das ist ja auch eine Qualität (Marathonlauf) aber vielleicht weniger ein Genießer und Loslasser. Ich habe noch nie einen Marathonläufer getroffen, der bei seinem Lauf gleichzeitig ein Feinschmeckerlokal besucht hat und einen Orgasmus bekommen hätte.
Vielleicht machen Sie mal demnächst eine kleine Körperübung. Gehen Sie ins Schwimmbad und steigen auf den 3-Meter-Sprungturm. Dann gehen Sie bis zum Absprungrand des Turmes oder des Sprungbretts und fühlen wie es Ihnen dort geht. Wenn Sie bereit sind, gehen Sie einen Schritt nach vorn und lassen einfach los.
Wenn das nicht geht, weil Sie vielleicht Angst vor dem Absprung bekommen, gehen Sie bitte nicht zum Arzt, der untersuchen soll, ob bei Ihnen organisch alles in Ordnung ist. Der Arzt wird mit Sicherheit nichts finden, außer eine geduldige Krankenkasse, die alle möglichen sinnlosen Untersuchungen bezahlt.
Zum Schluss noch eine nette Geschichte.
Auf der Suche
Jemand beobachtete Nasrudin, wie dieser etwas auf dem Boden suchte.
"Was hast du verloren, Nasrudin", fragte er.
"Meine Schlüssel!", sagte der Mulla.
Beide lagen nun auf den Knien und suchten. Nach einer Weile fragte der andere "Wo hast du sie denn eigentlich verloren?"
"In meinem Hause."
"Aber warum suchst du ihn dann hier draußen?"
"Weil es hier heller ist."
aus: Idris Shah: Die fabelhaften Heldentaten des vollendeten Narren und Meisters Mulla Nasrudin
Gruß Peter Thiel
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Dienstag, 10. Januar 2006 23:38
An: männerberatung
Betreff: Re: orgasmusstörung
hallo .. ,
danke für die schnelle antwort. denke über all das was sie geschrieben haben erst mal nach. es ist toll einfach überhaupt mal eine antwort zu bekommen.
vielleicht könnte ich das alles besser verstehen, wenn ein arzt überhaupt mal eine richtige untersuchung gemacht hätte. ich weiss ja nicht einmal, ob es solche untersuchungen gibt. ich kam mir echt verarscht vor, es war nicht leicht dorthin zu gehen und zu sprechen und so schnell war ich wieder draußen, nicht nur mit viagra. weil sie das so verrückt fanden sage ich wies war. der erste arzt hat mir ein medikament cialis gegeben. das machte auch kopfschmerzen und hatte stundenlange wirkung, ich dachte die erektion hört
nie mehr auf und hatte schon angst. bin dann mit der packung, in der noch eine tablette war, zum zweiten arzt, der hat das cialis genommen und mír dafür viagra gegeben, meinte cialis wäre das falsche. aber bei viagra wars fast genauso. der dritte hat dann wenigstens untersucht, aber nur getastet und "alles" mit so einer feder bestrichen. er meinte dann das sieht gut aus, aber wie sollte sowas helfen, ich habs nicht kapiert. kein arzt hat mir einen zweiten termin gegeben, auch nicht wissen wollen ob mir die tabletten helfen.
aus ihrer antwort lese ich, dass es schon untersuchungen über den reflex gibt, die hat mir nie jemand erklärt. eigentlich wollte ich all die möglichen untersuchungen machen lassen, meine freundin meint jetzt ich solls besser lassen, sie meinen das ja wohl auch.
sie meint ich soll zum therapeut gehen, sie würde auch mitkommen. ich will das erst überlegen, aber ich denk ich tus auch wenn ich nicht weiss, was therapeuten da tun. kostet das viel geld? zahlt das die krankenkasse? ok es ist mir schon sehr wichtig dass es bei mir auch mal klappt und ich würde wohl auch selbst zahlen wenns nicht anders geht.
nun will ich aber nicht mehr nerven, aber ich merke das hilft mir wenn ich einfach einem der was davon versteht alles schreiben kann. vielleicht ein anfang... weil therapeuten reden ja wohl und was sie schreiben, ich habe alles ausgedruckt und immer wieder gelesen. erst dachte ich der nimmt das auch nicht ernst, aber dann hab ich ein bisschen kapiert, was sie vielleicht meinen, vor allem das ärzte nicht helfen können.
danke fürs lesen, wenn ich darf schreib ich mal wies weitergeht. meine freundin macht druck, dass ich schreiben soll, weil sie denkt, ich geh sonst nicht zum psychologen.
zum schluss noch ne kleine geschichte: ich bin lkw fahrer und ein arzt meinte da sei es kein wunder, dass es nicht klappt, weil auf dem "bock" rüttelt es ja immer so. das war der grösste schwachsinn denke ich, denn keiner meiner freunde hat so ein problem wie ich und ich hatte es ja schon bevor ich lkw fuhr. als ich das sagte meinte er, wenn sie nicht meinen rat hören wollen, warum sind sie dann gekommen? da war ich still aber das war bestimmt ein fehler...
nun nochmal danke fürs lesen, ich verpreche nicht gleich wieder zu schreiben
und sie mit meinen problemen zu nerven. wenn berlin nicht so weit wäre würde ich mal kommen und zahlen, echt danke!
gruß ...
Hallo ... ,
Sie schreiben: "vielleicht könnte ich das alles besser verstehen, wenn ein arzt überhaupt mal eine richtige untersuchung gemacht hätte."
Was soll der Arzt denn ihrer Meinung nach untersuchen? Sie sind doch kein kaputter Fernseher, wo man mal eben reinschaut, das kaputte Bauteil findet und dann austauscht.
"ich weiss ja nicht einmal, ob es solche untersuchungen gibt."
Untersuchen kann man alles mögliche, für Untersuchungen werden in unserem untersuchungssüchtigen Land jedes Jahr Millarden aus dem Fenster geworfen. Ob Untersuchungen und Geld aus dem Fenster werfen schon mal jemanden, der ein Problem hat genützt hat, da habe ich meine Zweifel. Mir ist jedenfalls keine Untersuchung bekannt, die dazu geführt hat, dass hinterher der Untersuchte einen Orgasmus bekommen hätte. Es sei denn der Untersucher wäre so so was von sexy, dass man als Untersuchter gar nicht anders kann als einen Orgasmus zu bekommen. Dazu brauch man aber nicht zum Arzt gehen zu lassen, dem ja auch gar keine sexuellen Aktivitäten mit seinem Patienten erlaubt sind, sondern da kann man sich in aller Ruhe mal von der Partnerin oder dem Partner "untersuchen" lassen.
Beste Grüße
Peter Thiel
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Sonntag, 30. Oktober 2005 23:07
An: info@maennerberatung.de
Betreff: kein orgsamus beim sex
hallo,
ich, 16, habe seit einiger zeit wieder eine feste freundin. nun ist es so, dass ich beim sex oder jeder anderen sexuellen handlung die sie an mir ausführt, nicht zu orgasmus komme. ich könnte stundenlang weitermachen. auch meine morgendlichen erektionen sind seit einiger zeit verschwunden. meine freundin sag, es störe sie nicht weiter, mich hingegen stört es durchaus. nun würde es mich interessieren was hinter diesem phänomen steckt (es ist auch nichts einmaliges, wir hatten bestimmt schon über 40mal sex)und wie ich es ändern kann, denn es stört schon ziemlich den geschlechtsverkehr unterbrechen zu müssen um mich selbst zum orgasmus zu bringen.
gruß
Hallo ... ,
hinter diesem Phänomen steckt wahrscheinlich ganz einfach, dass ihr Körper nicht das gleiche will wie ihr Kopf.
Sie haben daher mindestens zwei Lösungsmöglichkeiten.
1. Möglichkeit: Das Programm im Kopf "Ich will einen Orgasmus haben" löschen. Wenn Sie dann diesen Wunsch nicht mehr haben, kann es Sie auch nicht stören, wenn Sie keinen Orgasmus haben.
Das ist so ähnlich wie wenn ein Mensch unbedingt mal auf den Mond fliegen will, aber es sich wegen fehlender Millionen Euro nicht leisten kann als Privattourist mit einer russischen Rakete ins All zu starten. Hier hilft dann nur noch, den Wunsch aufzugeben, um wieder glücklich sein zu können.
2. Möglichkeit: Sie verändern ihr bisheriges Programm wie Sie und Ihre Partnerin bisher Sex machen. Wenn sie beide alles so lassen wie bisher wird sich vielleicht auch in zehn Jahren noch nichts geändert haben und Sie überlegen nach dem 4.000-ensten Mal sexuellen Kontaktes, warum Sie wohl noch immer nicht zum Orgasmus kommen.
Nutzen Sie die Chance der Veränderung. Langsamkeit ist paradoxerweise das Mittel der ersten Wahl, um ans Ziel zu kommen. Sie sind Ihr eigener und bester Experte.
Viel Spaß beim Ausprobieren.
Gruß Peter Thiel
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Freitag, 29. April 2005 21:30
An: info@maennerberatung.de
Betreff: Ejakulationsproblem beim Sex
Sehr geehrter Herr Thiel,
mit großer Erleichterung bin ich auf Ihre Seite gestoßen. Offenbar bietet das Internet zwar eine Fülle von Informationen, nicht aber in diesem Bereich.
Mein Problem ist folgendes:
Ich habe keinerlei Probleme bei der Masturbation zur Ejakulation zu kommen, auch mehrmals täglich. Allerdings ist es mir noch nie (!) gelungen, beim Sex (mit einer Frau) zur Ejakulation / Orgasmus zu kommen - auch nach mehr als 90min nicht. Nach ca. 50 Mal Sex kann ich mit einer gewissen Sicherheit behaupten, dass es keine einmalige Sache ist. Erschwerend kommt noch hinzu, dass ich kaum noch "natürliche" Erektionen habe - sprich ohne Hand anzulegen.
Meine relativ umfassende Webrecherche hat mich nur zu einem Stichwort geführt: Zwangsmasturbation.
Ich weiß nicht, ob Ihnen dieses Phänomen, auch neurotische Masturbation genannt, bekannt ist. Es wird davon ausgegangen, dass der Zwangsmastrubierer nur noch durch sich selbst zur Ejakulation gebracht werden kann.
Da ich relativ oft und gerne masturbiere, halte ich das für eine Möglichkeit und hoffe, dass Sie vielleicht mehr dazu und zu möglichen Therapiemöglichkeiten wissen.
Danke im Voraus.
Mit besten Grüßen
..., 23 Jahre
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von:
Gesendet: Dienstag, 26. April 2005 08:46
An: info@maennerberatung.de
Betreff: Orgasmus
Sehr geehrter Herr Thiel,
ich habe gehört, dass es Männer gibt, die mehrmals hintereinander zum Orgasmus kommen können. Ich würde das auch gerne mal erleben, aber beim Onanieren erreiche ich immer nur einen Orgasmus, danach bin ich nicht mehr erregt. Gibt es vielleicht Tipps und Tricks, wie man(n) mehrmals hintereinander zum Orgasmus kommen kann?
Hallo ...,
von wem haben sie denn gehört, "dass es Männer gibt, die mehrmals hintereinander zum Orgasmus kommen können"?
Die Erfahrungsberichte würden uns interessieren.
Natürlich kann der Mann auch mehrmals hintereinander zum Orgasmus kommen. Dabei dürfte aber immer jeweils eine gewisse Pause liegen. Diese Pause scheint wesentlich länger zu sein, als die Pause die bei kurz aufeinanderfolgenden Orgasmen der Frau zu finden ist.
Gönnen Sie sich also einfach eine Pause.
Gruß Peter Thiel
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von:
Gesendet: Freitag, 22. April 2005 10:32
An: info@maennerberatung.de
Betreff: Onlineberatung - Anfrage
Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Herr Thiel,
ich bin nach längerem Stöbern im Interent an Ihre Website gelangt. Ich würde gerne die angebotene Online-Beratung in Anspruch nehmen, in der Hoffnung, Sie können mir ein wenig weiter helfen.
Mein Verlobter (31 Jahre) eröffnete mir kürzlich ein Problem, das mich sehr verunsichert und mit dem ich besser umzugehen wüsste. Er gestand mir, er habe fast nie (im Schnitt 1 mal pro Jahr!!) einen Orgasmus, meist ist das Gefühl bei der Ejakulation schwach oder gar nicht vorhanden. Bis zu seinem 21. Lebensjahr und bei seiner ersten Freundin hatte er wohl noch regelmäßig und immer einen Orgasmus beim Sex, danach nur noch selten oder gar nicht (ich bin seine 5. Partnerin). Mein Freund hat aber offensichtlich trotzdem Spaß am Sex, ist eben manchmal frustriert das das Hochgefühl zum Schluss ausbleibt. Er meinte das liegt nicht an mir, ich würde alles richtig machen, bei mir hätte er immerhin schon den ein oder anderen Orgasmus gehabt, das wäre halt sein Problem und nach einigen Jahren würde er mittlerweile das Problem nüchtern betrachten und hätte sich mehr oder minder damit abgefunden. Für mich ist es schon problematisch, das Gefühl zu haben, meinen Partner nicht völlig befriedigen zu können und gelegentlich kommen mir Gedanken wie vlt. ist er ja schwul oder steht auf was perverses oder hat unerfüllbare Phantansien, obwohl er das relativ überzeugend abstreitet...
Im Netz hab ich sehr wenig darüber gefunden, nur dass das wohl eine sekundäre Anorgasmie ist, eher selten vorkommt und die Entkopplung von Orgasmus und Erektion verschiedene Ursachen haben kann wie seelische Einflüsse, antrainiertes Verhalten, Medikamente o.ä. Schlussfolgere ich also richtig, wenn ich verstehe dass das keine organischen Ursachen haben kann, es tatsächlich nicht an mir liegt, eher eine Sache im "Kopf" des Mannes ist und ich es einfach so akzeptieren muss?
Für eine Antwort wäre ich Ihnen wirklich sehr dankbar.
Mit freundlichen Grüßen
...
Hallo ...,
wenn Ihr Freund Spaß am Sex hat, wo ist das das Problem?
Was heißt denn "Für mich ist es schon problematisch, das Gefühl zu haben, meinen Partner nicht völlig befriedigen zu können"?
Was ist den "völlig befriedigen"? Es gibt kein Meßinstrument mit dem man Befriedigung messen könnte und auch keine Eichskale wo man ablesen kann, wie weit man an die 100 Prozent "völliger Befriedigung" herangekommen wäre.
Lassen sie sich nicht von kursierenden Mythen verwirren, wie ein Orgasmus zu sein hätte. Genießen Sie das Zusammensein mit Ihrem Freund. Probieren Sie sich spielerisch aus. Leistungsdruck ist der Todfeind von guten Sex. Wer Leistungssport machen will kann sich ja beim Marathonlauf anmelden.
Gruß Peter Thiel
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von:
Gesendet: Sonntag, 9. Mai 2004 16:57
An: info@maennerberatung.de
Betreff: frage
ich, weiblich, 40 , erlebe sehr selten einen orgasmus. eigentlich nur, wenn ich die beine nicht spreize, sondern eng beieinander habe und ich oben auf bin, sodaß ich bestimmen kann, wie heftig der rythmus ist.
bin ich irgendwie verkehrt ?
sexuelle lust bekomme ich zum beispiel, wenn ich ein porno sehe, ist das normal ?
danke
Hallo ... ,
was heißt hier schon "verkehrt"? In England fahren die Autos alle im Linksverkehr und in Bulgarien schüttelt man den Kopf, wenn man "Ja" sagt.
Verkehrt oder nicht verkehrt ist vielleicht gar nicht so wichtig. Wichtig scheint mir zu sein, ob sie sich wohl fühlen und wenn ja ist das doch gut. Es gibt so viele Männer und Frauen, die machen "normalen" Sex und fühlen sich dabei äußerst unwohl.
Möglicherweise sind Sie eine Bestimmerin und wollen den Mann nicht das Kommando übergeben. Wenn das für Sie und Ihren Partner o.k. ist, wen sollte das weiter stören?
Wenn Sie beim Anschauen eines Pornos sexuelle Lust bekommen, so halte ich das für völlig o.k., sie sprechen offenbar auf bestimmte Schlüsselreize an. Wenn dann der Pornofilm auch noch ein bißchen künstlerisch gemacht ist, kann man ihnen nur bei der gelungenen Auswahl aus dem allgemeinen Pornoramsch gratulieren.
Gruß Peter Thiel
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Freitag, 25. Juli 2003 12:09
An: webmaster@maennerberatung.de
Betreff: fehlende Ejakulation
Hi,
ich,m.37 habe ein ziemliches Problem.Besser gesagt,meine Frau.Immer öfter passiert es,das ich beim Sex nicht zum Orgasmus komme,trotz ordentlicher! Erektion.Ich könnte stundenlang den Akt ausführen,bekomme aber keinen Höhepunkt.Meine Frau leidet sehr darunter,obwohl ich auch ohne Ejakulation meinen Spass habe.
Unsere Beziehung ist seit der Geburt unserer Tochter vor 9 Monaten leider eingeschlafen.Es kommt immer öfter zu Spannungen.Das könnte ein Grund sein.Ich liebe meine Frau über alles.Was kann ich tun,um wieder zu ejakulieren?Irgendwas muß man(n) doch machen können.
Bitte um Hilfe
Vielen Dank
Hallo liebe Männerberatung,
Ich weiß leider nicht, wie ich es knapper schreiben kann:
Mein Mann hatte mit 36 Jahren, als ich ihn kennen lernte, noch nie einen Orgasmus beim Koitus mit seiner langjährigen Partnerin. Anfangs unserer Beziehung war es ebenso, die Erregung hielt an bis kurz vorher und dann war's vorbei und klappte dann sehr zügig mit anderer Stimulation. Ich genieße es sehr, mich mit einem Mann "zu vereinigen" und mir hat das Kummer bereitet. Nach einigen Wochen hat sich das geändert und er kam relativ häufig zu einem Orgasmus.
Schnell folgte in unserer Beziehung Schwangerschaft (gewünscht), Hochzeit, Geburt des 1. Kindes und parallel dazu weniger Lust bei mir, weniger Höhepunkte bei ihm - Zusammenhänge sind für mich hier nicht eindeutig. Die geplante (wegen das Ablaufs des Erziehungsurlaubs) Zeugung des 2. Kindes war für ihn schon mehr mit Mühe als mit Lust verbunden, was mich frustrierte. Unser Sexleben war jetzt eh dürftig, ich hatte wenig Lust, er gab sich wenig Mühe, mich umzustimmen *grins* - also nicht untypische kleine-Kinder-junge-Ehe-Flaute.
Der nächste Orgasmus 3 Jahre später war das dritte Kind. Unser Sexualleben war die nächsten Jahre kaum existent, wenn hatte mein Mann große Mühe, überhaupt noch ein bißchen mit mir schlafen zu können und mir war die Abfolge "Erst befriedige ich dich, dann du mich" zunehmend unangenehm, so dass ich diese Situationen mied. Nachdem er dann nur noch durch eigenes Handanlegen zum Orgasmus kam, sagte ich ihm, lieber gar nicht mehr als so, und dabei blieb es. Wir haben in diesen Jahren nicht reden können.
Durch diesen Abstand sind wir langsam besser ausgekommen. Ich empfand zunehmend immer mehr Bedauern, das unser Leben gut ist, nur bis auf diesen wichtigen Bereich nicht; bis ich fast zu platzen anfing *grins*. Wir versuchen jetzt einen "Neustart" und es läuft verblüffen gut. Wir können über fast alles reden, über unserer Wünsche, Sexfilme im Internet, seine Impotenz, die Zeit die wir uns lassen wollen - ich habe ein gutes Gefühl - tabu ist nur das Thema oben.
Noch ein Hinweis: Mein Mann masturbiert regelmäßig (täglich?) und hat da keine Schwierigkeiten, schnell und zuverlässig zu kommen.
Ich habe zwei Wünsche
1. Das Koitus-ohne-Orgasmus-Problem nicht wieder so dominant wird ( nur für mich?)
2. Dass ich in meinen Leben auf dieses wunderbare Glücksbringergefühl der gegenseitigen Hingabe nicht verzichten muss (ein bißchen kitschig ausgedrückt)
An euch habe ich folgende Fragen:
1. Könnt ihr mir helfen, mein Problem überhaupt einzuordnen?
2. Welche Ursachen kann es haben (wenn ich versteckte Homosexualität, andere Fantasien oder Vorlieben ausschließen kann)?
3. Was kann ich tun, wohin kann ich mich wenden?
Vielen Dank für eure Mühe,
eine hilfesuchende ...
9.4.2003
Noch eine kleine Ergänzung: Schmusen und so läuft prima, nur mit Erregung seinerseits ist erstmal nichts (er mag auch keine Versuche, sagt das aber nur indirekt: "Schön, wenn man so beieinander sein kann, ohne Druck und Erwartung")
Warte neugierig auf Ihre Antwort!
...
10.4.2003
Hallo ... ,
da Ihr Mann keine Probleme mit seiner Erektion bei der Masturbation hat, können körperliche Gründe sicher ausgeschlossen werden.
Ihr gemeinsames Problem "Impotenz" war aber früher offenbar nicht da. Sie hatten nach Ihren Angaben eine Zeit mit gutem Sex miteinander. Vielleicht führen sie beide seit der Geburt ihres 1. Kindes einen versteckten Machtkampf miteinander und setzen dabei die Waffe Sexualität ein?
Sie sprechen von der "der gegenseitigen Hingabe". Offenbar hat Ihr Mann damit ein Problem, er kann sich Ihnen nicht hingeben. Vielleicht geht Ihnen das aber auch so, dass Sie sich ihrem Mann nicht hingeben können. Oder ist das anders, haben Sie Lust auf Ihren Mann, nur er nicht auf Sie?
Sie schreiben:
Ich habe zwei Wünsche
> 1. Das Koitus-ohne-Orgasmus-Problem nicht wieder so dominant wird
> ( nur für
> mich?)
Ich habe das so verstanden, dass sie derzeit gar keinen Koitus miteinander haben, geschweige denn einen Orgasmus.
Andererseits können sie beide wahrscheinlich einen Orgasmus haben, aber nur durch Masturbation und damit sind Sie nicht so sonderlich glücklich, was auf die Dauer gut zu verstehen ist.
> 2. Das ich in meinen Leben auf dieses wunderbare Glücksbringergefühl der
> gegenseitgen Hingabe
> nicht verzichten muss
Das müssen Sie mit Sicherheit nicht, vorausgesetzt, Sie ändern Ihre Beziehung in der Weise, dass guter Sex wieder möglich wird. Wenn das in ihrer gemeinsamen Paarkonstellation, auf welchem Weg auch immer, nicht erreicht wird, bleibt Ihnen nur noch übrig:
1. eine Pause einzulegen und Ihren Mann so lange in Ruhe zu lassen, bis dieser vielleicht wieder soviel sexuelles Interesse an Ihnen gewinnt, das er sich an Sie "ranmacht".
Wenn Sie darauf nicht warten wollen,
2. sich einen Liebhaber zu suchen (machen Tausende von Frauen und Männern)
oder
3. sich resignierend in Ihr vermeintliches Schicksal zu fügen und auf Dauer auf guten Sex zu verzichten (machen Hunderttausende von Frauen und Männern). Fände ich ein wenig schade. Sie sicher auch.
> An euch habe ich folgende Fragen:
> 1. Könnt ihr mir helfen, mein Problem überhaupt einzuordnen?
Helfen können wir, Garantien können wir nicht geben.
Problemvermutung: Beziehungskonflikt verknüpft mit einem Machtkampf. Fehlende oder diffuse Grenziehungen zwischen Ihnen und Ihrem Mann.
> 2. Welche Ursachen kann es haben (wenn ich versteckte
> Homosexualität, andere Fantasien oder Vorlieben ausschließen kann)?"
Welche Ursachen ihr gemeinsamer Konflikt hat ist relativ unwichtig. Ursachen gibt es vielleicht Hunderte, und wenn Sie die alle kennen, sind Sie noch keinen Schritt weiter. Die Frage ist aber, wie kommen sie weiter, sprich, wie kommen sie zu einem erfüllten Sexualleben? Dies wird gelingen, wenn deutlich wird, um welches Thema sich ihr Konflikt rankt und was sie anstelle der seit Jahren vergebelich unternommenen Lösungsversuche, die auf dem sexuellen Gebiet zur relativen bis absoluten Flaute geführt haben, setzen.
Übrigens, Homosexualität ist erst einmal etwas völlig natürliches. Jede Frau und jeder Mann ist auch homosexuell. Aber die wenigsten leben diesen Teil ihres Selbst. Das muss auch nicht sein, man kann sicher auch ohne gelebte Homosexualität glücklich sein. So wie nicht jeder an die Niagarafälle fahren muss, ohne dass er deswegen unglücklich sein muss. Die Alpen sind ja auch schön.
Jeder Mann und jede Frau ist aber auch heterosexuell, wahrscheinlich auch in erster Linie. Die Heterosexualität ist evolutionsbiologisch unabdingbar, sonst wäre die Menschheit schon ausgestorben. Auch Schwule und Lesben haben ein heterosexuelles Potential, das sie aber, nach meiner Ansicht, nicht leben, weil dahinter ein für sie massiver Beziehungskonflikt verborgen ist. Es ist dann viel einfacher zu sagen, "ich bin eben schwul/lesbisch" und das durch "wissenschaftliche" Argumente zu untermauern. Wie gesagt, es ist völlig o.k. wenn ein Mann oder eine Frau ausschließlich homosexuell lebt, er oder sie braucht sich dafür nicht zu entschuldigen und pseudowissenschaftliche Theorien zu bemühen
Fantasien und Vorlieben sind häufig auch "normal" und daher "gut". Problematisch wird es nur dann, wenn diese, die Beziehung "killen", es also nicht mehr um mich und meine Partnerin geht, sondern um "die Fantasie", "die Vorliebe" oder "den Fetisch". Also letztlich um eine Flucht aus der Beziehung.
Und damit kommen wir zur Lösung. Wenn Sie wieder guten Sex haben wollen, dann klären Sie mit Ihrem Mann ihre gemeinsame Beziehung. Das dauert gewöhnlich seine Zeit. Probieren Sie aber nicht die ausgetretenen Wege, die Sie schon gegangen sind und auf denen Sie nichts außer einer Verfestigung des Problems erreicht haben.
Nun als Hausaufgabe ein vielleicht etwas ungewöhnlicher Vorschlag. Wenn sie das nächste mal wieder gemeinsam im Bett liegen, fragen Sie Ihren Mann, ob er etwas dagegen hat, dass Sie sich selbst in seinem Beisein masturbieren. Denn er hat ja offensichtlich kein sexuelles Interesse an Ihnen und so tun Sie es für sich selbst. Wenn er Ihnen sagt, dass er nichts dagegen hat, dann tun sie es und schaun einmal, wie es Ihnen dabei geht.
Ich wünsch Ihnen gutes Gelingen.
Peter Thiel
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Dienstag, 18. März 2003 15:24
An: webmaster@maennerberatung.de
Betreff: Ejakulation zu spät oder garnicht?
Sehr geehrte Damen und Herren,
lange habe ich gesurvt und habe 1000sende von Tips gelesen,wie die vorzeitige Ejakulation in den Griff zu bekommen ist. Bei mir ist jedoch das Gegenteil der Fall. Ich brauche recht lange bis dahin und manchmal muss ich aufgrund von Erschöpfung die sexuelle Betätigung abbrechen. Die Partnerin ist mehr als befriedigt, mir geht es grundsätzlich auch nicht schlecht, jedoch bleibt oft das Gefühl nicht befriedigt zu sein ?
Was evtl. noch interessiert, beim Akt, sowie bei der Selbstbefriedigung muss ich meine Beine übereinander geschlagen haben, damit ich ejakulieren kann?
Jetzt hoffe ich, dass Sie mir helfen können und warte gespannt.
Gruss