Orgasmus

 

 

 

 

 

Der Inhalt dieser Seite unterliegt dem Urheberrecht. Jede Verwendung außerhalb der Grenzen des Urheberrechts bedarf der vorherigen Zustimmung des Autors. Auszugsweise Zitierungen sind mit Hinweis auf die Fundstelle und den Autor gestattet.

Peter Thiel - Systemischer Berater und Therapeut (DGSF

Stand 27.12.2013

 

 

 

 

 

 

Schlüsselwörter:

Anorgasmie, Auflösung, ausbleibender Orgasmus, Auseinanderfallen, Desensibilisierung, Ejakulation, Ekstase, Erektion, G-Punkt, Hingabe, Kavaliersschmerzen, Klimax, Klitoris, Kontrolle, Leistung, Macht, Orgasmus, Orgasmusangst, Penis, Sensibilisierung, Spasmen, Spasmus, Spontanität, Trance, Vagina, Verschmelzung, Zuckungen

 

 

 

 

Lady Chatterley

"Auch seinen Körper hatte er vorn entblößt, und sie fühlte seinen nackten Leib, als er zu ihr kam. Einen Augenblick lang war er ruhig in ihr, geschwellt und bebend. Dann, als er begann sich zu bewegen, im jähen hilflosen Orgasmus, wellten neue, seltsame Schauer in ihr auf. Wellten wellend, wellend wie flatterndes Übereinanderzüngeln sanfter Flammen, sanft wie Federn, liefen aus in hellleuchtenden Spitzen, herrlich süß, und alles in ihr schmolz, zerfloss. wie Glocken war es, die schwangen, immer höher schwangen, empor zum Gipfel. Sie lag da, war sich der wilden kleinen Schreie nicht bewusst, die sie am Schluss ausstieß. ..."

D.H. Lawrence: Lady Chatterley

 

 

 

 

 

Als ich im weißen Krankenzimmer der Charitè

Aufwachte gegen Morgen zu

Und die Amsel hörte, wußte ich 

Es besser. Schon seit geraumer Zeit

Hatte ich keine Todesfurcht mehr. Da ja nichts

Mir je fehlen kann, vorausgesetzt

Ich selber fehle. Jetzt 

Gelang es mir, mich zu freuen

Alles Amselgesang nach mir auch.

 

Bertolt Brecht

 

 

 

 

Was hat das Gedicht von Bertolt Brecht über Tod und Todesfurcht mit dem Thema Orgasmus zu tun? Der Orgasmus, sagt man, ist ein kleiner Tod, die Franzosen sagen petit mort, und so kann man annehmen, dass beim physischen Tod und beim Orgasmus eine ähnliche Thematik angesprochen ist. Es geht um loslassen, Kontrolle abgeben, Anvertrauen und Hingabe an das was passiert und ein Stück weit nicht zu beeinflussen ist. So wie ich beim Sterben nichts aus dieser Welt in die andere Welt mitnehmen kann, keine Reichtümer, keine Titel und keine Goldmedaillen, so gibt es auch im Orgasmus nichts an dem ich mich festhalten kann. Im Orgasmus sind alle gleich könnte man in Abwandlung des Spruches "Im Tode sind alle gleich" sagen, der erfolgreiche Manager genau so wie der Bundesverteidigungsminister und der Taxifahrer. Und wer in der Leistungsgesellschaft erfolgreich ist, ist vielleicht dazu umgekehrt im orgastischen Erleben gehandicapt.

So wie die Angst vor dem Tod, gibt es bei Männern und Frauen offenbar auch oft eine ausgeprägte Angst vor dem Orgasmus. Kein Wunder, dass für viele Männer und Frauen das Thema Orgasmus ein ausgesprochen schwieriges Thema ist.  Dies steht im umgekehrten Verhältnis zu dem öffentlich zum Thema Orgasmus in Szene gesetzten Interesse. Und da Mann und Frau bei so viel öffentlich inszenierter Orgasmuseuphorie nicht abseits stehen wollen, kommt es wohl nicht selten zum ein- oder gegenseitigen Vortäuschen eines Orgasmus. 

 

Viele Männer glauben, eine Erektion und eine Ejakulation hätten etwas mit Orgasmus zu tun. In so fern haben Männer es vielleicht leichter als Frauen, denen es vielleicht schwerer fällt, Potenz in Szene zu setzen. Doch Erektion und Ejakulation sind nicht identisch mit Orgasmus, wenngleich beide mit einem Orgasmus verbunden sein können.

Der männliche Orgasmus kann auch völlig ohne Erektion und Ejakulation eintreten. Und umgekehrt kann es auch sein, dass Erektion und Ejakulation ohne orgastisches Erleben verlaufen.

 

Auch wenn Männer deutlich sichtbare Erektion und Ejakulation als Potenzattribute auffahren können und daher vermeintlich besser da stehen als Frauen, sind Männer jedoch wohl viel gefährdeter als Frauen als "impotent" entlarvt zu werden, wenn sich beim Mann Erektion und Ejakulation nur mangelhaft oder gar nicht einstellen. Dann scheint es so, als ob eine "frigide" Frau (man sollte vielleicht besser von einem frigiden Paar sprechen, denn die Frigidität ist eine gemeinsame Inszenierung von Frau und Mann)  im Vorteil ist, denn "ihre" Frigidität ist nicht so leicht sichtbar, wie die beim Mann. 

 

 

 

Der Heilige Mensch beharrt im Wirken des Nicht-Tun.

Wandeln, nicht Rede ist seine Lehre.

Alle Wesen treten hervor und er entzieht sich ihnen nicht.

Er erzeugt und besitzt nicht,

Er wirkt und gibt nichts darauf,

Ist verdienstliches vollendet, besteht er nicht darauf.

»Weil er nicht darauf besteht,

Darum es ihm nicht entgeht«.

 

Tao te king, Buch 1, Kap. 2, Laotse

 

 

 

Was haben die Gedanken des Laotse, der 300-400 Jahre vor Beginn der westlichen Zeitrechnung in China gelebt haben soll und der als Begründer des Taoismus gilt, dessen Lehre in der Aphorismensammlung des Tao Te King niedergelegt ist, mit dem Orgasmus zu tun?

Orgasmus bedeutet tendenzielle Auflösung, Ekstase, Irrationalität, Verschmelzung, Einssein - und damit Aufgabe der Individualität. Dies steht zu unserer modernen Zeit, die der Rationalität, dem Logischen und der Vernunft erste Priorität einräumt in konträren Gegensatz. Von daher ist es kein Wunder, dass der Orgasmus mehr ein Mythos als eine wundervoll gelebte Realität zu sein scheint. Die durchschnittliche Ejakulation eines Mannes, die oft mit dem Orgasmus gleichgesetzt wird, kann man mit einem Erdbeben der Stärke 1 auf der zehnstufigen Richterskala vergleichen. Das braucht man nicht gering schätzen, denn besser ein leiches Erdbeben als überhaupt kein Erdbeben, aber ein Orgasmus der Stärke 5 oder gar 9, den viele Männer wohl noch nie erlebt haben,  ist doch wesentlich eindrucksvoller.

 

Sogenannte "Störungen" der Orgasmusfähigkeit sind weit verbreitet. Sehr oft auch die Fälle, in denen Mann oder Frau nur unter bestimmten eingegrenzten Voraussetzungen zum Orgasmus gelangt. So gelangen viele Frauen in der Missionarsstellung nicht zum Orgasmus. Eine Reihe von Männer gelangen zwar durch Masturbation zur Ejakulation und Orgasmus, nicht aber im direkten Kontakt mit einer Frau. In einen Teil der Fälle gibt es dafür "psychische" Gründe, die durch geeignete "psychotherapeutische" Interventionen aufhebbar sind. In einem Teil der Fälle scheint es allerdings wohl auch so zu sein, dass gehirnorganische Gründe dafür verantwortlich sind, die durch "psychotherapeutische" oder andere Interventionen nicht behoben werden können und man sich daher vermutlich damit arrangieren muss. So beschreiben Ornstein und Thompson in ihrem Buch "Unser Gehirn: das lebendige Labyrinth" den Fall eines Jungen bei dem in der 1. Klasse bei seinem rechten Auge normale und bei seinem linken Auge stark beeinträchtigte Sehfähigkeit festgestellt wurde. Bei einer folgenden Untersuchung wurde festgestellt, dass das linke Auge ebenso wie das rechte völlig gesund war und er dennoch mit dem rechten Auge eine stark beeinträchtigte Sehfähigkeit hatte. Dies war - so Ornstein und Thompson - darauf zurückzuführen, dass der Junge im Alter von zwei Jahren für eine Woche eine Augenbinde tragen musste, die zu einer irreversiblen "Fehlprogrammierung" der Nervenfasern und Nervenzellen (Neuronen) im Gehirn führte. 

 

Robert E. Ornstein, Richard F. Thompson: Unser Gehirn: das lebendige Labyrinth. Verlag: Rowohlt 1986

 

In analoger Weise scheint es denkbar, dass "Störungen" der Orgasmusfähigkeit aus ähnlichen Entwicklungen resultieren und somit nicht "therapierbar" sind. Bei einem gehörlosen oder blinden Menschen leuchtet uns das in aller Regel ein. Bei einem Menschen mit Ausfall bestimmter sexueller Fähigkeiten, wird dies in aller Regel für behebbar erklärt, mit der Folge, dass die Betroffenen resignieren oder die Schuld bei sich suchen, weil keine der vielen vorgeschlagenen Interventionen zum Erfolg führt.

 

 

 

 

 

Anorgasmie - Orgasmusausfall

 

Man unterscheidet:

1. Orgasmusfähigkeit, die Fähigkeit, die spastischen Körperkontraktionen des Orgasmus beim Geschlechtsverkehr zu erleben;

2. Lustempfindung, die Fähigkeit, beim Orgasmus Lust zu empfinden;

3. Befriedigung, die Fähigkeit, durch Orgasmuslust zur Detumeszenz (Zurückfließen des Blutes nach einer Erektion) zu gelangen.

 

Anorgasmie bezieht sich nur auf den Ausfall der ersten dieser drei Fähigkeiten, schließt aber oft den Ausfall der zweiten, selten dagegen der dritten Fähigkeit ein.

 

 

 

 

 

 

Frigidität

 

Frigidität - (lat. frigidus kühl, kalt) veraltete Bezeichnung für eine (abwertend) als "Geschlechtskälte" beschriebene sexuelle Funktionsstörung der Frau; heute neutraler und präziser bezeichnet als Orgasmusstörungen (Anorgasmie) oder (psychogen) reduzierte Libido (Alibinie)

Bei Männern spricht man auch von:

- fehlender sexuelle Appetenz (keine Lust)

- erektile Impotenz (keine Fähigkeit, einen steifen Penis zu bekommen),

- Anorgasmie (keinen Orgasmus bekommen).

 

Alibinie - bei beiden Geschlechtern vorkommendes chronisches Fehlen sexuellen Interesses und sexueller Bedürfnisse und Wünsche. Beim Mann manifestiert sich Alibinie in der Regel als Erektionsstörung, bei der Frau gegebenenfalls als Vaginismus, bei beiden Geschlechtern als Anorgasmie

 

 

Nun sind Sie vielleicht noch immer nicht schlauer, wenn sie diese Definitionen aus dem "Pschyrembel. Klinisches Wörterbuch" gelesen haben. Für Lustlosigkeit und Bedürfnislosigkeit hinsichtlich sexueller Betätigungen sind die verschiedensten Ursachen denkbar. Möglich sind körperliche Ursachen, Desinteresse am Partner/Partnerin, Partnerschaftsprobleme, sexualfeindliche Erziehung in der Herkunftsfamilie, sexueller Missbrauch (auch von Jungen) in der Kindheit, schwere persönliche Krisen, z.B. Verlust eines nahen Angehörigen, übermäßiger Stress und anderes.

Vorübergehende Lustlosigkeit ist völlig normal. Wenn Sie gerade mit Ihrer Partnerin gestritten haben, werden Sie im allgemeinen nicht gleich mit ihr ein erfülltes Sexualleben haben. Ist die Lustlosigkeit dagegen andauernd können Sie einzeln und zu zweit überlegen, welche Gründe es dafür geben kann und ob sie Veränderungen in Gang bringen wollen.

 

Wenn rein körperliche Ursachen ausgeschlossen werden können, kann eine professionelle Paarberatung oder Einzelberatung eine gute Unterstützung darstellen. 

 

 

 

 

 

Literatur

Robert E. Ornstein, Richard F. Thompson: Unser Gehirn: das lebendige Labyrinth. Verlag: Rowohlt 1986

Wilhelm Reich: "Die Funktion des Orgasmus. Sexualökonomische Grundprobleme der biologischen Energie", Kiepenheuer & Witsch, 1969, 1987, 7. Auflage 2000

 

 

 

 

 

 

Anfragen und Mitteilungen zum Thema

Unsere E-Mail Beratung ist kostenfrei für die erste von Ihnen an uns gesendete E-Mail und unsere darauffolgende Rückmeldung, bzw. unsere Antwort auf Ihre Fragen. Für eventuelle weitere Korrespondenz, in der wir ausführlicher als in unserer ersten Rückmeldung auf Ihre Fragen eingehen können, kostet je E-Mail 20 €.

Bitte beschränken Sie sich bei Ihren Anfragen auf maximal 40 Zeilen. Wird die Zeilenzahl von 40 Zeilen überschritten, beantworten wir Ihre Mail in der Regel nur nach Vorabüberweisung von 20 €.

Kontakt: info@maennerberatung.de

 

Die auf Ihre Anfragen gegebenen Antworten stellen nicht "die Wahrheit" darüber dar, "wie es wirklich ist", sondern sind eine subjektive Ansicht oder Meinung zu diesem Thema. 

Wegen der Vielzahl der uns per Mail erreichenden Anfragen bitten wir Sie um Verständnis, falls Sie nicht sofort eine Antwort von uns erhalten. 

In dringenden Fällen empfehlen wir Ihnen eine zeitnahe telefonische oder persönliche Beratung. Geeignete Beratungsstellen und Berater finden Sie in Wohnortnähe oder auch über das Internet.

Bei Interesse können Sie bei uns eine Einzelberatung, Paarberatung oder telefonische Beratung vereinbaren. Zeitdauer und Kosten nach vorheriger Absprache.

Falls Sie eine persönliche oder telefonische Beratung wünschen, finden Sie nähere Informationen hier.

 

Nachfolgend können Sie ausgewählte Anfragen an uns und unsere Antworten darauf einsehen. Die persönlichen Angaben (Namen, Alter, Orte, etc.) der Absender und anderer beschriebener Personen wurden teilweise verfremdet, um die Anonymität der betreffenden Personen zu wahren.

 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Freitag, 27. Dezember 2013 11:54

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Ejakulation ohne richtigen Orgasmus

Ich bin 21 und habe folgendes Problem:

Ich habe ständig einen erigierten Penis, in den unsexuellsten Situationen.

Außerdem komme ich sehr schnell (nach maximal 7 Minuten ungefähr) und dann kommt nur Ejakulat und ich habe keinen richtigen Orgasmus. Bis jetzt habe ich nur einmal einen Kräftigen Orgasmus bei der SB erlebt, das war so ca mit 16.

Das Ejakulat ist auch von einer eher dickflüssigen Konsistenz, zieht wie solche Gelee-Fäden und läuft eher langsam heraus.

Nach der Ejakulation schwillt der Penis dann ganz langsam ab (5 bis 10 Minuten), als ob ich nicht gekommen wäre und steif ist er Steinhart.

 

Meine Fragen sind nun was davon normal oder bedenklich ist? Und besonders wie endlich wieder einen richtigen Orgasmus erleben kann.

Falls sie noch Infos brauchen dann schreiben sie mir einfach.

 

Mit hoffnungsvollen Grüßen

...

 

 

Hallo Herr ...,

 

 

falls es sich um einen Fall von Priapismus handelt, sollten Sie einen Männerarzt aufsuchen. 

http://de.wikipedia.org/wiki/Priapismus

 

Ansonsten würde ich meinen, dass das, was Sie beschreiben im normalen Bereich eines jungen Mannes von 21 Jahren liegt. Sexuelle Energie ohne Ende, aber offenbar kein geeignetes Feld, um diese auch zu leben, kurz um die übliche Misere eines jugendlichen Mannes.

Was halten Sie davon, wenn sich eine passende Sexualpartnerin zu suchen?

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Peter Thiel

 

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Sonntag, 19. Februar 2012 16:35

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Keine Ejakulation

Guten Tag.

Ich habe folgendes Problem. Ich bin in einer glücklichen Beziehung. Leider bekomme ich keinen Orgasmus, wenn ich Sex mit meiner Freundin habe. Egal ob sie mich mit der Hand oder dem Mund befriedigt. Selbst wenn ich es mir mit der Hand mache, passiert nichts. Ich komme nur, wenn ich ich auf der Seite liege und meinen Penis mit der Hand am Bein reibe, dann geht dies ziemlich schnell. Ich hoffe sie mir helfen.

Ich bin 37 Jahre alt. Gesund und ziemlich sportlich

Ich freue mich auf ihre Antwort.

 

 

 

Hallo Herr ...,

offenbar sind Sie auf die eine Position (Seitenlage) konditioniert. Ich würde vorschlagen, Ihre Freundin masturbiert Sie beim nächsten mal genau in dieser Position, also reiben Ihres Penis an Ihrem Bein. Das müsste dann klapppen, meine ich.

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Dienstag, 4. Juni 2013 09:42

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Anfrage

Hallo,

ich bin 64 Jahre alt und hatte 10 Jahre keinen Sex mit meiner Frau.

In den ersten Jahren habe ich mich selbst befriedigt, was mir aber nach ein, zwei Jahren keinen Spaß mehr machte.

Nun habe ich, seit zwei Jahre, eine neue Frau und komme fast kaum noch zum Orgasmus und zur keiner Ejakulation.

Alle körperlichen Anzeichen kommen, wie Pulssteigerung usw. aber wenn ich spüre das es zur Ejakulation kommen will, ist alles schlagartig weg. Gesteigerter Puls, mattes Gefühl wie früher nach einem Orgasmus, aber der Orgasmus und die Ejakulation kommt nicht durch und die Lust auf Sex ist sofort weg.

Das ist nicht immer der Fall, nach 10 bis 20 Minuten Selbstbefriedigung, vor meiner Partnerin, kommt es ab und zu zum Orgasmus mit einer gewaltigen Ejakulation, auch nachts ist die Erektion noch so wie in jungen Jahren, tagsüber schwächelt er.

Ich hoffe, dass ich mich verständlich ausgedrückt habe und bedanke mich im voraus für eine Antwort von ihnen.

Lieber Gruß ...

 

 

 

Hallo Herr ...,

Verständlich haben Sie sich ausgedrückt. Aber was ist Ihr Anliegen oder Ihre Frage?

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Dienstag, 4. Juni 2013 11:52

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Re: Anfrage

Danke für ihre Antwort,

Meine Fragen müsste eigentlich in den Zeilen erkenntlich gewesen sein.

Warum bricht der Orgasmus bei mir ab, bevor er überhaupt kommt bzw. warum komme ich, wenn überhaupt, nur noch verzögert zum Orgasmus.

Was ist das für ein Phänomen.

Gruß ...

 

 

 

 

Hallo Herr ...,

 

erkennen kann man viel, ich bin aber kein Hellseher.

 

Der Orgasmus bricht nicht ab, abbrechen kann nur etwas, was schon in Gang ist.

 

Die Verzögerung ist erklärlich, es gibt einfach zu viele Widerstände, als dass es zu einem entspannenden Orgasmus kommt. Die Hindernisse könnten Sie sich mal anschauen.

Gegebenenfalls ziehen Sie da einen guten Berater hinzu.

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 


 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Montag, 27. Mai 2013 21:17

An: info@maennerberatung.de

Betreff:

Sehr geehrter Herr Thiel,

ich schreibe Ihnen als Mann, doch geht es nicht nur um mich, sondern um meine Freundin. Sie ist 32 Jahre alt, wir sind seit 5 Jahren zusammen und haben großes Vertrauen zueinander.

Das `Problem` ist, sie kommt nur durch eine bestimmte Anspannung der Bauchmuskeln zum Orgasmus, was zu Erreichen fast einer schwierigen sportlichen Übung, ähnlich sit-ups, gleicht. Es ist ihr nicht möglich, sich auf `herkömmliche`Weise selbst zu befriedigen bzw. sich zum Orgasmus zu bringen, selbstredend natürlich auch weder durch manuelle und orale Stimulation, oder durch GV. Sie empfindet Lust durch Berührungen, auch durch Sex, sie wird erregt und feucht doch dann kommt der Punkt wo es nicht mehr weitergeht. Wir haben, vor allem in den ersten 2 Jahren, viel und lustvoll experimentiert doch dem Gefühl des Orgasmus ist sie keinen Millimeter nähergekommen.

Natürlich weiß ich dass ein Orgasmus nicht das Wichtigste auf der Welt ist und Liebe und Vertrauen und Nähe viel wichtiger sind und und und. Aber unserem Sex, der durch dieses Problem meist recht einseitig abläuft, fehlt einfach etwas und ehrlicherweise muß ich gestehen, dass es mich mehr belastet als sie. Geben und Nehmen kann so schön sein, wenn es möglich ist.

Meine Freundin ist der Meinung, ihr fehlen vielleicht einige Nerven und da sie auf klitorale Reize nicht reagiert stimmt es vielleicht sogar, doch glauben kann ich es noch nicht.

Sollten Sie irgendeine Idee haben woran es liegen könnte, jemanden kennen der eine Idee haben könnte und sei es die Bestätigung "ja das ist ein häufiges Problem an dem sich nichts ändern lässt" lassen Sie es mich bitte wissen. ...

 

 

 

 

Hallo Herr ...,

 

"woran es liegen könnte", da kann man allerlei Ideen haben, aber ob diese weiterführend sind, da habe ich meine Zweifel.

Psychoanalytisch könnte man die Symptomatik als Widerstand Ihrer Partnerin oder als Angst vor Selbstauflösung (Wunsch nach Kontrolle) deuten.

Im Märchen vom Dornröschen, scheint das archetypisch beschreiben zu sein. Was auch immer die Ritter tun, sie sterben jämmerlich im Dornengestrüpp, der sich um das Schloss gelegt hat, seitdem die dreizehnte Fee den bösen Zauber über das Dornröschen und alle Schlossbewohner legte.

 

Eins scheint sicher, die Lösungsversuche die Sie bisher probiert haben, bringen nicht weiter. "Noch mehr desselben" führt - wie im Märchen vom Dornröschen nur noch tiefer in die Sackgasse.

 

Womöglich führen kleine Veränderungen zu Veränderungen. So etwa in dem sie beide eine andere Stellung beim Geschlechtsverkehr praktizieren. Frau oben, Mann unten, das scheint in diesen Fällen sinnvoll zu sein, damit die Frau in die dominante, bestimmende Position kommt. Aber vermutlich haben sie das schon ausprobiert.

Womöglich ist aber auch das Problem die Lösung, wofür auch immer. Dann wäre es kein Wunder, wenn sich das Problem nicht lösen lässt, denn es wird ja gebraucht.

 

Ich hatte schon mehrmals Beratungsfälle, da wurde die Frau trotz dauerhaften ungeschützten Geschlechtsverkehr nicht schwanger, der Mann war 100 % zeugungsfähig. Dann gab es eine Trennung, die Frau hatte einen neuen Mann und prompt war sie schwanger. Das ist doch schon recht merk-würdig.

Nun will ich ihnen nicht zu einer Trennung raten, nur um das Problem zu lösen.

 

 

 

So muss man vielleicht andere Wege gehen.

 

Grad wie in der Geschichte, die Wladimir Lindenberg erlebt hat.

 

 

Das Bett

Andreas Krause Landt

Ein kluger alter Mann lebte in Berlin, er hieß Wladimir Lindenberg und stammte aus Moskau, wo er 1902 geboren worden war. Von adeliger Herkunft, musste er seine Heimat nach der Revolution verlassen. In Bonn studierte er Medizin und Psychologie und wurde Schiffsarzt. 1937 steckte ihn die Gestapo für vier Jahre in ein Straflager. 1944 wurde er ausgebombt und zog von Wilmersdorf nach Berlin-Schulzendorf in ein einfaches Holzhaus, wo er von 1959 bis zu seinem Tode im Jahre 1997 als Neurologe und Psychiater praktizierte. Daneben malte er und schrieb und wurde ein angesehener Mann, seine Liebenswürdigkeit und Bescheidenheit waren legendär. Eine seiner Patientinnen klagte eines Tages, sie könne nicht schlafen. Sie bilde sich ein, ihr verstorbener Mann liege unter ihrem Bett. Man möchte meinen, Lindenberg habe eine Anamnese angefertigt, die Krankenkasse um Kostenübernahme gebeten und eine mehrjährige Therapie eingeleitet. Nichts dergleichen tat er. Vielmehr suchte er mit der Dame ihr Haus auf, nahm eine Säge und sägte dem Bett die Beine ab. Die Dame war geheilt.

Berliner Zeitung, 06.03.2008

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/meinung/730824.html

 

 

 

 

Oder auch die von Watzlawick erzählte Begebenheit.

 

Über eine der ersten schriftlich überlieferten erfolgreichen Kurzzeittherapien berichtet Paul Watzlawick in seinem Vortrag "Vom vermeintlichen Sinn des Unsinns":

Epictetus berichtet in einem seiner Bücher eine Geschichte, die sich in der Stadt Milet in Kleinasien zugetragen haben soll. Dort hatte sich eine Selbstmordepidemie unter jungen Frauen entwickelt. Diese waren von dem Drang erfüllt, sich zu erhängen, sich zu töten und was immer die Verwandten versuchten dagegen zu tun, alles war erfolglos. Bis auf Anraten eines weisen Mannes der Senat ein Gesetz erließ, wonach die Körper der Mädchen die sich umgebracht hatten, nackt auf dem Marktplatz getragen werden müssen. Diese Maßnahme beendete die Selbstmordpsychose von einem Moment auf den anderen."

 

 

 

Nun könnte ich mit klugen Gedanken fortfahren, ob es helfen würde?

Ich denke, ein persönlicher Termin bei einem kompetenten systemischen Therapeuten wäre der nächste logische Schritt. Womöglich findet sich dann eine Lösung, die über den bisher bekannten Raum hinausreicht.

 

 

Beste Grüße

 

Peter Thiel

 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Dienstag, 28. Mai 2013 01:10

An: info@maennerberatung.de

Betreff: WG: AW:

 

 

Hallo Herr Thiel,

vielen Dank für die unglaublich schnelle Antwort. 

Noch als kurze Antwort einige Gedanken auf Ihre mail, nur für Sie als weiterführende Info.

An die Angst vor Selbstauflösung und den Wunsch nach Kontrolle bzw. Angst vor Kontrollverlust habe ich auch schon gedacht, wäre ja naheliegend. Was m.E. nicht dazu passt, ist dass ich bei ihrer ungewöhnlichen Selbstbefriedigung dabei sein darf.

Probiert haben wir, glaube ich so ziemlich alle Stellungen und Praktiken, mit Lust und Liebe und vieles, was uns gefiel, tun wir auch jetzt noch. Sogar ohne den Druck der ersten Jahre etwas verbessern zu wollen. Da meine Freundin genau dieses Problem auch in allen bisherigen Partnerschaften bzw. sexuellen Begegnungen hatte, glaube ich gar nicht unbedingt, dass es etwas mit uns Beiden zu tun hat. Was natürlich die theoretische Möglichkeit nicht ausschließt, dass bei einem neuen Partner/Seitensprung alles ganz anders wäre.

Eine Trennung kommt nicht infrage. Auch vor der ersten Schwangerschaft war der Leidensdruck der Situation nicht hoch genug, um eine Trennung ernsthaft zu erwägen, will sagen wir haben uns mit der Situation arrangiert. Für sie ist es eh nicht so belastend, denn was sie nie hatte kann sie auch nicht vermissen.

Wie gesagt, für mich besteht der Widerspruch darin, dass es ihr möglich ist, einen Orgasmus zu erreichen und sogar in meinem Beisein, aber ohne sich anzufassen oder berührt zu werden. Meine Theorie ist, dass sie unbewußt diese typische Angst vieler Frauen vor "da unten" (von ihrer Mutter?) übernommen hat. Das ist schmutzig, das sabbert und riecht komisch usw.. Was ja leider für eher für eine Psychotherapie mit ungewissem Ausgang und viel Kohle für den Therapeuten sprechen würde. Und ohne den entsprechenden Leidensdruck wird das eh nichts.

Was ich mir zu Herzen nehmen werde sind die neuen Wege oder zu versuchen mal ganz anders zu denken. Wenigstens Watzlawicks `Anleitung zum Unglücklichsein` sollte wirklich jeder am Bett liegen haben und doch erwischt man sich so oft dabei immer wieder die gleichen Fehler zu begehen.

Herzliche Grüße,

...

 

 

 

Hallo Herr ...,

das passt schon zusammen. Bei der Masturbation bestimmt sie über das Geschehen, hat also alles unter Kontrolle und dazu auch noch einen Zuschauer (Voyeur). Offenbar hat Ihre Frau dabei sogar eine besondere Begabung, in dem sie ohne Fremd- oder Selbstberührung bei sich einen Orgasmus auslösen kann.

 

Es kann durchaus sein, dass Ihre Frau mit der Situation gut klar kommt. Einziges Problem könnte für Ihre Frau sein, dass sie Ihre Unzufriedenheit mitbekommt, was naturgemäß die eigene Zufriedenheit nicht unbedingt erhöht.

 

 

Zum Thema Schmutz und Sexualität, meinte schon Perls:

"Heute lehrt man, die Sexualität sei schön und ekstatisch und überhaupt nichts `Dreckiges` - aber natürlich sie ist dreckig, inter urinas et faces`, und zu lehren, sie müsse ekstatisch sein (anstatt dies als Überraschung dem Erleben vorzubehalten), kann bei der großen Mehrheit der Menschen, deren Aggressionen gehemmt sind und die sich daher weder selbst gehen lassen noch in anderen die Widerstände zerstören können, nur zur Enttäuschung führen und sie fragen lassen: `Wie, und das ist alles?`"

Frederick S. Perls; Paul Goodman; Ralph F. Hefferline: “Gestalttherapie. Grundlagen“, dtv, 1979, S. 129

 

 

Wir Systemiker sind ja im Grunde Kurzzeittherapeuten. Mehr als 10 Stunden sollte die Behebung eines Problems möglichst nicht dauern.

Alles was länger dauert, sind Therapien für schwer Traumatisierte, sozial Verwahrloste, Psychoanalyse und Verhaltenstherapiegeschädigte oder schließlich auch Klienten, die mit ihrem Problem verheiratet sind.

So lösen wir denn die Probleme in aller Regel in wenigen Stunden oder gar nicht.

Und die Politiker denken, was schnell und preiswert ist, kann wohl nichts taugen und so wird der individualpsychologische Ansatz konventioneller Psychotherapie mit den Krankenkassenbeiträgen der ahnungslosen Beitragszahler subventioniert. Das Volk bekommt halt immer die Regierung, die es verdient.

 

Beste Grüße

 

Peter Thiel

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Montag, 10. Dezember 2012 17:14

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Verlust der Eichelempfindlichkeit, Ausbleibender Orgasmus beim GV

 

Hallo Herr Thiel,

als ich mich heute zu der Problematik oben im Betreff im Internet sachkundig machte, stieß ich auf eine Reihe von mehr oder weniger sinnigen Forumeinträgen etc. Zuletzt auch auf Ihre Seite, u.a. auch auf eine Mitteilung eines ebenfalls Betroffenen.

Sie meinten, dass wenn im Rahmen der Masturbation ein Orgasmus erfolge, dann ein Ausbleiben beim GV ein psychisches Problem wäre.

Diese Auffassung trifft man im Internet eher regelmäßig an. Vermutlich ist es sogar die offizielle Lesart der einschlägigen med. Fachliteratur. Überprüft habe ich das bisher noch nicht.

Ich bin da aufgrund eigener Erfahrung doch sehr anderer Auffassung:

Vor ca. 20 Jahren riss bei mir das Fremulum an der Eichel oben ab. Der Urologe, den ich damit aufsuchte, versorgte zunächst die Wunde, und bestellte mich sodann am übernächsten Tag zur OP ein. Hier wurde sodann das Fremulum komplett entfernt. Im Nachhinein wundere ich mich heute über die Länge des Schnitts. Er reicht von der Eichelspitze, wo das Fremulum abriss, wobei er gut die Hälfte der seither offenen Eichelunterseite nicht vernähte, sodass die Harnröhre hier offen liegt, was immer wieder auch Anlass zu Infektionen bietet, bis gut über einen Zentimeter hinaus in der Innenseite der Vorhaut vom unteren Eichelrand.

Bis heute sieht man übrigens die Naht. Namentlich wo und wie die Fäden gesetzt worden sind.

Schon recht bald nach der OP registrierte ich einen deutlichen Empfindlichkeitsverlust. Zuvor war die Eichel im fraglichen Bereich neben der Eichelspitze der empfindlichste Teil überhaupt. Danach und bis heute – heute eher mehr als damals – war die Fläche im Bereich der Naht eher taub. Im Vergleich zur Berührungsempfindlichkeit der Hautoberfläche meines Handrückens konstatiere ich heute, dass meine Handinnenfläche und der Handrücken bei weitem für leichte Berührungen empfindlicher sind, als die fraglichen Stellen meiner Eichel, und im übrigen die Eichel insgesamt.

Im Vergleich: Zuvor war es exakt umgekehrt, und eine unsanfte Berührung hätte entsprechend Schmerz ausgelöst. Eigentlich ist damit schon alles gesagt.

Nachdem das Fremulum so entfernt, und die Innenseite der Vorhaut und die Eichel derart vernäht war, habe und hatte ich überwiegend das selbe Problem, das beschnittene Männer haben.

Die Vorhaut deckt überwiegend die Eichel nicht mehr ab. Das lässt sich auch nicht wirklich verhindern, nachdem das Fremulum nicht erhalten wurde. Grund: Überwiegend in der Nacht reicht eben der Umstand hier stattfindender Erektionen im Schlaf, die dazu führen, dass die Vorhaut hinter den Eichelrand sich zurückzieht, im Anschluss nicht mehr über die Eichel zurückkehrt, sondern in der Eichelfurche verharrt.

Wie im Internet nachzulesen, hat sich auch bei mir hierdurch die überall beschriebene Veränderung ergeben.

Die Oberfläche der Eichel ist verhornt. Von Schleimhaut, wie eigentlich üblich, keine Spur mehr.

Die Haut gleicht im nicht erigiertem Zustand eher normaler Haut. Nicht einmal der Oberfläche der Lippen.

Ebenso zeigt sich der Effekt der Austrocknung. Also feine Furchen.

Insgesamt hat die Empfindlichkeit über die Jahre nochmals drastisch abgenommen, ich habe dazu ja den unmittelbaren Vorher-Nachher-Vergleich.

Bereits bei der Selbstbefriedigung bedarf ich einer deutlich stärkeren Reizung. Mit höchst seltenen Ausnahmen gelingt es einen Sexualpartnern – ich bin Homosexuell –, mich durch Masturbation zum Höhepunkt zu bringen. Und namentlich ist im Rahmen des GV, also vorliegend Analverkehr, mir ein Orgasmus nicht mehr wirklich möglich. Will heißen: Seit dem Eingriff zeigte sich dies zunehmend schwierig. Zuletzt hatte ich einen regelmäßigen Partner mit dem ich GV hatte, und mit dem ich zum Orgasmus zu kommen in der Lage war, in 2007/2008. Und auch dies erst nach 4 oder 5 Treffen. Erst dann fanden wir eine Form. bei der ich zuletzt auch beim tatsächlichen GV zum Orgasmus gelangen konnte.

Dabei, das wäre auch noch anzumerken, ist das dann aber gegenüber den Orgasmen bei Masturbation allenfalls ein „laues Lüftchen“.

Mit meinem derzeitigen Sexualpartner (er ist an einer Partnerschaft nicht interessiert), ist es mir bislang nicht gelungen, zum Orgasmus zu kommen. Ganz offenkundig, und obwohl wir uns sicher ausreichend Zeit lassen - 2 teils auch 3 Stunden Zeit sind sicher „ausreichend“ Zeit -, liegt es an der mechanischen Reizung, die zuletzt eben doch die entscheidende Rolle spielt.

Da Klaus (Name geändert - P. Thiel) ein vernünftiger Kerl ist, selbst beschnitten, hat das bisher nicht zu Problemen geführt. Dennoch ist das natürlich auf Dauer höchst unbefriedigend.

Zum Thema: Wenn Masturbation funktioniert, liegt das Nichtfunktionieren beim GV an etwas Anderem, namentlich psychischem, komme ich daher zu der Ansicht, dass das wohl i.d.R. eher falsch ist. Das zeigt sich für mich daran, dass es Klaus eben auch nicht gelingt, mich so zu Masturbieren, dass ich sodann zum Orgasmus käme. Und der Grund liegt hier wieder darin, dass durch die deutliche Berührungsunempfindlichkeit, Druck und Rhythmus wiederum zuletzt sehr genau stimmen müssen, damit ich zum Orgasmus komme.

Übrigens: Es ist doch ganz offenkundig, dass und warum bei einem selbst die Masturbation zum Effekt zu führen trotzdem in der Lage ist. Man selbst kann bei Masturbation eben exakt Druck und Rhythmus unmittelbar abstimmen. Dem Partner ist das schon nicht möglich, und, im Rahmen des Analverkehrs ist bekanntlich der Druck und die Reizung deutlich kräftiger als beim Genitalverkehr Heterosexueller.

Und genau hier liegt wohl offenkundig eben nicht nur mein Problem.

Weicht unter den gezeichneten Bedingungen von Beschnittenen/Teilbeschnittenen bzw. Fremulumoperierten im Zweifel schon Druck und Rhythmus vergleichsweise minimal ab, bringt auch bereits noch so lange Masturbation nicht den Effekt. Im Gegenteil:

Da ich – wie übrigens nach diversen Forumeinträgen eine Reihe Betroffener – ohnehin bereits eher sehr Berührungsunempfindlich geworden bin, führt eine zu lange und „falsche“ mechanische Reizung im übrigen auch noch zusätzlich zu Berührungsunempfindlichkeit. Im Zweifel bis zu dem Punkt, dass selbst ich dann nur noch mit sehr intensiver mechanischer Reizung und hohem Rhythmus „noch“ einen Orgasmus ggf. hinbekomme.

Ich schreibe Ihnen dies, weil ich denke, dass die Problematik, die sich doch bei nicht Wenigen einstellt, gern und viel zu schnell auf die „Psyche“ abgeschoben wird. Dabei denke ich, dass das mit „Psyche“ tatsächlich eben in den meisten Fällen gar nichts zu tun hat. Zumal m.W. hinreichende Langzeitstudien zu den schon auch optisch klar ersichtlich negativen Effekten entsprechender Eingriffe gar nicht tatsächlich vorliegen. Mithin frage ich mich, wie man dann dazu kommen kann, diese Probleme kurzerhand auf die „Psyche“ abzuschieben.

Beachtlicher Weise findet man dann auch kaum etwas im Internet zur Thematik, wie denn die jedenfalls auch bei mir sehr klaren und deutlichen Veränderungen wieder „korrigiert“ werden könnten. Offenkundig findet hierzu keine wirkliche Auseinandersetzung statt.

Ich meine: Auch das erklärt sich gut damit, dass die durchaus beobachteten Effekte nur zu gern auf die „Psyche“ geschoben werden. Das entbindet natürlich sodann davon, sich auf der physischen Ebene einmal fundiert forschend mit der Thematik auseinander zu setzen. Ferner bin ich zur Auffassung gelangt, nämlich entlang der nun nicht sehr lange zurückliegenden Debatte um das Beschneidungsurteil und seine Folgen, dass es da auch sehr mächtige Interessen gibt, die Folgeprobleme entsprechender Eingriffe eher herunter zu spielen und sich gerade mit den Langfristfolgen erst gar nicht wirklich zu befassen. Das könnte nämlich Anlass setzen, entsprechende Eingriffspraktiken grundsätzlich zu unterbinden. Religion hin oder her.

Nachträglich bin ich der Meinung, dass auch bei mir es eher für den Urologen die wirtschaftlichere und am wenigsten aufwendige Lösung eben war, statt rekonstruktiv zu operieren, eben die „Schnipp-Schnapp-Weg-Methode“ zu wählen. Übrigens über die dann sich eingestellt habenden Folgen wurde ich seinerzeit mit knapp 30 nicht aufgeklärt. Wozu auch!

 

Liebe Grüße

...

 

 

 

Hallo Herr ...,

Danke für Ihre ausführliche Darlegung. Womöglich können Sie von dem damals operierenden Urologen noch Schadensersatz einfordern.

Ich sehe bezüglich Ihrer Darlegung keine wirklichen Widerspruch zu meiner Position.

"Psychisch" heißt bei mir auch, wenn die Interaktion zwischen zwei Partnern suboptimal ist, denn die Interaktion wird nun einmal psychisch (über das Gehirn) gesteuert. Wenn jemand ein Witz erzählt, muss er ihn auch so erzählen, dass der Zuhörer Lachen kann. Nur einen Witz erzählen ist noch nicht witzig.

Einen gute Komiker zeichnet ja gerade aus, dass er einen guten Kontakt mit der Psyche seines Zuhörers oder Zuschauer findet.

Letztendlich ist das Problem des ausbleibenden Orgasmus oft ein "ungenügendes" Zusammenspiel der Beteiligten. Das kennt man auch aus der Tanzstunde, wo man mitunter heil froh ist, wenn man sich nach einem Tanz von seinem Tanzpartner verabschieden darf. Hier spielt Chemie und Taktgefühl eine Rolle.

Zum Thema Beschneidung. Unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel hat offenbar kein Problem damit, wenn Jungen Körperverletzungen aus "religiösen Gründen" zugefügt werden. Ich finde das sehr schlimm. Wie wenig muss Frau Merkel über die Gefühle von Jungen und Männern wissen, wenn sie so auftritt.

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Sonntag, 7. Oktober 2012 20:33

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Frage

Sehr geehrter Herr Thiel,

ich bin 43 Jahre alt. Meine Partnerin ist ein Jahr älter als ich. Wir kennen uns seit acht Jahren und harmonieren gut miteinander. Auch sexuell passen wir gut zusammen. Allerdings kommt meine Partnerin nur dann zum Orgasmus, wenn sie auf mir liegt.

In allen anderen Positionen, die wir auch praktizieren und die ihr auch gefallen, bekommt sie keinen Orgasmus.

Haben Sie dafür eine Erklärung und gibt es eine Möglichkeit, dass meine Partnerin auch in anderen Positionen zum Orgasmus kommen könnte.

 

Vielen Dank für Ihre Antwort

...

 

 

Hallo Herr ...,

was Sie beschreiben, wird meines Wissens nur selten thematisiert. Bisher konnte ich dafür auch noch keine brauchbare Erklärung an anderer Stelle finden. Man könnte nun spekulieren, woran es liegen könnte, dass Ihre Partnerin "nur" in der "dominanten" Position über dem Mann zum Orgasmus kommt. So etwa in dem man vielleicht meinen würde, Ihre Partnerin hätte ein Problem, sich in einer anderen Position voll hinzugeben, loszulassen und schließlich zum Orgasmus zu kommen. Mag sein, dass da etwas dran ist. Man könnte dann meinen, dass vielleicht eine Psychotherapie oder Entspannungstechniken hier eine Veränderung herbeiführen würden. 

Schaut man aber aus einer anderen Perspektive, würde sich eines solche Idee wohl eher verbieten. Nehmen wir etwa die vermeintliche Problematik "Linkshänder" oder auch die vermeintliche Problematik "Homosexueller". Auch hier hat man sich jahrelang daran abgearbeitet, eine Veränderung dieser Disposition herbeizuführen. Genutzt hat es aber wohl nicht viel, womöglich eher geschadet, in dem Linkshänder und Homosexuelle als nicht normal kategorisiert wurden. 

Die Justiz in der Bundesrepublik Deutschland hat zwischen 1953 und 1965 fast 100.000 Männer auf Grund von §175 Strafgesetzbuch angeklagt, davon wurde fast jeder zweite rechtskräftig verurteilt. Erst 1994 wurden die entsprechenden Paragraphen gestrichen und damit ein Rechtszustand hergestellt, der in der DDR schon seit 1957 praktiziert wurde. 

 

vergleiche hierzu: Steinke, Ron: "Ein Mann mit einem anderen ... Eine kurze Geschichte des §175 in der BRD."; In: "Forum Recht", 02/2005

 

Die Bundesrepublik Deutschland als Rechtsstaat zu bezeichnen, verbietet sich schon allein aus dieser Tatsache.

Doch zurück zu Ihrer Frage. Ich denke, Gelassenheit und Akzeptanz lösen das Problem mehr oder weniger auf. Das Problem entsteht im Kopf und kann auch dort gelöst werden. Der Glaubenssatz: "Meine Frau müsste einen Orgasmus in allen möglichen Positionen, einschließlich der Missionarsstellung bekommen", wäre also aufzulösen in den Satz: Wie schön, dass meine Frau zum Orgasmus kommt, wenn sie auf mir liegt.

 

Ich wünsch Ihnen beiden dabei viel Vergnügen

 

Peter Thiel

 

  


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Montag, 20. August 2012 14:39

An: info@maennerberatung.de

Betreff:

Hallo hr. Thiel

Ich habe eine frage. Ich bin mit meinem Freund seit ein paar Monaten zusammen. Am Anfang lief alles Super doch jetzt seit 2 Monaten kommt er nicht mehr zum Orgasmus. Er sagt er findet es trotzdem schön und er hätte ja auch ein leichtes kitzeln. Was kann ich tun das es wieder so wird =

 

 

 

Hallo Frau ...,

ob Sie da viel tun können, weiß ich nicht.

Auf alle Fälle müsste man die Gründe abklären, warum ihr Freund nicht zum Orgasmus kommt.

Da gibt es viele mögliche Gründe, Überarbeitung, ungeklärte Beziehungskonflikte, etc. pp.

Dem könnte man im Rahmen einer Einzel- oder Paarberatung mal auf den Grund gehen.

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Dienstag, 24. Januar 2012 17:45

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Frage

Hallo,

ich(14 jahre) habe ein glaube ich etwas ungewöhnliches problem, und zwar brauche ich unheimlich lange bis ich komme. bei der selbstbefriedigung brauche ich bis zu 30 minuten, selten sogar länger. wenn mir meine freundin einen runterholt, dauert es sogar noch länger! was kann ich tuen, herr thiel?

vielen dank schonmal

 

 

 

Hallo Unbekannt,

einfach in aller Ruhe bisschen älter werden und Gelassenheit entwickeln.

Wenn es keine organischen Gründen gibt, liegt der Grund in ungünstigen äußeren Bedingungen, Leistungsdenken und laufendem Kopfkino. Dies gelte es dann in aller Ruhe zu verändern.

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Freitag, 22. Oktober 2010 22:58

An: info@maennerberatung.de

Betreff: möchte seinen Orgasmus mitbekommen

 

Lieber Herr Thiel,

genauer gesagt, spüre ich die Zuckungen des Penises in mir, doch ich merke an meinem Freund nicht, dass er bald kommen wird. Es ist schon öfters passiert, dass ich kurz vor seinem Orgasmus zb. die Stellung gewechselt habe, und er dabei ejakulierte. Das stell ich mir auch für ihn nicht sonderlich toll vor. Mich würde es natürlich auch viel mehr anheizen, wenn ich an ihm merken würde, dass er erregt ist- wegen mir erregt ist...

Was das Technische betrifft ist er sehr gut, doch irgendwie auch "frauenzentriert", sodass ich anfangs eingeschüchtert war. Doch ich finde, er kann sich nicht öffnen, kann sich nicht fallen lassen- er sagt, er liebt mich, und dass ich seine "Traumfrau" bin. Wenn ich eine schöne intime und romantische Situation aufleben lasse, dann ignoriert er das- er verhält sich dann so, als würde er sich "langweilen", er schaut weg, oder gibt mir einen nicht-erotischen lieben Kuss auf die Stirn. Ich fühl mich zurückgewiesen und es verletzt mich. Wie ist sein Verhalten zu verstehen? Was kann ich tun, damit er sich mir "hingibt", sich mir öffnet?

Liebe Grüße und Danke für die Antwort.

...

 

 

 

 

Hallo Frau ... ,

das Problem scheint mir hier die Frage der Führung zu sein. Führen kann immer nur einer, entweder der Mann oder die Frau. Die Führung kann auch wechseln, auch in kurzen Abständen, es muss nur klar sein, wer gerade die Führung inne hat. Dann kann es auch nicht passieren, dass Ihr Partner ejakuliert, grad in dem Moment, wo Sie die Stellung wechseln.

Das ganze kann man trainieren, in einem ganz harmlosen Setting, nämlich dem Standardtanz, wo es auch gilt, nicht gegeneinander zu arbeiten, sondern miteinander, damit daraus eine abgestimmte Choreographie wird.

 

"Was das Technische betrifft ist er sehr gut, doch irgendwie auch "frauenzentriert", sodass ich anfangs eingeschüchtert war." - das habe ich nicht verstanden. Bitte noch erläutern.

 

Mit der Hingabe des Mannes ist nicht selten etwas problematisch. Hingabe bedeutet Kontrollverlust.

"Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser" heißt es in einer Redewendung, die fälschlicherweise Lenin zugeschrieben wird.

 

Und Udo Lindenberg singt von seinem Besuch bei Johnny Controlletti:

 

 

"Er sagt: Ich heiße Johnny Controlletti, buon giorno, Signor

Ein kurzer Wink und 'ne schwarze Limousine fuhr vor

und später saßen wir da in der Chicago-Bar

und nach jedem Glas Chianti

rief er: Hallo Ober, noch 'ne Ladung

und zwar avanti, avanti

Und dann packt er sich das Glas, das volle

und sagt: Alles unter Kontrolle"

http://www.udo-lindenberg.de/lindianische_zeiten_ii.70905.htm

 

 

 

 

Doch welcher "richtige" Mann kann schon auf Kontrolle verzichten, wo es doch sonst im Leben oft darum geht, die Kontrolle (Macht) zu behalten.

Die Hingabe des Mannes ist also eine Frage der Aufgabe von Kontrolle. Das ist ja auch das Wesen des Orgasmus. Der Körper agiert, der Verstand bleibt außen vor.

Hingabe zu lernen, heißt ja nicht den Verstand und das Bedürfnis nach Kontrolle endgültig abzugeben. Hingabe heißt, loslassen im Moment, wo der Verstand und die Kontrolle dem Erleben im Wege steht.

Loslassen kann aber auch bedeuten, dem eigenen Schatten das Tor zu öffnen, der eigenen Angst, der eigenen Wut, der eigenen Verzweiflung, der eigenen Trauer Raum zu geben. Das ist für viele Männer völlig ungewohnt und wird daher oft abgewehrt. Der Preis der Selbstverleugnung des eigenen Schattens ist allerdings hoch. Wir brauchen uns da nur die hölzernen Männer im Bundestag und in den Chefetagen der großen Konzerne anzugucken.

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Samstag, 11. September 2010 14:25

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Frage

 

Hallo,

ich habe den Text auf http://www.maennerberatung.de/orgasmus.htm gelesen und festgestellt, dass mein Problem der Anorgasmie ähnelt.

Beim Masturbieren stellt sich der Höhepunkt recht schnell ein - beim Sex jedoch scheinbar nie.

Möglicherweise liegt es am Kondom (habe es noch nie ohne probiert aus Sicherheit), oder daran, dass bei der Masturbation schnelle und intensive Handstimulation erfolgt, die beim Sex nicht erreicht wird.

Selbst extrem dünne Kondome ändern daran nichts. Und es kommt noch ein Problem hinzu: Ich lasse mich schnell ablenken durch z.B. das Quietschen des Bettes. Dann bin ich unkonzentriert, und das kann schonmal zum Nachlassen der Potenz führen (allerdings nicht dauerhaft).

Ich habe zur Zeit keine feste Partnerin und nur sehr gelegentlich Sex. Doch wenn ich Sex habe, möchte ich auch auf "normalem" Wege zum Höhepunkt kommen können.

Was kann ich tun?

Danke für Ihre Zeit.

 

 

 

 

Hallo Herr ...,

erst einmal müssten Sie sich bewusst werden, was da beim Sex mit einer Frau bei Ihnen im Kopf für ein Film abläuft.

Wahrscheinlich lautet dessen Titel "Alle unter Kontrolle".

 

Das wäre dann sicher eine gute Voraussetzung, um beim Bundesnachrichtendienst als leitender Abteilungsleiter tätig zu werden. Vielleicht kontrollieren Sie aber auch stellvertretend für die Frau, so wie Sie womöglich auch schon als guter Junge für Ihre Mutter die Kontrolle übernommen haben. Ihr Vater war womöglich abwesend oder hatte mit Kontrolle nichts am Hut, oder, oder, oder. Es gibt 1000 Gründe wie so etwas entsteht. Wenn Sie die wichtigsten bei sich erkannt haben, dann können Sie daran gehen, Ihre Grundüberzeugung zu verändern. Nicht Kontrolle ist dann angesagt, sondern Hingabe und Vertrauen.

Und wenn dann noch wider Erwarten mal das Kondom verrutscht, dann ist womöglich neun Monate ein ganz anderes Thema aktuell: Ich als Vater.

 

Ich würde Ihnen da mal ein paar Stunden Gespräch bei einem erfahrenen Therapeuten verschreiben, das spart womöglich monatelanges Herumstochern im Nebel.

Gute Therapeuten finden Sie hier:

 

www.familientherapie.org

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Freitag, 23. Juli 2010 16:08

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Ejakulations- und Orgasmus- Problem

 

Sehr geehrter Herr Thiel,

 

seit dem Tod meiner Frau, die 2005 nach starb, hatte ich zunächst Potenzstörungen, die durch regelmäßige Einnahme von Cialis ( 20 mg in 3 Raten alle 14 Tage) über zwei Monate behoben wurde.

Geblieben ist jedoch: nur noch geringer Erguss und der ist seit Jahren nicht mehr in einer Vagina verschiedener attraktiver Frauen gekommen. Selbst bei Handarbeit durch Frau oder selbst artet das Bemühen in echte Arbeit mit nur gelegentlichem Erfolg aus. Es fehlt der Reiz an der Eichel, der früher wunderbare Orgasmen auslöste.

Aber: wenn ich mir (ab 15 min) erotische Bilder oder Filme anschaue, sind die Empfindlichkeit der Eichel und die Ejakulation plötzlich wieder da. Je länger das Ansehen, desto intensiver der (händische) Orgasmus. Was ist los mit mir?

Zur Person: Jahrgang 1939, 5 Jahre jünger aussehend, gesund und in ebenso gesunden Verhältnissen mit einer Frau zusammen wohnend.

 

Mit freundlichen Grüßen

...

 

 

 

Hallo Herr ...,

organisch ist bei Ihnen alles in Ordnung, das ist ja schon mal gut.

 

Der Rest spielt sich im Kopf ab - oder zwischen den Synapsen wie Eric Kandel sagen würde.

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Kandel

 

 

 

Von daher wäre also zu erforschen, was die Synapsen miteinander kommunizieren, sobald Sie aktuell mit einer Frau im sexuellen Kontakt sind. Offenbar etwas anderes, als wenn Sie es sich selbst besorgen.

Diese Erforschung wäre dann sozusagen eine Art "Psychoanalyse", die aber keineswegs nur mit Unterstützung von Psychoanalytikern geleistet werden kann, sondern natürlich genau so gut oder auch besser durch uns moderne Systemiker.

Schauen Sie mal hier:

www.familientherapie.org

 

 

Nach der Erforschung kann man dann entscheiden, auf welchem Weg man weitergehen will, um gegebenenfalls eine Veränderung zu erreichen.

Mitunter ist die Veränderung sehr leicht zu bewerkstelligen, so wie in dem Fall einer Berliner Witwe. Seitdem ihr Mann gestorben war konnte sie nicht mehr schlafen, weil sie meinte, ihr Mann würde jede Nacht unter ihrem Bett liegen. Der Psychoanalytiker, bei dem sie deshalb in Therapie war, war - recht ungewöhnlich für einen Analytiker - auch ein praktisch denkender und handelnder Mensch. Mit einer Säge suchte er die Wohnung der Frau auf, sägte die vier Beine des Bettes ab und seitdem konnte die Frau wieder ruhig schlagen, da logisch klar war, dass ihr verstorbener Mann unmöglich unter dem nun beinlosen Bett liegen konnte.

Bei Ihnen könnte es ähnlich sein, vielleicht steht Ihre verstorbene Frau neben ihnen, wenn Sie es mit einer anderen Frau treiben und findet das überhaupt nicht gut. Dies bedacht, wäre klar, warum es nicht klappt, denn wer mag sich schon von seiner verstorbenen Frau beim Sex beobachten lassen.

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 

 

 

 


 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Donnerstag, 27. Mai 2010 16:12

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Frage

 

Sehr geehrter Herr Thiel,

Ich bin erst seid 11 Monaten mit meinem Freund zusammen. Wir kennen uns bereits viele, viele Jahre und glücklicherweise haben wir uns auch lieben gelernt. Ich bin unglaublich glücklich mit ihm und er auch - nach eigener Aussage. Unser Sexualleben ist großartig und wir sind sehr zufrieden damit.

Doch seid etwa 2 Monaten erlangt mein Freund keine sexuelle Befriedigung mehr. Er ejakuliert ganz normal, doch er sagt, er bekommt keinen richtigen Orgasmus. Es sei mehr so, dass er entweder kurz abgelenkt sei und sein Körper sozusagen ohne ihn fertig wird (das ist sehr unbefriedigend für ihn) oder das Lustgefühl steigere sich wie immer, die Ejakulation tritt ein aber ein Orgasmusempfinden bleibt aus. Dieses Problem hat er sowohl beim Geschlechtsverkehr, als auch bei der Selbstbefriedigung, sowie beim Oralsex, Analsex oder wenn ich es ihm mit der Hand mache. Das frustriert ihn natürlich und auch ich mache mir Sorgen. Ich vertraue ihm, wenn er mir sagt, dass es nicht an mir liegt. Er sagt, er empfinde Lust auf mich/auf Sex und dies bleibt auch während des ganzen Aktes so (auch bei der Selbstbefriedigung). Nur der Orgasmus - also die Befriedigung bleibt aus. Dadurch hat er vermehr Lust auf Sex - normalerweise hat er eine etwas geringere Libido. Diese Lust nutzen wir auch aus, aber befriedigend ist es für ihn trotzdem nicht. Eine längere Pause (keinerlei Sex und Ejakulation) haben wir ebenfalls schon versucht - ohne Erfolg. Er ist nicht vermehrt gestresst und wir reden offen und ehrlich über alles und finden immer eine Lösung. Wir sind ratlos.... Haben Sie vielleicht einen Rat für uns?

Mit freundlichen Grüßen

...

 

 

 

Hallo ...,

das beste wäre sicherlich, nicht wie das Kaninchen auf die Schlange zu starren, also hier auf den vermeintlich "richtigen" Orgasmus.

Es gibt keinen "richtigen" Orgasmus, da der Orgasmus ein Erleben ist. Es gibt aber weder ein richtiges Erleben, noch ein falsches Erleben. Erleben ist ein Gefühl und Gefühle sind weder richtig noch falsch.

Ihr Freund fühlt sich offenbar durch den Sex nicht befriedigt und ist überdies frustriert. Das ist sozusagen seine subjektive Wahrheit.

Dieses Gefühl resultiert womöglich aus der fehlenden Bereitschaft zur Hingabe und zum Loslassen. Diese Bereitschaft und Fähigkeit ist nicht nur auf das Gebiet der Sexualität beschränkt, sondern auch auf alle anderen Lebensbereiche bezogen. Es bliebe also bei ihrem Freund zu schauen, welche Unzufriedenheit und welches Festhalten ihn derzeit beschäftigen. Dies kann die Erwerbsarbeit betreffen, die eigene Herkunftsfamilie, die Wohnsituation, Angst vor der Zukunft etc. pp.

Ihr Freund müsste sich dazu ehrlich machen. Das ist oft leichter gesagt als getan, denn das Bild von dem wie wir sein wollen, ist oft stärker als das unbewusste Bild von dem was wir sind oder was wir meinen sein zu müssen.

Ehrlich machen heißt, eine Reise zu sich selbst anzutreten, sich selbst zu begegnen, in den Spiegel zu schauen und sich selbst zu sehen und zu spüren.

Wenn es not tut, kann mann sich dabei Unterstützung holen.

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Dienstag, 16. Februar 2010 16:17

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Unterschiedliche Orgasmen

 

Hallo Herr Thiel,

ich bin mehr oder wenig zufällig auf Ihre Beratungsseiten gestoßen und habe mit Interesse und Spaß (sehr hübsch, dass Sie sich gar nicht um political correctness kümmern!) Fragen und Ihre Antworten gelesen.

Meine Frage: Ich erlebe meine Orgasmen (insgesamt) als sehr unterschiedlich. Das kommt mir auch ganz natürlich vor. Besonders aufgefallen ist mir aber, dass ich die Orgasmen grundsätzlich anders erlebe je nachdem, ob ich masturbiere oder ob ich mit meiner Frau schlafe. Beides ist sehr genussvoll, es kommt mir aber so vor, als ob ich beim Sexualakt mit meiner Partnerin früher mit meinen "Aktivitäten" aufhöre, umgekehrt, dass meine anhaltenden Aktivitäten bei der Masturbation luststeigernd wirken.

Kann man, können Sie dazu (über das sicher Richtige "So ist es halt!" hinaus) etwas sagen?

Vielen Dank

Ihr

...

 

 

 

 

Hallo Herr ...,

 

Danke für Ihre Wertschätzung.

Ist Ihre weitere Darstellung eine Frage? Wenn ja wonach fragen Sie oder nur eine Feststellung, grad so als wenn Sie sagten, im Sommer ist es wärmer als im Winter, was ja die meisten Leute bei uns auch bejahen würden.

 

Im übrigen vergleichen Sie offenbar Äpfel und Birnen, selbstbezogene Masturbation und sexuelle Interaktion mit Ihrer Partnerin. Das bringt sicher nicht weiter.

Worauf könnte ich also antworten?

 

Gruß Peter Thiel

 

 


 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Dienstag, 22. Dezember 2009 13:18

An: info@maennerberatung.de

Betreff: ungewöhnliche Orgasmusprobleme

 

Hallo, und zwar habe ich folgendes Problem:

Ich komme nur zum Orgasmus wenn ich mein Becken vorschiebe, die Beine durchstrecke und die Oberschenkel anspanne und dann mein Glied recht schnell stimuliere. Allerdings ist es nicht so das der Orgasmus unausweichlich nach einer Zeit kommt, vielmehr muss ich mich dafür richtig anstrengen. Oft hab ich sogar fast Krämpfe in den Oberschenkeln durch die Muskelanspannung. Beim Sex kann ich daher nur in der Reiterstellung kommen da sie mir ermöglicht meine Beine durchzustrecken und anzuspannen. Meine Freundin findet dies ungewöhnlich und ist oft genervt da ich in anderen Stellungen gar nicht komme und praktisch ewig lang Sex haben kann...

Wird die Stimulation unterbrochen wirft mich das in Bezug auf den Orgasmus auch weit zurück und ich muss mich erstmal wieder länger Stimulieren.

 

Angefangen zu Onanieren habe ich mit ca 13 Jahren. Damals war alles normal und ich konnte mit entspannter Beinmuskulatur oder angewinkelten Knien nach normaler Stimulationszeit kommen. Auch wenn ich nur ganz langsam masturbiert habe.. dann waren die Orgasmen auch intensiver. Irgendwann begann ich dann meinen G-Punkt zwischen Hoden und After zu entdecken und drückte dort beim Masturbieren drauf und kam somit in kürzerer Zeit zum Orgasmus. Ich onanierte meist täglich mehrere Male.. und brauchte mit den Jahren auch immer länger. Seit ich so 20 Jahre bin kann ich allerdings nur noch durch Anstrengung kommen, mich fallen lassen und einfach geniessen das klappt seitdem schon nicht mehr. Heute bin ich 26 und habe keine Lösung für das Problem gefunden. Auf der einen Seite ist es schön lange zu können.. aber das ich gar nicht kommen kann ausser durch diese bestimmte Stimulation das bedrückt mich. Psychische Ursachen kann ich ausschliessen.

 

Bin für Hilfe dankbar. LG

 

 

 

 

Hallo ...,

das Problem entsteht womöglich dadurch, dass Sie das Ganze als eine Art Leistungssport ansehen. Irgendwann macht aber jeder Gaul mal schlapp, wenn er so wie bei Ihnen durch die Arena getrieben wird.

Es geht also darum, dass Sie kürzer treten. Gönnen Sie sich mal ab und an eine Pause. Das ist das ganze Geheimnis.

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 


 

 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Montag, 29. Juni 2009 15:18

An: info@maennerberatung.de

Betreff: "Sex spielt sich im Kopf ab"

 

Hallo,

ich, 60 J., ließ mir am 1. Juni 2009 nervenschonend die Prostata entfernen.. Ob und wann ich eine Erektion bekommen kann - werde, wird sich mit Unterstützung meines Urologen in den nächsten Monaten herausstellen.

Orgasmus ohne Erektion ist mir aus eigener Erfahrung nicht bewußt. Würde von daher gerne etwas dazu lesen / erfahren. Gibts einen für Laien verständlichen Buchtipp / Artikel ? Danke und viele Grüße

... 

 

 

 

Hallo Herr ... , 

Literatur darüber kenne ich leider nicht.

Der Orgasmus ist ein komplexer Vorgang, bei dem Körperspannungen entladen werden. Dies kann mit und ohne Ejakulation geschehen, wobei der Orgasmus mit Ejakulation bedeutend leichter zu praktizieren ist, als der Orgasmus ohne Ejakulation.

Beide Arten von Orgasmus sind logischerweise verschieden, bei letzterem fällt ja das rhythmische Ausstoßen von Sperma aus der Harnleiterröhre weg, in so fern ist es für den Mann eine Art trockener Orgasmus.

Wenn keine Erektion stattfindet, ist es natürlich auch nicht möglich mit einer Partnerin traditionellen Geschlechtsverkehr mit Einführung des erigierten Penis in die Vagina und nachfolgender Ejakulation zu praktizieren. Das ganze Zusammenspiel müsste dann logischerweise auf die neuen Bedingungen - keine Erektion, keine Ejakulation - abgestimmt werden.

 

Ein Übungsprogramm für einen solchen "trockenen" männlichen Orgasmus" kann ich Ihnen leider nicht anbieten, da ich kein Lehrer für diese spezielle sexuelle Kompetenz bin. In so fern müssten Sie recherchieren, ob Sie jemanden finden, der die notwendigen didaktischen und methodischen Fähigkeiten zur Vermittlung dieser sexuellen Kompetenz hat. Am ehesten könnte dies vielleicht ein guter Tantralehrer leisten. Schauen Sie sich da einfach mal im Internet um.

 

Gruß Peter Thiel

 

 


 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ... 

Gesendet: Sonntag, 19. April 2009 10:44

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Lustlosigkeit/Erektionsstörungen

 

Sehr geehrter Herr Thiel !

mit großem Interesse habe ich Ihr Angebot einer kostenfreien Sexualberatung per Internet zur Kenntnis genommen und möchte nun Ihnen mein Fall schildern. Ich (m, 28 Jahre alt, ... ) habe lange Jahre ausschließlich an meiner beruflichen Zukunft gearbeitet und hatte keine Beziehung.

'Männliche Bedürfnisse' habe ich folglich ausschließlich durch 'Handarbeit' befriedigt. Dabei fiel mir auf, dass im Laufe der Jahre meine Bereitschaft zur Erektion abnahm, sich sexuelle Lustlosigkeit einstellte und auch nur noch sehr selten morgendliche Erektionen auftraten. Daraufhin ging ich zu diversen Urologen, die keinen körperlichen Makel feststellen konnten und begab mich zur Herrn Dr. ...  in die Gesprächstherapie. Im Laufe unserer Gespräche wurde mir klar, dass mir die partnerschaftliche Komponente und eine echte Frau fehlte. Dies leuchtete mir ein. In den folgenden Monaten änderte ich mein Leben völlig, verbannte die Pornographie im Internet aus meinem Leben, wo sie vorher einen nicht unerheblichen Teil einnahm. Auch hörte ich auf zu onanieren, da Geschwindigkeit und Intensität der 'Handarbeit' meiner Ansicht nach über die Jahre meine sexuelle Reizschwelle sehr weit nach oben versetzt hatten. Nach einigen Wochen bot sich die Gelegenheit zu einer Affäre mit einer 35-jährigen Frau, die ich sehr attraktiv fand. Wir verstanden uns auch menschlich sehr gut und planten einen sinnlichen Nachmittag. Um mir den eigenen Druck zu nehmen, nahm ich eine Viagra 50 mg ein und empfand unser Treffen als sehr schön, da mir ja 'nichts passieren' konnte. Leider nur erlebte ich beim eigentlichen Geschlechtsverkehr keinen Orgasmus (wegen meiner zu hohen Reizschwelle ?), den sie zumindest hatte. Das zweite Treffen fand unter sehr ähnlichen Bedingungen statt: die sinnliche Komponente, das Küssen, Streicheln und Schmusen war mir viel wichtiger als der eigentliche Akt, da ich bei ihm erstens nur sehr wenig Reizung erfuhr und somit nicht zum Orgasmus kam. Mittlerweile wurde die sinnliche Komponente der Zweisamkeit für mich wichtiger als die leidenschaftliche... vielleicht sollte nicht unerwähnt bleiben, dass dies mein erster richtiger sexueller Kontakt mit einer Frau überhaupt ist. Mit Beginn des Kontakts zu dieser Frau hörte ich wie gesagt auf mit der Onanie und mit der Internet-Pornographie, da ich mir meinen 'Appetit' allein für sie aufheben wollte. Leider habe ich festgestellt, dass dieser Appetit aber nicht entstanden ist und sich lediglich eine Lustlosigkeit breit gemacht hat, die über Tage und Wochen anhält, trotz der Tatsache, dass ich diese Frau sehr erotisch finde und mir den weiteren Kontakt mit ihr wünsche. Wie soll es nun weitergehen ? Werde ich dauerhaft Viagra nehmen müssen, damit zumindest der trockene Koitus gelingt ? Wie ist die Lustlosigkeit zu erklären, wenn doch jetzt für mich die Situation eingetreten ist, die ich mir immer gewünscht hatte ? Und wie soll ich auf diese Umstände reagieren, um ein 'normales' Sexualleben beginnen zu können ?

für Ihr Bemühen danke ich Ihnen im voraus

herzliche Grüße

...

 

 

 

Hallo Herr ... ,

 

Sie fragen:

 

"Wie soll es nun weitergehen ? Werde ich dauerhaft Viagra nehmen müssen, damit zumindest der trockene Koitus gelingt ? Wie ist die Lustlosigkeit zu erklären, wenn doch jetzt für mich die Situation eingetreten ist, die ich mir immer gewünscht hatte ? Und wie soll ich auf diese Umstände reagieren, um ein 'normales' Sexualleben beginnen zu können ?"

 

 

1. Wie es weitergehen "soll" kann ich Ihnen natürlich nicht sagen, denn ich bin ja kein Kampfgruppenkommandeur, der zu sagen hätte, wie es weitergehen soll. Wie es weitergehen soll, dass können höchstens Sie selbst bestimmen.

 

2. Wenn Sie die erotische Begegenung mit der Frau sexuell nicht erregt, dann werden Sie auch keine Erektion bekommen. Gegebenfalls müssten Sie dann chemische Mittel einnehmen, die eine Erektion künstlich erzeugen.

 

3. Diese Frage ist schon spannender, bedauerlicherweise sind Sie der einzige der sie beantworten kann, denn Ihr Unterbewusstes weiß die Antwort schon. Um das Unterbewusste sprechen zu lassen, könnten Sie sich in der Kunst der Psycho-Analyse üben. So etwa durch eine Traumdeutung. Vielleicht hilft Ihnen da auch die Gesprächstherapie auf die Sprünge, vielleicht aber auch nicht, denn das Unterbewusste ist wie der Schatten an der Wand, leuchtet man mit einer Lampe nach dem Schatten, verschwindet er. Macht man die Lampe aus, ist der Schatten wieder da.

Allerdings fällt mir auf, dass die Frau mit der Sie zusammen waren, sieben Jahre älter ist als Sie. Dies könnte darauf hindeuten, dass Sie die Frau mit der Rolle Ihrer Mutter besetzen. Wäre dem so, dann ist es auch klar, warum Sie nicht zum Orgasmus und zur Ejakulation kommen, denn mit der eigenen Mutter pflegt man keinen Sex.

 

4. Sie reagieren ja schon auf die Umstände und ich sehe gute Chancen, dass sich Ihr Sexualleben weiter entwickelt. Vielleicht demnächst mal mit einer ungefähr gleichaltrigen Fra.

Normal oder unnormal, mit solchen Begriffen aus der psychometrischen Rumpelkammer impotenter akademischer Psychologie kommt man allerdings im Sexualleben nicht weiter, man wird damit höchstens Diplom-Psychologe und lässt dann seine geistige Flachheit an nichtsahnenden Menschen aus.

 

 

 

Gutes Gelingen

 

 

Peter Thiel

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Mittwoch, 21. Januar 2009 01:30

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Anorgasmie - Orgasmusausfall

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

Seit einem Jahr bin ich mit einem sehr "kopflastigen" und wunderbaren Mann zusammen, seit einem halben Jahr (nach anfänglichen Erektionsstörungen, die sich mit viel Geduld von alleine gelöst haben), haben wir Geschlechtsverkehr. Allerdings ohne, dass mein Partner dabei einen Orgasmus hat. Er sagt, dass es beim masturbieren funktioniert. Vor mir war er übrigens 6 Jahre Single.

Meine Frage: Liegt es an mir als Frau? Kann ICH ihm persönlich irgendwie helfen? Was für Möglichkeiten gibt es?

Vielen Dank für Ihre Hilfe und hoffentlich die Beantwortung dieser äußerst peinlichen Mail.

Mit freundlichen Grüßen

...

 

 

Hallo Frau ... ,

Im allgemeinen ist es beim Sex nicht viel anders als beim Standardtanz, es liegt fast nie an einem allein, wenn es nicht so gut klappt.

Was kann mann und frau da tun? Üben, üben, üben - aber nicht zwanghaft, sondern mit einer gewissen Portion Leichtigkeit.

Wenn es allein dann trotzdem nicht klappt, kann ein guter Paarberater oder Paartherapeut von Nutzen sein.

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 


 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Donnerstag, 15. Januar 2009 22:51

An: info@maennerberatung.de

Betreff: ok.. meine erste E-Mail

 

sehr geehrte Damen und Herren,

dann versuche ich es mal mit meiner ersten E-Mail. Ich habe kein Problem mit der Erektion .. das kann stunden lang anhalten. Mein sehr großes Problem ist das ich nur dann zum Orgasmus komme wenn ich meine beiden Beine strecke und extrem anspanne .. sprich nur mit dieser Anstrengung kann ich zum Orgasmus kommen. Das schränkt mich leider sehr sehr in der Auslebung von verschiedenen Stellungen ein und verhindert das ich in den Lieblingsstellungen meiner Frau zum Orgasmus komme.

Können Sie mir einen Rat geben ob oder wie ich das abstellen kann? Selbst bei der Selbstbefriedigung müssen meine Beine immer gestreckt und extrem angespannt werden damit ich diese Erleichterung erfahre. Das ist ein großes Problem für mich und verhindert das meine Frau auch ihren Spass an unserer Erotik haben kann denn Sie möchte unbedingt das ich auch in ihren Lieblingsstellungen (Hündchenstellung ist da eine) unbedingt zum Orgasmus komme.

Für einen Tip wäre ich dankbar!!

Mit freundlichen Grüßen

...

 

 

 

 

Hallo Herr ... ,

ich glaube, das lässt sich nicht so ohne weiteres abstellen. Womöglich muss sich Ihre Frau im Vierfüßer auf den Couchtisch in Position bringen, so dass Sie einerseits die Lieblingsstellung Ihrer Frau bedienen und andererseits ihre Beine ausstrecken können, so damit Sie auf die gewohnte und etwas ungewöhnliche Weise zur Ejakulation oder auch zum Orgasmus - was beides nicht das selbe ist - kommen können.

Eine Ejakulation kriegt man mit Anstrengung womöglich hin, einen befriedigenden Orgasmus mit Sicherheit nicht, denn es gilt die alte Regel, dass, wer zum Orgasmus kommen will, sich nicht anstrengen darf, denn der Orgasmus ist kein willkürliches Geschehen, wie etwa wenn man sich mit der Hand an den Kopf fasst oder die Nase putzt, sondern ein unwillkürliches Geschehen, so wie z.B. auch das Niesen, dem zwar eine gute Vorbereitung nützt, das aber letztlich ein spontanes Geschehen ist.

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Donnerstag, 25. Dezember 2008 22:48

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Frage

 

Sehr geehrter Herr Thiel,

ich recherchiere für ein Theaterstück und wüsste gerne ob Anorgasmie bei jungen Männern tendenziell zunehmend ist, bzw wieviel Prozent in etwa davon betroffen sind. Gibt es Ihrer Meinung nach beeinflussende Faktoren der heutigen Gesellschaft (Stw Leistungsgesellschaft etc.), die diese Form der Impotenz verstärken?

Beste Grüße aus ... ,

...

 

 

 

 

Hallo Frau ...,

darüber kann man sicher nur spekulieren, weil es dazu wohl keine seriösen Forschungen gibt. 

Leistungsdruck führt im allgemeinen und im besonderen natürlich in der Partnerschaft, bzw. der sexuellen Beziehung - führt ganz sicher zu einer Verstärkung von Anorgasmie, Impotenz oder mangelnder Erektionsfähigkeit. 

In so fern ist mann  gut beraten, sich von vorhandenen Leistungsdruck wie auch dem eingebildeten (verinnerlichten) Leistungsdruck zu emanzipieren. Dazu bedarf es jedoch einigermaßen selbstbewusster Männer, die man in Deutschland - um den kynische Philosophen Diogenes von Sinope, (* ca. 399 v. Chr. in Sinope, † 323 v. Chr. in Korinth) zu zitieren, auch mit der Laterne kaum findet. 

Diogenes soll tagsüber mit einer Laterne durch Athen gelaufen sein und gerufen haben: "Ich suche Menschen".

 Heute sucht man Männer und findet unabgenabelte vaterlose Muttersöhne, das ist nicht weniger dramatisch.

Und auf der anderen Seite sucht mann Frauen und findet unabgenabelte vaterlose Muttertöchter, welch ein Drama.

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Sonntag, 30. November 2008 15:26

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Samenerguss

 

Sehr geehrter Herr Thiel,

seit kurzem wird mir ein Problem bewusst mit welchen ich mich nun an Sie wenden möchte, in der Hoffnung, dass Sie mir einen Rat geben können.

Ich wurde im Alter von 20 Jahren wegen eines medizinischen Vorfalls (gerissenes Bändchen an der Vorhaut) beschnitten. Im allgemeinen finde ich das auch super schick und praktisch weil hygienisch. In letzter Zeit habe ich aber das Problem, dass ich beim Sex mit meiner Freundin keinen Samenerguss bekomme. Bei der Selbstbefriedigung ist es allerdings kein Problem. Nun habe ich gelesen, dass duch zuviel SB in einer Singlephase die Empfindsamkeit der Eichel so konditioniert werden kann dass man beim Sex mit einer Frau nicht mehr ausreichend erregt wird und es dadurch nicht zu einem Samenerguss kommen kann. Meine Freundin ist dadurch nun leider sehr irritiert und glaubt das sie mich nicht anmacht. Dies ist natürlich Unsinn ich liebe sie sehr und finde sie sexuell auch höchst attraktiv. (Natürlich nicht nur im sexuellen Sinne).

Nun meine Frage: Gibt es eine Möglichkeit die Sensibilität der Eichel zu erhöhen, den Erguss zu beschleunigen, die Konditionierung rückgängig zu machen oder hab ich einfach nur das Problem im Kopf nicht "frei" zu sein??

Über eine erschöpfende Antwort würde ich mich wirklich sehr freuen und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

 

 

 

 

Hallo Herr ...,

wenn Sie beim masturbieren einen Orgasmus bekommen, dann ist die Empfindsamkeit der Eichel ausreichend. Ein ausbleibender Orgasmus beim intimen Kontakt mit ihrer Freundin hat dann andere Gründe. So - wie Sie schon andeuten - "psychische" - also beispielsweise Leistungsangst oder ähnliches.

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 


 

 

 

 

----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Sonntag, 8. Juni 2008 10:00

An: info@maennerberatung.de

Betreff:

 

Guten Tag!

Unser Problem (wir: ich,w, 54 und mein Mann, 58) : mein Mann hatte eine Prostata-OP, bei der die Nerven, die für die Erektion zuständig sind, geschädigt wurden. Also: keine Erektion mehr, auch nicht über Medikamente.

Wir lieben uns sehr, wollen weiterhin Sex haben und fragen uns, welche Möglichkeit gibt es für meinen Mann, trotzdem einen Orgasmus zu haben. Wie kann das gehen, ganz konkret? Für mich als Frau ist es einfach, aber ein O. ohne Erektion können wir uns nicht richtig vorstellen.

Eine Antwort wäre sehr wichtig für uns. Freundliche Grüße

 

 

 

 

Hallo ...,

so richtig vorstellen können sich das vielleicht die wenigstens, aber das ist vielleicht auch nicht notwendig. Die wenigsten Menschen im Mittelalter konnten sich fliegende Menschen vorstellen und heute fliegen schon Babys mit dem Flugzeug durch die Luft.

 

Die Erektion des Penis dient biologisch gesehen nicht der Orgasmusfähigkeit, sondern der Fähigkeit, die Begattung durchzuführen. Ein schlaffer Penis kann ja nicht ohne weiteres in die Vagina eingeführt werden, so dass die Menschen und andere Säugetiere schon ausgestorben wäre, wenn es keine Erektion des Penis gäbe.

 

Da Männer bei einigem Training in der Lage sind, auch Orgasmen ohne Ejakulation zu erleben - die allerdings naturgemäß von anderer Qualität sind, als die mit Ejakulation - ist es generell auch möglich, einen Orgasmus ohne Erektion zu bekommen. Bei diesem Orgasmus - wie gesagt, kommt es dann nicht zur stoßweisen Ausstoßung von Sperma, denn hierfür wäre auch die Kontraktion im versteiften Penis notwendig.

Der Orgasmus kann aber wesentlich mehr sein, als eine auf den Penis beschränkte Ejakulation, auch wenn man einräumen muss, dass viele Männer nichts anderes kennen, weil sie so schwanzfixiert sind.

 

Ein Orgasmus - also eine Art Entladung aufgebauter Körperspannung - kann sich bei Frauen und auch bei Männern im ganzen Körper wellenartig ausbreiten, das heißt hier ist eine Erektion nicht zwingend erforderlich. Allerdings vereinfacht eine Erektion beim Mann auch vieles. Von daher kann man sicher sagen, dass ein Orgasmus ohne Erektion einige sexuelle Kunst und Erfahrung des Mannes erfordert. Dies gilt natürlich auch für das Zusammenspiel von Mann und Frau, dass in einem solchen Fall eine besonders gute Abstimmung verlangt.

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Sonntag, 25. Mai 2008 03:20

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Frage zu Onanieren/ Sex

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte mal sehr gerne folgendes Wissen: Geht es nicht, dass ich nach einem Orgasmus direkt weiter machen kann? Und wenn, warum ist das so, dass erstmal nichts mehr geht und wie lange braucht das mit meinen 33 Jahren?

Und wenn man direkt nach dem Orgasmus weiter machen kann, wie überwindet man das? Denn es kitzelt nach dem Orgasmus immer so und dann wird er schlapp.

Und wenn es weiter geht, wie oft geht das, bis nichts mehr kommt, einmal keine Samen mehr und dann auch ohne Samen nichts mehr und wie lange dauert es, bis wieder genug neues gebildet worden ist?

Vielen Dank für die Bearbeitung im voraus.

Mit freundlichen Grüßen

...

 

 

 

 

Hallo Herr .... ,

mit dem Orgasmus ist es wie mit dem Gewitter. Wenn sich alle Spannung entladen hat, dann dauert es erst mal eine Weile, bis die Batterie wieder aufgeladen ist. Frauen können aus unerfindlichen Gründen kurz hintereinander mehrere Orgasmen haben. Man könnte sich das so vorstellen, dass Frauen gewissermaßen mehrere Orgasmusbatterien haben, während die meisten Männer nur eine Orgasmusbatterie haben, so dass sie damit auch nur einmal zum Orgasmus kommen und dann eine Weile brauchen, bis die eine Batterie wieder aufgeladen ist.

Mit ein wenig Training und an guten Tagen können aber auch Männer relativ kurz hintereinander zum Orgasmus kommen. Wie das geht, kann man nicht so recht erklären, probieren Sie es einfach aus, aber ohne Ehrgeiz, denn das ist der Feind jedes Orgasmus.

 

Gruß Peter Thiel

 

 


 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Dienstag, 7. August 2007 11:14

An: info@maennerberatung.de

Betreff: anorgasmie

 

sehr geehrte damen und herren

ich (49) bin seit vier monaten mit meinem freund (60) zusammen. unser sexualleben ist sehr befriedigend für mich - leider hatte mein freund während dieser zeit,

nie einen orgasmus. er sagt dieses problem hätte er schon seit einigen jahren. er ist auch beim sex sehr leistungsorientiert, es spielt sich bei ihm sehr viel im kopf ab .

was können wir tun?

vielen dank

...

 

 

 

 

Hallo ... ,

Ihr Freund könnte seine Leistungsorientiertheit beim Sex mal hinten anstellen und sich statt dessen auf seine Hingabe- und Genussfähigkeit einlassen.

Wenn er und sie das nicht von alleine schaffen, dann empfehle ich Ihnen beiden eine gute Paartherapie.

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 


 

 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Montag, 6. August 2007 18:28

An: info@maennerberatung.de

Betreff: "Ferndiagnose möglich?"

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich (männlich, 30 Jahre) habe ein wirklich sehr grosses Problem.

Können Sie mir bitte einen Rat erteilen?

Ich habe jahrelang auf dem Bauch onaniert und dabei einen gewissen "Druck" auf mein Glied ausgeübt, jetzt habe ich eine Frau und ich liebe sie sehr, aber ich bekomme beim Geschlechtsverkehr keinen Orgasmus... der "Druck" fehlt.

Ich habe eine Erektion, ich fühle nur zuwenig, leider! Auch nach 1 Stunde (oder mehr) fehlt das "gewisse etwas".

Ich hoffe durch den sofortigen Stop meiner onanier-Technik ein leichter zu stimulierendes Glied zu bekommen, was sagen Sie dazu?

Auch wenn ich "normal" onaniere passiert nicht viel, es fühlt sich ok an - aber nicht super.

Ich habe mit der ungesunden Art zu onanieren vor 3 Wochen aufgehört, wie kann ich mein Glied sensibilisieren?

Gibt es Creme für mehr Empfindlichkeit?

Was sagen Sie zu TMS? ? Traumatic Masturbatory Syndrome ?

Bitte helfen Sie mir!

Mit freundlichen Grüssen

...

 

PS: Da ich auch beim onanieren mit meinen Händen keinen Orgasmus bekomme, kann es nicht an meiner Frau liegen... ich habe über 15 Jahre eine schlechte Angewohnheit ausgeübt und versuche nun die Folgen zu beheben.

 

 

 

 

 

 

Hallo ... ,

 

ich würde Ihnen erst einmal drei Monate sexuelle Enthaltsamkeit verordnen, also in der Zeit auch keine Masturbation.

Wenn Sie das einhalten, stellt sich Ihre Orgasmusfähigkeit zu 80 Prozent von ganz allein wieder ein. Die restlichen 20 Prozent sind dann die sich einstellende sexuelle Resonanz mit ihrer Partnerin.

Creme brauchen Sie dazu nicht. Es gibt auch keine Creme, die da helfen würde.

 

 

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Mittwoch, 25. Juli 2007 20:12

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Sexualitäts-Problem (Frage)

 

Hallo Männerberatungs-Team,

Ich habe eine Frage zur Sexualität, die mich seit langem beschäftigt.

Ich bin 19 Jahre alt und seit fast 8 Monaten in einer festen Beziehung und sehr, sehr glücklich damit. Alles läuft gut, nur im Bett fühlt es sich nicht so toll an, die alte Leier, ich komme zu früh und sie deshalb gar nicht. Bis jetzt hatte ich eine Methode damit umzugehen (da sie auch sehr verständnisvoll ist), aber jetzt funktioniert das nicht mehr. Ich bin beim ersten mal seeeehr früh gekommen (unter 10 Stöße), konnte dann aber weitermachen und hielt fast so lange durch wie ich wollte (was sie dann auch zum Orgasmus brachte). Aus irgendeinem Grund funktioniert das jetzt aber nicht mehr, also möchte ich noch einmal auf das Ausgangsproblem eingehen, das "zu früh" beim ersten Orgasmus.

Ich habe einen relativ großen Penis (erigiert ca. 20cm) und sie ist fast einen Kopf kleiner als ich und anatomisch eben auch so eingerichtet, dass es für mich sehr eng ist.

Mein Penis wird außerdem sehr hart und steht leicht nach oben und nicht im 90° Winkel und ein bischen weicher, wie ich es bei meinen Freunden beobachtet habe. Ist das normal?

Außerdem versuche ich meinen PC Muskel (Damm) durch an- und entspannen zu trainiere, hilft mir das bei meinem Problem oder ist das sogar Kontraproduktiv?

Wie kriege ich außerdem meinen Penis dazu wieder durchgehend stehen zu bleiben, auch nach dem ersten Orgasmus? Und hilft mir häufiges Onanieren oder sollte ich das eher selten tun?

Ich liebe meine Freundin sehr und dass sie so verständnisvoll ist, macht es für mich nicht viel leichter, da es mir so noch viel mehr Leid tut, dass ich sie nicht so befriedigen kann, wie ich das gerne tun würde!

Herkömmliche Techniken wie "Stop-Start-Methode" kenne ich bereits, sie funktionieren bei mir allerdings nicht, da unter 10 Stößen, einfach zu kurz zum stoppen und wieder starten ist!

Auch die Squeeze Methode bringt nichts, weil wenn ich ihn nach 5 Stößen wieder rausziehe um zu squeezen verliert sie natürlich schnell die Lust. Können sie mir vielleicht helfen? Gibt es eine Art "Training" oder noch andere Methoden, die ich im Internet nicht gefunden habe? Einen Geheimtipp älterer Männer? Oder ist das einfach angeboren und ich muss damit irgendwie leben?

Bitte um Hilfe und Antwort

Vielen, vielen Dank im Vorraus!

 

...

 

 

 

 

 

Hallo ... ,

Sie praktizieren offenbar eine Stellung, bei der die Frau in der untergeordneten Position ist, so z.B. bei der sogenannten Missionarsstellung (Frau liegt unten, Mann oben).

Probieren Sie doch mal aus, dass sich Ihre Freundin in der oberen Position befindet (sogenanntes Reiten auf dem heiligen Georg).

 

Ihre Partnerin hat in dieser dominanten Stellung mehr Sicherheit und kann besser das Wie und das Tempo bestimmen

Sie können umgekehrt mal die aktive Rolle verlassen und stehen nicht so unter Leistungsdruck, Ihre Partnerin zum Orgasmus zu bringen, da sie nun zu einem Großteil selbst für ihren Orgasmus verantwortlich werden kann.

 

Stehen bleiben muss Ihr Penis nicht die ganze Zeit, in der sie beide miteinander beschäftigt sind, auch wenn Frauen nicht selten eine solche Erwartung haben, da sie meinen ein erschlaffter Penis wäre Ausdruck mangelnden Interesse des Mannes an ihrer Person. 

Aber der Penis ist nun mal kein Baseballschläger wie ihn Skinheads als Phallusersatz und Prügelstab gerne mit sich herumtragen, sondern ein sensibler männlicher Körperteil, der sich eher wie eine Katze, nicht aber wie ein Hund verhält.

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Samstag, 19. Mai 2007 20:09

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Erektion?

 

Hallo ich habe eigentlich immer einen steifen, aber ich komme einfach nicht egal ob Frau oder Mann. Wenn ich mich befriedige ist das aber kein Problem? Bin ich krank oder stimmt was nicht mit mir? 

Gruss ...

 

 

 

Hallo ... ,

Wenn Sie mit Ihrer Situation zufrieden sind, dann würde ich sagen, es ist alles o.k.

Wenn Sie mit Ihrer Situation nicht zufrieden sind, dann würde ich Ihnen vorschlagen, diese so zu verändern, dass Sie zufriedener werden.

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 


 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Dienstag, 16. Januar 2007 19:32

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Frage

 

Hallo!

Ich habe gerade eure Website gefunden und möchte mal um euren Rat fragen: Ich (Anfang 30 und an sich gesund) masturbiere seit meiner Pubertät, indem ich meinen Penis an einer Matratze oder Ähnlichem reibe. Funktioniert bis heute wunderbar, nur die "konventionellere" Methode mit der Hand klappt nicht. Bin mittlerweile in einer Beziehung mit einer Frau, und auch hier komme ich weder bei manueller noch bei oraler Stimulation, und vaginal auch nicht immer und nur nach ziemlich langem Bemühen. Deshalb meine Frage, nachdem mich die ganze Situation mittlerweile doch ziemlich belastet - ist das eher ein psychisches Problem oder kann es vielleicht daran liegen, dass ich beschnitten bin (und wenn dem so ist, dann wird sich wohl nicht mehr viel machen lassen, oder?).

Danke im Voraus für eure Antwort!

 

 

 

Hallo ... ,

ich glaube nicht, dass das daran liegt, dass Sie beschnitten sind, vielleicht aber daran, dass Sie beschnitten wurden.

Aber ansonsten gehe ich davon aus, dass die von Ihnen geschilderte Symptomatik "psychischer" Natur ist. Um dies genauer abzuklären empfehle ich Ihnen eine Einzelberatung oder Paarberatung.

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Sonntag, 31. Dezember 2006 11:51

An: info@maennerberatung.de

Betreff: fruehzeitiger samenerguss ohne orgasmus

 

liebes maennerberatungs-team,

ich habe vor kurzem einen sehr netten mann kennen gelernt, der das problem hat, schon nach ca. 3 "stoessen" und ohne orgasmus zu kommen. wir sind beide ca. 43, er hatte allerdings seinen ersten sexuellen kontakt erst vor ca. 12 jahren - und mit dem problem schon immer zu kaempfen.

ich habe ihm geraten bei einem urologen koerperliche ursachen ausschliessen zu lassen und ihm diverse ratgeber-seiten im internet gezeigt und ihm auch angeboten bei manchen uebungen zu helfen (alles mit dem gebotenen verstaendnis und ohne draengen!).

haben sie noch einen rat fuer uns? - und warum bekommt mein freund keinen orgasmus?

vielen dank und liebe gruesse,

...

 

 

 

Hallo ... ,

ich würde nicht sagen, dass Ihr Partner keinen Orgasmus bekommt. Den wenn Ihr Partner ejakuliert, kann man dies durchaus auch als orgastisches Geschehen interpretieren. Im Vergleich mit dem Lusterlebnis anderer Männer mag das natürlich etwas wenig erscheinen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass Ihr Partner sein orgastisches Potential erst zu 10 Prozent ausgeschöpft hat. Von daher ist nach vorne hin für sie beide natürlich noch alles möglich. Welchen Weg sie beide dabei konkret gehen möchten, kann ich nicht wissen.

Möglicherweise nutzen sie beide einen Termin bei einem guten Sexualtherapeuten oder besuchen einen seriösen Tantrakurs oder oder oder. Der Wege gibt es viele.

 

Ich wünsch Ihnen gutes Gelingen.

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 


 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Dienstag, 29. August 2006 19:56

An: info@maennerberatung.de

Betreff: ich habe ein starkes problem

 

zu anfang will ich ihnen mitteilen das ich erst 16 bin doch ich habe ein wirkliches problem mit meiner sexualität!

ich bin seit längerem mit meiner freundin zusammen wir schlafen auch schon sehr lange miteinander, sie ist sehr oft zum orgasmus gekommen doch seit längerem nicht mehr so sie sagt sie spürt nicht mehr sehr viel was kann ich dagegen tun manchmal spürt sie mehr manchmal weniger! und ein problem bei mir ist das ich glaube das meiner zu klein ist was kann ich tun damit er größer wird gibt es da etwas???? bitte helfen sie mir!!!!

 

 

 

 

Hallo ...,

wenn Ihre Freundin nicht so viel spürt oder auch keinen Orgasmus bekommt, dann liegt dass nicht daran, dass der Penis zu klein ist, sondern, dass sich Ihre Freundin unsensibel macht.

Vielleicht hat sie ein Beziehungsproblem und traut sich das nicht anzusprechen und löst ihren Konflikt auf der körperlichen Ebene damit, dass sie eben nur noch wenig spürt.

 

 

 

Gegebenenfalls könnten sie beide gemeinsam oder - wenn das nicht gehen sollte - auch einzeln, mal eine persönliche Beratung wahrnehmen.

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 


 

 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Montag, 31. Juli 2006 20:26

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Anorgasmie

 

Guten Tag Herr Thiel

Mein Beispiel passt in gewissen Masse zu den anderen auf Ihrer Homepage, trotzdem wäre ich sehr froh Ihre Meinung darüber zu hören.

Das Problem ist, dass ich beim Geschlechtsverkehr nicht zum Orgasmus kommen kann. Das einzige Mal wo es geklappt hat, war bei einem ONS ohne Kondom. Wenn ich französisch verwöhnt werde klappts gelegentlich. Ich weiss nicht ob es an den Kondomen liegt, da ich kein Beziehungsmensch bin, und es alle paar Wochenende mit einer anderen Versuche, kann ich die Kondome nicht beiseite lassen. Eine weitere Ursache könnte unter Umständen mein exzessiver Masturbationsverhalten sein, seit Jahren mache ich es mir mehrmals täglich selbst. Bin übrigen 24 Jahre alt.

Zu meiner Person ist noch zu sagen, dass ich doch öfters Mühe habe loszulassen und andere Menschen an mich ranzulassen physisch sowie psychisch. Wobei ich diese Dinge in den letzten Monaten gut in den Griff bekommen habe. Was Frauen anbelangt bin ich nicht sehr wählerisch, habe es aber mit verschiedensten Frauen gemacht, welche ich sehr begeehrt habe und denen ich mich sehr nahe und vertraut gefühlt habe.

Besten Dank im Voraus für Ihre Antwort.

Grüsse

...

 

 

 

 

 

Hallo ... ,

ich geh davon aus, dass Sie im intimen Kontakt mit einer Frau ihre eigenen Grenzen so hoch ziehen, so dass kein Orgasmus passiert. Das ist so ähnlich, als wenn Sie in der S-Bahn anfangen würden zu masturbieren, da werden Sie in der Regel auch keinen Orgasmus bekommen, weil die Situation nicht passt.

 

Ansonsten scheint es beim Masturbieren ja zu klappen, da sind Sie ihr eigener Chef, niemand mischt sich ein oder schaut zu und so können sie relativ ungestört bestimmten, wo und wie es langgeht.

 

Die Lösung ist denkbar einfach und dennoch oft schwer zu machen.

So ähnlich sagt es auch Bertolt Brecht über den inzwischen in Verruf gekommenen Kommunismus: Er ist das einfache, dass schwer zu machen ist.

 

 

 

Betrachten Sie den ausbleibenden Orgasmus nicht als Ihr "Problem", sondern als Ihren zeitweiligen freundlichen Wegbegleiter, der Sie so lange begleiten wird, wie Sie ihn brauchen. Es kann durchaus sein, dass er sich schon morgen verabschiedet, aber vielleicht ist er auch noch in sechs Monaten treu an Ihrer Seite.

 

Wenn die Zeit herangekommen ist, dass Sie sich auf auf eine Frau stärker einlassen, dann kommt auch der Orgasmus - sie müssen da gar nichts tun, sondern sich nur dem Strom der Veränderung überlassen und nicht dagegen anschwimmen. Wenn Sie aber dennoch ohne aufzuhören unermüdlich gegen den Strom schwimmen, kann es sinnvoll sein, mal zu gucken, warum Sie das tun und wie Sie das zukünftig abstellen können.

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 

 


 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ... 

Gesendet: Dienstag, 25. April 2006 00:49

An: info@maennerberatung.de

Betreff: (Kein Thema)

 

Sehr geehrter Herr Thiel,

am 26. April 2005 hatte ich Ihnen per Mail eine Anfrage zum Thema "mehrmaliger Orgasmus des Mannes" geschickt. Auf dieses Thema wurde ich selbst aufmerksam durch die Reportage auf dem Nachrichtensender N24 "Die Sexualität des Menschen - Der Orgasmus", die zufälligerweise vor einigen Tagen wieder im Fernsehen lief. Dort wurde gesagt, dass Männer durchaus mehrmals hintereinander zum Orgasmus kommen können, wenn sie ihren Beckenmuskel vor dem Orgasmus anspannen und somit eine Ejakulation unterbinden.

Ich habe versucht, dies beim Onanieren mal in die Tat umzusetzen, wobei trotz - starker sexueller Erregung - die Intensität des Orgasmus stark beeinträchtigt wurde und ich trotzdem ejakuliert habe bzw. ejakulieren musste.

Haben Sie vielleicht eine Idee, was ich falsch gemacht haben könnte oder eine Erklärung, weshalb mein Versuch, während des Orgasmus nicht zu ejakulieren, fehlgeschlagen ist?

Ich bedanke mich im Voraus und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

...

 

 

 

 

Hallo ...,

Sie haben es offenbar nicht geschafft, die Ejakulation vom Orgasmus zu entkoppeln.

Das ist auch nicht gerade leicht, vielleicht ungefähr so, wie vom 10 Meter Turm hinunterspringen, dabei die "Frankfurter Allgemeine zu lesen, und kurz vor dem Aufprall auf dem Wasser die Zeitung loszulassen.

Erklären wie man so was macht kann man nicht. Übung macht hier den Meister. Aber bitte nicht verbissen, sondern mit Leichtigkeit.

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 


 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Montag, 20. März 2006 19:54

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Frage

 

Guten Tag,

über google.de bin ich auf Ihre Hompepage gelangt und wollte wegen eines Problems bei Ihnen Rat suchen.

Mein Problem ist, dass ich beim Masturbieren mit Hilfe der Hand nicht fähig bin, bis zum Orgasmus zu kommen; ich werde zwar erregt und die Erregung nimmt zu, aber nur bis zu einem bestimmten Punkt. Ähnliches gilt, wenn ich oral befriedigt werde oder Geschlechtsverkehr habe.

ich kann nur kommen, wenn ich meinen Penis sehr fest an einer Unterlage reibe, meistens benutze ich ein Kondom (damit es "flutschiger" ist) und reibe ihn dann auf dem Bauch liegend an einem Kissen, bis ich einen Orgasmus habe bzw. ich verteile Gleitcreme auf dem Rücken/Po des Geschlechtspartners und reibe ihn daran, bis ich (kurz vor) dem Orgasmus bin. Prinzipiell ist gegen diese Techniken ja nichts einzuwenden, aber mt der Zeit ist das schon sehr einseitig und schränkt einen auch örtlich etc. sehr ein!!

Ich finde das sehr merkwürdig, habe auch schon das ein oder andere dazu gelesen (Bsp. Comer: Klinische Psychologie), kann mich aber nicht bei den psychischen sexuellen Störungen wiederfinden. Ehrlich gesagt habe ich auch kein Problem mit Sexualität an sich, sondern freue mich daran (soweit die Sit es zulässt) und habe nicht den Eindruck, etwas verdrängt zu haben o.ä.

Könnte es rein organisch sein? Und wenn ja, was? z.B. durch meine Beschneidung (im Alter von etwa 2-3Jahren) verusacht???

Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen!

Freundliche Grüße!

 

 

 

 

 

 

Hallo ...,

was für eine Antwort, auf welche Frage hätten Sie denn gerne?

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 

 


 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Sonntag, 22. Januar 2006 02:23

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Ich komme nicht in einer Frau!

 

Guten Tag ich weiß es ist spät aber ich hab ein besonderes Problem,

mit 16 Jahren wurde ich zu 100 % beschnitten! Heute bin ich 22 und hatte schon viele Freundinnen mit denen ich auch geschlafen habe! Ich bekomme leider keinen Orgasmus bzw ich komme nicht in einer Frau das ist bei jeder so gewesen! Deshalb hatte ich schon sehr viel Probleme mit den Mädchen die ich hatte weil sie sich so vor kamen als ob sie mich nicht befriedigen können! Meine Aktuelle Freundin ist da anders da bin ich echt froh! Weil sie mich so liebt wie ich bin! Aber diesem Probelem wollte ich denoch mal nach gehen! Wenn ich mich Selbstbefriedige komme ich immer zum Orgasmus und in einer Frau nicht! Meine Penis ist seit dem ich beschnitten wurde aufjedenfall unempfindlicher geworden wenn ich in einer Frau bin spühre ich auch nicht so viel! Kann ich gegen meine unempfindlichkeit etwas tun! Z.b. Crems usw.? Oder gäbe es noch andere Mittel? Mir wäre sehr wichtig wenn sie mir bei meinem Problem helfen können! Ich weiß ja auch das jeder Mann gern so lange könnte wie ich, ich mein für jeden ist das ein Traum! Weil alle ja zu früh kommen! Aber wer hat schon das Problem gar nicht zu kommen! Da muss es doch eine Lösung geben!

Danke schon mal im Voraus für ihre Antwort!

 

 

 

 

 

 

Hallo ... ,

 

spezielle Mittel brauchen Sie nicht. Das ist alles rausgeworfenen Geld. Da wäre es besser, wenn sie für die Opfer von Naturkatastrophen und Kriege spenden würden oder wenn Sie wollen können Sie auch mir Ihr überzähliges Geld schenken. Ich kann mir mit dem Geld dann mal eine Massage von einem guten Masseur gönnen.

 

Was Ihnen hilft, ist die Entwicklung Ihrer Fähigkeit, sich auf den nahen und intimen Kontakt mit Ihrer Partnerin einzulassen. Das können Sie - mit all der dafür erforderlichen Gelassenheit - jeden Tag üben und eines Tages macht es klick und das, wonach Sie gesucht haben, stellt sich plötzlich ein.

 

Nehmen Sie sich dafür die Zeit.

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ... 

Gesendet: Montag, 30. Januar 2006 23:09

An: info@maennerberatung.de

Betreff: keine Ejakulation

 

 

Hi Dr. Thiel,

hab beim letzten Sex mit meinem Freund etwas erlebt, was mich irgendwie belastet.

Sind in einer ziemlich harmonischen Beziehung, seit über 1 Jahr. Und letztes mal hatte er zwar eine heftige Erektion, aber ist nicht zum Orgasmus gekommen bzw. ist keine Ejakulation eingetreten.

Was mich jetzt - als seine Freundin - verunsichert. Er meint, es liegt nicht an mir...aber irgendwie macht mich dieses letzte Erlebnis total unsicher was unsere Beziehung betrifft. Mach ich mir da zu viele Gedanken, oder welche Gründe können noch dafür verantwortlich sein?

Danke schon mal für die Antwort.

Grüsse ... 

Bitte Anonm behandeln... Danke

 

 

 

 

Hallo ... ,

Doktor bin ich nicht. Da fehlt mir derzeit die Zeit und auch das Bedürfnis mich auf die Erarbeitung einer Dissertation einzulassen. Vielleicht mache ich das noch, wenn ich 60 bin. Da habe ich aber noch 16 Jahre Zeit.

 

Gründe gibt es vielleicht ein paar hundert. Aber machen Sie sich darum mal keine Gedanken. Gründe kommen und gehen und wenn man sich mit allen schon gegangenen Gründen beschäftigen würde, bliebe für das Leben in seiner Fülle gar keine Zeit mehr.

 

 

Mit dem ausbleibenden Orgasmus brauchen Sie sich auch deshalb keine Sorgen zu machen, da dies öfter vorkommt, als mann oder frau gemeinhin denkt, nur spricht darüber im allgemeinen niemand. Stellen Sie sich nur vor im Deutschen Bundestag würde darüber debattiert, dann wüssten wenigstens mal alle Bescheid. Doch auch bei den Bundestagsabgeordneten, egal ob weiblich oder männlich, bleibt mal der Orgasmus aus und so kämen sie vielleicht in die Verlegenheit, nach ihrem eigenen Orgasmuserleben befragt zu werden.

 

Gucken Sie bitte nicht wie das Kaninchen auf die Schlange. Entspannen Sie sich und erwarten Sie nichts, dann ist die Chance sehr groß, dass das Liebesleben wieder an Fahrt gewinnt.

Und für den unwahrscheinlichen Fall, dass dass Liebesschiff doch einmal längere Zeit liegen bleibt, empfiehlt es sich eine Sexpause von vier Wochen einzulegen, die aber von beiden Partnern dann auch strengstens einzuhalten ist.

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ... 

Gesendet: Freitag, 20. Januar 2006 14:39

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Sensibilisierung

 

Hallo Herr Thiel,

meine Partnerin und ich haben mehrmals in der Woche Sex. Doch eines fällt mir auf die Reibung in ihrer Scheide ist nicht sehr groß. Ich komme nur wenn sie die Beine zusammenzwickt.

Sie meint das es daher kommt das ich kaum sexuelle ERfahrungen vor ihr mit Frauen gehabt habe und ich mich hauptsächlich nur Selbstbefriedigt habe. Sie meint mein Penis wäre für den normalen Verkehr nicht sensibel genug. Stimmt dass? Was kann ich oder Sie verändern?

Kann man den Penis sensibilisieren und wie?

Gruß

...

 

 

 

 

Hallo Herr ... ,

ich denke das ist ein typisches Missverständnis. Wenn im Sex etwas nicht so klappt wie mann oder frau sich das wünscht, dann liegt das heutzutage nach offenbar herrschender Auffassung am Mann. "Die" Männer haben - offenbar auch in Folge des desaströsen Erlebens der NS-Zeit und des 2. Weltkrieges - nach dem Krieg ein Stück weit "das Kind mit dem Bade ausgeschüttet". Waren sie vorher vielleicht noch Machos (wenn auch nicht unbedingt potenter als heute), so scheinen viele Männer heute nur noch Weichspüler und bloße Anhängsel der Frau zu sein. Viele Männer laufen mit großen Schuldkomplexen gegenüber Frauen herum und überbieten sich in öffentlichen Eingeständnissen zum Thema "Wer ist der schlechteste Mann". Das macht Männer nicht unbedingt attraktiver und so bleibt die nächste Klageflut von Frauen nicht aus, mit der Folge, dass der Mann sich noch mehr abduckt, anstatt zu überlegen, was er anders gestalten könnte.

 

Vor 100 Jahren hat man das genau anders herum gesehen, da lag es immer an der Frau. Viele Frauen hat das zu denken gegeben und sie haben sich auf den Weg gemacht (Stichwort Frauenbewegung). Auch die Frauen, die sich selber nicht aktiv daran beteiligt haben, haben davon profitiert.

Bei Männern hat man manchmal den Eindruck, sie haben ihren eigenen Aufbruch verschlafen und schlagen sich statt dessen drei Mal am Tag mit der Peitsche auf das nackte Gesäß und üben ansonsten nur subversive Sabotage. Möglicherweise hat das auch eine sexuelle Komponente (Flagellantismus).

 

Nun direkt zu Ihrer Frage. Ich glaub nicht, dass das an physiologischen Besonderheiten Ihres Penis liegt, dass bei ihnen beiden der Sex etwas gequält daherkommen mag. Sex oder besser gesagt unbefriedigender Sex passiert zu 90 Prozent im Kopf. Und dies bei beiden Partnern häufig in gleichem Maße.

Ich denke, hier liegt bei beiden Partnern eine Hemmung der sexuellen Lust vor. Dies ist oft ein Thema auf der Beziehungsebene, die es daher anzuschauen und zu verändern gilt.

 

Worum es da bei ihnen beiden gehen mag, kann ich natürlich nicht wissen. Es wäre aber sicher ein interessantes Thema für eine Paarberatung.

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 

 


 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ... 

Gesendet: Samstag, 14. Januar 2006 13:52

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Frage

 

Guten Tag ich habe eine Frage,

bin 23 und habe ein kleines Problemchen was den Sex mit meiner Freundin betrifft.

Was für manche Männer der Traum wäre ist für mich gar nicht so gut.

Undzwar wenn ich Sex mit meiner Freundin habe dann dauert es bei uns mind. 1 Stunde, aber das Problem ist dass ich einfach nicht zum Orgasmus bzw. Ejukulation komme. Normalerweise passiert das nur den Frauen!

Deswegen bin ich schonl länger am Überlegen ob es an meiner Freundin liegt, dass sie mich nicht genug befriedigt, denn normalerweise komme ich immer zum Orgasmus mit anderen Frauen.

Danke für Ihre Antwort!!

 

 

 

Hallo ...,

ich denke es liegt an Ihnen beiden oder besser gesagt an der Art ihrer gemeinsamen Beziehung.

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 


 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ... 

Gesendet: Sonntag, 8. Januar 2006 22:45

An: info@maennerberatung.de

Betreff: orgasmusstörung

 

hallo,

sie empfehlen einem 16-jährigen der stundenlang mit seiner freundin schlafen kann, aber keinen orgasmus bekommt, er soll im kopf etwas verändern. habe das gleiche problem, bin aber schon über 30 und habe es bei allen partnerinnen und auch bei der masturbation. erektion ist kein problem, sie bleibt auch lange bestehen, aber einen orgasmus kriege ich fast nie und wenn dann nur nach ganz langer zeit. aber oft garnicht. ärzte meinen, es sei alles in ordnung, der letzte gab mir viagra, das machte mir kopfschmerzen, aber einen orgasmus hatte ich auch nicht. was kann ich noch versuchen?

danke und gruß von ... 

 

 

 

 

Hallo ... ,

 

macht nichts, dass Sie "schon" dreißig sind. Udo Jürgens hat bekanntlich gesungen, Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an.

Und Udo Lindenberg sagt: Keine Panik auf der Titanic.

 

 

 

"... einen orgasmus kriege ich fast nie und wenn dann nur nach ganz langer zeit."

 

Meinen Sie eine Ejakulation oder meinen Sie einen Orgasmus? Ich gehe mal davon aus, dass Sie eine Ejakulation meinen, diese ist meistens Teil des Orgasmus, aber nicht mit diesem identisch.

 

 

Der Arzt, der Ihnen "Viagra" gegeben hat ist vielleicht ein Scharlatan oder er schädigt absichtlich die Versicherungsgemeinschaft mit dem Verschreiben nutzloser Medikamente. Ich habe noch nie gehört, dass Viagra ejakulations- oder orgamusfördernd sein soll. Das behaupten sicher noch nicht einmal die Hersteller. Ebenso gut hätte Ihnen der Arzt auch eine Knieprothese einbauen oder ein Hörgerät verschreiben können, das hätte genau so viel geholfen wie Viagra, nur dass Sie davon sicher keine Kopfschmerzen bekommen hätten.

 

"Normale" Ärzte sind wahrscheinlich die letzten, die einem Mann dabei helfen können einen Orgasmus zu bekommen. Es sei denn der Patient findet Ärzte erotisch, dann mag ein Arzt auch mal einen Orgasmus auslösen. Allerdings sind dem Arzt oder der Ärztin sexuelle Kontakt mit Patienten verboten, so dass noch nicht einmal dass zu stand kommt, ohne dass der Arzt oder die Ärztin sich strafbar macht.

 

 

"was kann ich noch versuchen?", fragen Sie.

 

Vielleicht versuchen Sie es mal mit dem Gegenteil, in dem Sie nichts versuchen. Warum sollten Sie sich eine Ejakulation zurechtrubbeln, die sich ohnehin nicht einstellt? Stellen Sie sich vor, Sie wollten jeden Tag an einer Stelle aus dem Haus, wo gar keine Tür eingebaut ist. Und dann wundern sie sich, warum Sie immer nur mit dem Kopf vor die Wand stoßen. Anstatt nun damit aufzuhören, wollen Sie am nächsten Tag wieder an der gleichen Stelle durch die Wand? Das mag zwar von Beharrlichkeit zeugen, aber mehr sicher auch nicht.

 

"Der Weg ist das Ziel", sagt Konfuzius.

Anstatt wohin zu kommen, schauen Sie erst mal wo Sie sind und ob es dort gut ist oder nicht. Es gibt soviel im Hier und Jetzt zu entdecken, zu entfalten und zu genießen, vielleicht auch neu zu gestalten. Da brauchen Sie kein Ziel.

 

Wenn Ihre Hingabefähigkeit von Ihrem Kopf und Ihrem Körper die Erlaubnis bekommt, sein zu dürfen, dann wird auch die Ejakulation und der Orgasmus Raum bekommen dürfen.

Helfen kann dabei eine gute Sexualtherapie, am besten zusammen mit der Partnerin. Und wenn diese nicht dabei sein kann, dann tut es vielleicht auch ein leerer Stuhl, der Ihre Nein-Stimme zu Ejakulation und Orgasmus symbolisiert und die Oberhand behalten will.

 

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ... 

Gesendet: Montag, 9. Januar 2006 23:46

An: männerberatung

Betreff: Re: orgasmusstörung

 

Hallo Peter,

vielen dank für die schnelle antwort. ich trau mich einfach, noch etwas zu fragen:

wenn ich ihre antwort richtig verstanden habe, denken sie das problem ist psychisch oder? so habe ich das noch nicht gesehen. mein körper tut denke ich ganz normal, ich bekomme ganz normal eine erektion und die hält auch, "er" hat mich da noch nie im stich gelassen. nur der orgasmus klappt einfach nicht, und das so lange ich zurückdenken kann.

ich habe immer gedacht, dass da etwas organisch nicht stimmt, aber kein arzt kann mir da helfen. aber kann das nicht wirklich sein, ich meine, ist das ausgeschlossen. die ärzte tun wirklich nichts und ich denke immer sie nehmen mich nicht ernst. sie schaun sich nur das glied an, sonst nichts, keine untersuchung. gibt es da wirklich keine untersuchung, die herausfindet, ob organisch alles in ordnung ist? wirklich keine?

ich denke ich "ticke" im kopf richtig, kann es sein, dass nur das eine nicht funktioniert? es war bei allen frauen so mit denen ich zusammen war, nur jetzt habe ich eine freundin, die mir viel wichtiger ist als die anderen und

sie denkt es liegt an ihr, dass es nicht richtig klappt.also wenn es wirklich keine untersuchung gibt, die das herausfindet und Sie sicher sind, dass es psychisch ist, dann wollen wir die therapie versuchen. aber das mit der untersuchung hätte ich wirklich gern noch gewusst.

vielen dank für ihre geduld mit mir...

ach ja, ich meine in erster linie die ejakulation, aber auch der orgasmus braucht ganz lange, viel länger als bei anderen mit denen ich geredet habe.

manchmal kommt er garnicht, aber die erektion hält ganz stabil, auch über die zeit, nur der höhepunkt kommt einfach ganz lange nicht oder garnicht.

ich hoffe, ich habe das richtig erklärt.

gruß ulf

 

 

 

Hallo ... ,

 

man kann das "psychisch" nennen. Natürlich ist es in einem gewissen Sinne auch organisch, denn der Orgasmusreflex etc. findet ja im Körper statt. Nur darf man das nicht so simpel wie der durchschnittliche Schulmediziner sehen, der darauf getrimmt ist, eine "Ursache" zu finden und wenn er meint diese gefunden zu haben, diese "Ursache" mit Medikamenten bekämpft.

In diesem Sinne gibt es also wohl nichts zu "untersuchen", sondern nur etwas zu verändern.

Sie sind vielleicht ein guter "Steher" und das ist ja auch eine Qualität (Marathonlauf) aber vielleicht weniger ein Genießer und Loslasser. Ich habe noch nie einen Marathonläufer getroffen, der bei seinem Lauf gleichzeitig ein Feinschmeckerlokal besucht hat und einen Orgasmus bekommen hätte.

 

Vielleicht machen Sie mal demnächst eine kleine Körperübung. Gehen Sie ins Schwimmbad und steigen auf den 3-Meter-Sprungturm. Dann gehen Sie bis zum Absprungrand des Turmes oder des Sprungbretts und fühlen wie es Ihnen dort geht. Wenn Sie bereit sind, gehen Sie einen Schritt nach vorn und lassen einfach los.

Wenn das nicht geht, weil Sie vielleicht Angst vor dem Absprung bekommen, gehen Sie bitte nicht zum Arzt, der untersuchen soll, ob bei Ihnen organisch alles in Ordnung ist. Der Arzt wird mit Sicherheit nichts finden, außer eine geduldige Krankenkasse, die alle möglichen sinnlosen Untersuchungen bezahlt.

 

 

 

Zum Schluss noch eine nette Geschichte.

 

 

Auf der Suche

 

Jemand beobachtete Nasrudin, wie dieser etwas auf dem Boden suchte.

"Was hast du verloren, Nasrudin", fragte er.

"Meine Schlüssel!", sagte der Mulla.

Beide lagen nun auf den Knien und suchten. Nach einer Weile fragte der andere "Wo hast du sie denn eigentlich verloren?"

"In meinem Hause."

"Aber warum suchst du ihn dann hier draußen?"

"Weil es hier heller ist."

 

 

aus: Idris Shah: Die fabelhaften Heldentaten des vollendeten Narren und Meisters Mulla Nasrudin

 

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ... 

Gesendet: Dienstag, 10. Januar 2006 23:38

An: männerberatung

Betreff: Re: orgasmusstörung

 

hallo .. ,

danke für die schnelle antwort. denke über all das was sie geschrieben haben erst mal nach. es ist toll einfach überhaupt mal eine antwort zu bekommen.

vielleicht könnte ich das alles besser verstehen, wenn ein arzt überhaupt mal eine richtige untersuchung gemacht hätte. ich weiss ja nicht einmal, ob es solche untersuchungen gibt. ich kam mir echt verarscht vor, es war nicht leicht dorthin zu gehen und zu sprechen und so schnell war ich wieder draußen, nicht nur mit viagra. weil sie das so verrückt fanden sage ich wies war. der erste arzt hat mir ein medikament cialis gegeben. das machte auch kopfschmerzen und hatte stundenlange wirkung, ich dachte die erektion hört

nie mehr auf und hatte schon angst. bin dann mit der packung, in der noch eine tablette war, zum zweiten arzt, der hat das cialis genommen und mír dafür viagra gegeben, meinte cialis wäre das falsche. aber bei viagra wars fast genauso. der dritte hat dann wenigstens untersucht, aber nur getastet und "alles" mit so einer feder bestrichen. er meinte dann das sieht gut aus, aber wie sollte sowas helfen, ich habs nicht kapiert. kein arzt hat mir einen zweiten termin gegeben, auch nicht wissen wollen ob mir die tabletten helfen.

aus ihrer antwort lese ich, dass es schon untersuchungen über den reflex gibt, die hat mir nie jemand erklärt. eigentlich wollte ich all die möglichen untersuchungen machen lassen, meine freundin meint jetzt ich solls besser lassen, sie meinen das ja wohl auch.

sie meint ich soll zum therapeut gehen, sie würde auch mitkommen. ich will das erst überlegen, aber ich denk ich tus auch wenn ich nicht weiss, was therapeuten da tun. kostet das viel geld? zahlt das die krankenkasse? ok es ist mir schon sehr wichtig dass es bei mir auch mal klappt und ich würde wohl auch selbst zahlen wenns nicht anders geht.

nun will ich aber nicht mehr nerven, aber ich merke das hilft mir wenn ich einfach einem der was davon versteht alles schreiben kann. vielleicht ein anfang... weil therapeuten reden ja wohl und was sie schreiben, ich habe alles ausgedruckt und immer wieder gelesen. erst dachte ich der nimmt das auch nicht ernst, aber dann hab ich ein bisschen kapiert, was sie vielleicht meinen, vor allem das ärzte nicht helfen können.

danke fürs lesen, wenn ich darf schreib ich mal wies weitergeht. meine freundin macht druck, dass ich schreiben soll, weil sie denkt, ich geh sonst nicht zum psychologen.

zum schluss noch ne kleine geschichte: ich bin lkw fahrer und ein arzt meinte da sei es kein wunder, dass es nicht klappt, weil auf dem "bock" rüttelt es ja immer so. das war der grösste schwachsinn denke ich, denn keiner meiner freunde hat so ein problem wie ich und ich hatte es ja schon bevor ich lkw fuhr. als ich das sagte meinte er, wenn sie nicht meinen rat hören wollen, warum sind sie dann gekommen? da war ich still aber das war bestimmt ein fehler...

nun nochmal danke fürs lesen, ich verpreche nicht gleich wieder zu schreiben

und sie mit meinen problemen zu nerven. wenn berlin nicht so weit wäre würde ich mal kommen und zahlen, echt danke!

gruß ... 

 

 

 

 

 

Hallo ... ,

 

 

Sie schreiben: "vielleicht könnte ich das alles besser verstehen, wenn ein arzt überhaupt mal eine richtige untersuchung gemacht hätte."

 

 

Was soll der Arzt denn ihrer Meinung nach untersuchen? Sie sind doch kein kaputter Fernseher, wo man mal eben reinschaut, das kaputte Bauteil findet und dann austauscht.

 

 

 

"ich weiss ja nicht einmal, ob es solche untersuchungen gibt."

Untersuchen kann man alles mögliche, für Untersuchungen werden in unserem untersuchungssüchtigen Land jedes Jahr Millarden aus dem Fenster geworfen. Ob Untersuchungen und Geld aus dem Fenster werfen schon mal jemanden, der ein Problem hat genützt hat, da habe ich meine Zweifel. Mir ist jedenfalls keine Untersuchung bekannt, die dazu geführt hat, dass hinterher der Untersuchte einen Orgasmus bekommen hätte. Es sei denn der Untersucher wäre so so was von sexy, dass man als Untersuchter gar nicht anders kann als einen Orgasmus zu bekommen. Dazu brauch man aber nicht zum Arzt gehen zu lassen, dem ja auch gar keine sexuellen Aktivitäten mit seinem Patienten erlaubt sind, sondern da kann man sich in aller Ruhe mal von der Partnerin oder dem Partner "untersuchen" lassen.

 

 

Beste Grüße

 

 

Peter Thiel

 

 

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ... 

Gesendet: Sonntag, 30. Oktober 2005 23:07

An: info@maennerberatung.de

Betreff: kein orgsamus beim sex

 

hallo,

ich, 16, habe seit einiger zeit wieder eine feste freundin. nun ist es so, dass ich beim sex oder jeder anderen sexuellen handlung die sie an mir ausführt, nicht zu orgasmus komme. ich könnte stundenlang weitermachen. auch meine morgendlichen erektionen sind seit einiger zeit verschwunden. meine freundin sag, es störe sie nicht weiter, mich hingegen stört es durchaus. nun würde es mich interessieren was hinter diesem phänomen steckt (es ist auch nichts einmaliges, wir hatten bestimmt schon über 40mal sex)und wie ich es ändern kann, denn es stört schon ziemlich den geschlechtsverkehr unterbrechen zu müssen um mich selbst zum orgasmus zu bringen.

gruß

 

 

 

 

Hallo ... ,

hinter diesem Phänomen steckt wahrscheinlich ganz einfach, dass ihr Körper nicht das gleiche will wie ihr Kopf.

Sie haben daher mindestens zwei Lösungsmöglichkeiten.

1. Möglichkeit: Das Programm im Kopf "Ich will einen Orgasmus haben" löschen. Wenn Sie dann diesen Wunsch nicht mehr haben, kann es Sie auch nicht stören, wenn Sie keinen Orgasmus haben.

Das ist so ähnlich wie wenn ein Mensch unbedingt mal auf den Mond fliegen will, aber es sich wegen fehlender Millionen Euro nicht leisten kann als Privattourist mit einer russischen Rakete ins All zu starten. Hier hilft dann nur noch, den Wunsch aufzugeben, um wieder glücklich sein zu können.

 

 

2. Möglichkeit: Sie verändern ihr bisheriges Programm wie Sie und Ihre Partnerin bisher Sex machen. Wenn sie beide alles so lassen wie bisher wird sich vielleicht auch in zehn Jahren noch nichts geändert haben und Sie überlegen nach dem 4.000-ensten Mal sexuellen Kontaktes, warum Sie wohl noch immer nicht zum Orgasmus kommen.

Nutzen Sie die Chance der Veränderung. Langsamkeit ist paradoxerweise das Mittel der ersten Wahl, um ans Ziel zu kommen. Sie sind Ihr eigener und bester Experte.

 

Viel Spaß beim Ausprobieren.

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 

 


 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ... 

Gesendet: Freitag, 29. April 2005 21:30

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Ejakulationsproblem beim Sex

 

 

Sehr geehrter Herr Thiel,

 

mit großer Erleichterung bin ich auf Ihre Seite gestoßen. Offenbar bietet das Internet zwar eine Fülle von Informationen, nicht aber in diesem Bereich.

Mein Problem ist folgendes:

Ich habe keinerlei Probleme bei der Masturbation zur Ejakulation zu kommen, auch mehrmals täglich. Allerdings ist es mir noch nie (!) gelungen, beim Sex  (mit einer Frau) zur Ejakulation / Orgasmus zu kommen - auch nach mehr als 90min nicht. Nach ca. 50 Mal Sex kann ich mit einer gewissen Sicherheit behaupten, dass es keine einmalige Sache ist. Erschwerend kommt noch hinzu, dass ich kaum noch "natürliche" Erektionen habe - sprich ohne Hand anzulegen.

Meine relativ umfassende Webrecherche hat mich nur zu einem Stichwort geführt: Zwangsmasturbation.

Ich weiß nicht, ob Ihnen dieses Phänomen, auch neurotische Masturbation genannt, bekannt ist. Es wird davon ausgegangen, dass der Zwangsmastrubierer nur noch durch sich selbst zur Ejakulation gebracht werden kann.

Da ich relativ oft und gerne masturbiere, halte ich das für eine Möglichkeit und hoffe, dass Sie vielleicht mehr dazu und zu möglichen Therapiemöglichkeiten wissen.

Danke im Voraus.

 

Mit besten Grüßen

 

..., 23 Jahre

 

 

 

 


 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: 

Gesendet: Dienstag, 26. April 2005 08:46

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Orgasmus

 

Sehr geehrter Herr Thiel,

ich habe gehört, dass es Männer gibt, die mehrmals hintereinander zum Orgasmus kommen können. Ich würde das auch gerne mal erleben, aber beim Onanieren erreiche ich immer nur einen Orgasmus, danach bin ich nicht mehr erregt. Gibt es vielleicht Tipps und Tricks, wie man(n) mehrmals hintereinander zum Orgasmus kommen kann?

 

 

 

 

 

Hallo ...,

von wem haben sie denn gehört, "dass es Männer gibt, die mehrmals hintereinander zum Orgasmus kommen können"?

Die Erfahrungsberichte würden uns interessieren.

 

Natürlich kann der Mann auch mehrmals hintereinander zum Orgasmus kommen. Dabei dürfte aber immer jeweils eine gewisse Pause liegen. Diese Pause scheint wesentlich länger zu sein, als die Pause die bei kurz aufeinanderfolgenden Orgasmen der Frau zu finden ist.

 

Gönnen Sie sich also einfach eine Pause.

Gruß Peter Thiel

 

 

 


 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: 

Gesendet: Freitag, 22. April 2005 10:32

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Onlineberatung - Anfrage

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

sehr geehrter Herr Thiel,

ich bin nach längerem Stöbern im Interent an Ihre Website gelangt. Ich würde gerne die angebotene Online-Beratung in Anspruch nehmen, in der Hoffnung, Sie können mir ein wenig weiter helfen.

Mein Verlobter (31 Jahre) eröffnete mir kürzlich ein Problem, das mich sehr verunsichert und mit dem ich besser umzugehen wüsste. Er gestand mir, er habe fast nie (im Schnitt 1 mal pro Jahr!!) einen Orgasmus, meist ist das Gefühl bei der Ejakulation schwach oder gar nicht vorhanden. Bis zu seinem 21. Lebensjahr und bei seiner ersten Freundin hatte er wohl noch regelmäßig und immer einen Orgasmus beim Sex, danach nur noch selten oder gar nicht (ich bin seine 5. Partnerin). Mein Freund hat aber offensichtlich trotzdem Spaß am Sex, ist eben manchmal frustriert das das Hochgefühl zum Schluss ausbleibt. Er meinte das liegt nicht an mir, ich würde alles richtig machen, bei mir hätte er immerhin schon den ein oder anderen Orgasmus gehabt, das wäre halt sein Problem und nach einigen Jahren würde er mittlerweile das Problem nüchtern betrachten und hätte sich mehr oder minder damit abgefunden. Für mich ist es schon problematisch, das Gefühl zu haben, meinen Partner nicht völlig befriedigen zu können und gelegentlich kommen mir Gedanken wie vlt. ist er ja schwul oder steht auf was perverses oder hat unerfüllbare Phantansien, obwohl er das relativ überzeugend abstreitet...

Im Netz hab ich sehr wenig darüber gefunden, nur dass das wohl eine sekundäre Anorgasmie ist, eher selten vorkommt und die Entkopplung von Orgasmus und Erektion verschiedene Ursachen haben kann wie seelische Einflüsse, antrainiertes Verhalten, Medikamente o.ä. Schlussfolgere ich also richtig, wenn ich verstehe dass das keine organischen Ursachen haben kann, es tatsächlich nicht an mir liegt, eher eine Sache im "Kopf" des Mannes ist und ich es einfach so akzeptieren muss?

Für eine Antwort wäre ich Ihnen wirklich sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

...

 

 

 

 

Hallo ...,

wenn Ihr Freund Spaß am Sex hat, wo ist das das Problem?

Was heißt denn "Für mich ist es schon problematisch, das Gefühl zu haben, meinen Partner nicht völlig befriedigen zu können"?

Was ist den "völlig befriedigen"? Es gibt kein Meßinstrument mit dem man Befriedigung messen könnte und auch keine Eichskale wo man ablesen kann, wie weit man an die 100 Prozent "völliger Befriedigung" herangekommen wäre.

Lassen sie sich nicht von kursierenden Mythen verwirren, wie ein Orgasmus zu sein hätte. Genießen Sie das Zusammensein mit Ihrem Freund. Probieren Sie sich spielerisch aus. Leistungsdruck ist der Todfeind von guten Sex. Wer Leistungssport machen will kann sich ja beim Marathonlauf anmelden.

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 


 

 

 -----Ursprüngliche Nachricht-----

Von:

Gesendet: Sonntag, 9. Mai 2004 16:57

An: info@maennerberatung.de

Betreff: frage

 

ich, weiblich, 40 , erlebe sehr selten einen orgasmus. eigentlich nur, wenn ich die beine nicht spreize, sondern eng beieinander habe und ich oben auf bin, sodaß ich bestimmen kann, wie heftig der rythmus ist.

bin ich irgendwie verkehrt ?

sexuelle lust bekomme ich zum beispiel, wenn ich ein porno sehe, ist das normal ?

danke

 

 

 

 

 

Hallo ... ,

 

was heißt hier schon "verkehrt"? In England fahren die Autos alle im Linksverkehr und in Bulgarien schüttelt man den Kopf, wenn man "Ja" sagt.

Verkehrt oder nicht verkehrt ist vielleicht gar nicht so wichtig. Wichtig scheint mir zu sein, ob sie sich wohl fühlen und wenn ja ist das doch gut. Es gibt so viele Männer und Frauen, die machen "normalen" Sex und fühlen sich dabei äußerst unwohl.

Möglicherweise sind Sie eine Bestimmerin und wollen den Mann nicht das Kommando übergeben. Wenn das für Sie und Ihren Partner o.k. ist, wen sollte das weiter stören?

 

Wenn Sie beim Anschauen eines Pornos sexuelle Lust bekommen, so halte ich das für völlig o.k., sie sprechen offenbar auf bestimmte Schlüsselreize an. Wenn dann der Pornofilm auch noch ein bißchen künstlerisch gemacht ist, kann man ihnen nur bei der gelungenen Auswahl aus dem allgemeinen Pornoramsch gratulieren.

 

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 


 

 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Freitag, 25. Juli 2003 12:09

An: webmaster@maennerberatung.de

Betreff: fehlende Ejakulation

 

Hi,

ich,m.37 habe ein ziemliches Problem.Besser gesagt,meine Frau.Immer öfter passiert es,das ich beim Sex nicht zum Orgasmus komme,trotz ordentlicher! Erektion.Ich könnte stundenlang den Akt ausführen,bekomme aber keinen Höhepunkt.Meine Frau leidet sehr darunter,obwohl ich auch ohne Ejakulation meinen Spass habe.

Unsere Beziehung ist seit der Geburt unserer Tochter vor 9 Monaten leider eingeschlafen.Es kommt immer öfter zu Spannungen.Das könnte ein Grund sein.Ich liebe meine Frau über alles.Was kann ich tun,um wieder zu ejakulieren?Irgendwas muß man(n) doch machen können.

Bitte um Hilfe

Vielen Dank

 

 

 


 

 

 

 

Hallo liebe Männerberatung,

Ich weiß leider nicht, wie ich es knapper schreiben kann:

Mein Mann hatte mit 36 Jahren, als ich ihn kennen lernte, noch nie einen Orgasmus beim Koitus mit seiner langjährigen Partnerin. Anfangs unserer Beziehung war es ebenso, die Erregung hielt an bis kurz vorher und dann war's vorbei und klappte dann sehr zügig mit anderer Stimulation. Ich genieße es sehr, mich mit einem Mann "zu vereinigen" und mir hat das Kummer bereitet. Nach einigen Wochen hat sich das geändert und er kam relativ häufig zu einem Orgasmus.

Schnell folgte in unserer Beziehung Schwangerschaft (gewünscht), Hochzeit, Geburt des 1. Kindes und parallel dazu weniger Lust bei mir, weniger Höhepunkte bei ihm - Zusammenhänge sind für mich hier nicht eindeutig. Die geplante (wegen das Ablaufs des Erziehungsurlaubs) Zeugung des 2. Kindes war für ihn schon mehr mit Mühe als mit Lust verbunden, was mich frustrierte. Unser Sexleben war jetzt eh dürftig, ich hatte wenig Lust, er gab sich wenig Mühe, mich umzustimmen *grins* - also nicht untypische kleine-Kinder-junge-Ehe-Flaute.

Der nächste Orgasmus 3 Jahre später war das dritte Kind. Unser Sexualleben war die nächsten Jahre kaum existent, wenn hatte mein Mann große Mühe, überhaupt noch ein bißchen mit mir schlafen zu können und mir war die Abfolge "Erst befriedige ich dich, dann du mich" zunehmend unangenehm, so dass ich diese Situationen mied. Nachdem er dann nur noch durch eigenes Handanlegen zum Orgasmus kam, sagte ich ihm, lieber gar nicht mehr als so, und dabei blieb es. Wir haben in diesen Jahren nicht reden können.

Durch diesen Abstand sind wir langsam besser ausgekommen. Ich empfand zunehmend immer mehr Bedauern, das unser Leben gut ist, nur bis auf diesen wichtigen Bereich nicht; bis ich fast zu platzen anfing *grins*. Wir versuchen jetzt einen "Neustart" und es läuft verblüffen gut. Wir können über fast alles reden, über unserer Wünsche, Sexfilme im Internet, seine Impotenz, die Zeit die wir uns lassen wollen - ich habe ein gutes Gefühl - tabu ist nur das Thema oben.

Noch ein Hinweis: Mein Mann masturbiert regelmäßig (täglich?) und hat da keine Schwierigkeiten, schnell und zuverlässig zu kommen.

Ich habe zwei Wünsche

1. Das Koitus-ohne-Orgasmus-Problem nicht wieder so dominant wird ( nur für mich?)

2. Dass ich in meinen Leben auf dieses wunderbare Glücksbringergefühl der gegenseitigen Hingabe nicht verzichten muss (ein bißchen kitschig ausgedrückt)

An euch habe ich folgende Fragen:

1. Könnt ihr mir helfen, mein Problem überhaupt einzuordnen?

2. Welche Ursachen kann es haben (wenn ich versteckte Homosexualität, andere Fantasien oder Vorlieben ausschließen kann)?

3. Was kann ich tun, wohin kann ich mich wenden?

 

Vielen Dank für eure Mühe,

eine hilfesuchende ... 

 

9.4.2003

 

 

 

Noch eine kleine Ergänzung: Schmusen und so läuft prima, nur mit Erregung seinerseits ist erstmal nichts (er mag auch keine Versuche, sagt das aber nur indirekt: "Schön, wenn man so beieinander sein kann, ohne Druck und Erwartung")

Warte neugierig auf Ihre Antwort!

... 

10.4.2003

 

 

 

 

 

 

Hallo ... ,

 

da Ihr Mann keine Probleme mit seiner Erektion bei der Masturbation hat, können körperliche Gründe sicher ausgeschlossen werden.

Ihr gemeinsames Problem "Impotenz" war aber früher offenbar nicht da. Sie hatten nach Ihren Angaben eine Zeit mit gutem Sex miteinander. Vielleicht führen sie beide seit der Geburt ihres 1. Kindes einen versteckten Machtkampf miteinander und setzen dabei die Waffe Sexualität ein?

 

Sie sprechen von der "der gegenseitigen Hingabe". Offenbar hat Ihr Mann damit ein Problem, er kann sich Ihnen nicht hingeben. Vielleicht geht Ihnen das aber auch so, dass Sie sich ihrem Mann nicht hingeben können. Oder ist das anders, haben Sie Lust auf Ihren Mann, nur er nicht auf Sie?

 

Sie schreiben:

Ich habe zwei Wünsche

> 1. Das Koitus-ohne-Orgasmus-Problem nicht wieder so dominant wird

> ( nur für

> mich?)

 

 

Ich habe das so verstanden, dass sie derzeit gar keinen Koitus miteinander haben, geschweige denn einen Orgasmus.

Andererseits können sie beide wahrscheinlich einen Orgasmus haben, aber nur durch Masturbation und damit sind Sie nicht so sonderlich glücklich, was auf die Dauer gut zu verstehen ist.

 

 

 

> 2. Das ich in meinen Leben auf dieses wunderbare Glücksbringergefühl der

> gegenseitgen Hingabe

> nicht verzichten muss

 

Das müssen Sie mit Sicherheit nicht, vorausgesetzt, Sie ändern Ihre Beziehung in der Weise, dass guter Sex wieder möglich wird. Wenn das in ihrer gemeinsamen Paarkonstellation, auf welchem Weg auch immer, nicht erreicht wird, bleibt Ihnen nur noch übrig:

 

1. eine Pause einzulegen und Ihren Mann so lange in Ruhe zu lassen, bis dieser vielleicht wieder soviel sexuelles Interesse an Ihnen gewinnt, das er sich an Sie "ranmacht".

 

Wenn Sie darauf nicht warten wollen,

2. sich einen Liebhaber zu suchen (machen Tausende von Frauen und Männern)

 

oder

3. sich resignierend in Ihr vermeintliches Schicksal zu fügen und auf Dauer auf guten Sex zu verzichten (machen Hunderttausende von Frauen und Männern). Fände ich ein wenig schade. Sie sicher auch.

 

 

 

 

> An euch habe ich folgende Fragen:

> 1. Könnt ihr mir helfen, mein Problem überhaupt einzuordnen?

 

Helfen können wir, Garantien können wir nicht geben.

Problemvermutung: Beziehungskonflikt verknüpft mit einem Machtkampf. Fehlende oder diffuse Grenziehungen zwischen Ihnen und Ihrem Mann.

 

 

> 2. Welche Ursachen kann es haben (wenn ich versteckte

> Homosexualität, andere Fantasien oder Vorlieben ausschließen kann)?"

 

Welche Ursachen ihr gemeinsamer Konflikt hat ist relativ unwichtig. Ursachen gibt es vielleicht Hunderte, und wenn Sie die alle kennen, sind Sie noch keinen Schritt weiter. Die Frage ist aber, wie kommen sie weiter, sprich, wie kommen sie zu einem erfüllten Sexualleben? Dies wird gelingen, wenn deutlich wird, um welches Thema sich ihr Konflikt rankt und was sie anstelle der seit Jahren vergebelich unternommenen Lösungsversuche, die auf dem sexuellen Gebiet zur relativen bis absoluten Flaute geführt haben, setzen.

 

Übrigens, Homosexualität ist erst einmal etwas völlig natürliches. Jede Frau und jeder Mann ist auch homosexuell. Aber die wenigsten leben diesen Teil ihres Selbst. Das muss auch nicht sein, man kann sicher auch ohne gelebte Homosexualität glücklich sein. So wie nicht jeder an die Niagarafälle fahren muss, ohne dass er deswegen unglücklich sein muss. Die Alpen sind ja auch schön.

 

Jeder Mann und jede Frau ist aber auch heterosexuell, wahrscheinlich auch in erster Linie. Die Heterosexualität ist evolutionsbiologisch unabdingbar, sonst wäre die Menschheit schon ausgestorben. Auch Schwule und Lesben haben ein heterosexuelles Potential, das sie aber, nach meiner Ansicht, nicht leben, weil dahinter ein für sie massiver Beziehungskonflikt verborgen ist. Es ist dann viel einfacher zu sagen, "ich bin eben schwul/lesbisch" und das durch "wissenschaftliche" Argumente zu untermauern. Wie gesagt, es ist völlig o.k. wenn ein Mann oder eine Frau ausschließlich homosexuell lebt, er oder sie braucht sich dafür nicht zu entschuldigen und pseudowissenschaftliche Theorien zu bemühen

Fantasien und Vorlieben sind häufig auch "normal" und daher "gut". Problematisch wird es nur dann, wenn diese, die Beziehung "killen", es also nicht mehr um mich und meine Partnerin geht, sondern um "die Fantasie", "die Vorliebe" oder "den Fetisch". Also letztlich um eine Flucht aus der Beziehung.

Und damit kommen wir zur Lösung. Wenn Sie wieder guten Sex haben wollen, dann klären Sie mit Ihrem Mann ihre gemeinsame Beziehung. Das dauert gewöhnlich seine Zeit. Probieren Sie aber nicht die ausgetretenen Wege, die Sie schon gegangen sind und auf denen Sie nichts außer einer Verfestigung des Problems erreicht haben.

 

Nun als Hausaufgabe ein vielleicht etwas ungewöhnlicher Vorschlag. Wenn sie das nächste mal wieder gemeinsam im Bett liegen, fragen Sie Ihren Mann, ob er etwas dagegen hat, dass Sie sich selbst in seinem Beisein masturbieren. Denn er hat ja offensichtlich kein sexuelles Interesse an Ihnen und so tun Sie es für sich selbst. Wenn er Ihnen sagt, dass er nichts dagegen hat, dann tun sie es und schaun einmal, wie es Ihnen dabei geht.

 

 

Ich wünsch Ihnen gutes Gelingen.

 

 

 

Peter Thiel

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ... 

Gesendet: Dienstag, 18. März 2003 15:24

An: webmaster@maennerberatung.de

Betreff: Ejakulation zu spät oder garnicht?

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

lange habe ich gesurvt und habe 1000sende von Tips gelesen,wie die vorzeitige Ejakulation in den Griff zu bekommen ist. Bei mir ist jedoch das Gegenteil der Fall. Ich brauche recht lange bis dahin und manchmal muss ich aufgrund von Erschöpfung die sexuelle Betätigung abbrechen. Die Partnerin ist mehr als befriedigt, mir geht es grundsätzlich auch nicht schlecht, jedoch bleibt oft das Gefühl nicht befriedigt zu sein ?

Was evtl. noch interessiert, beim Akt, sowie bei der Selbstbefriedigung muss ich meine Beine übereinander geschlagen haben, damit ich ejakulieren kann?

Jetzt hoffe ich, dass Sie mir helfen können und warte gespannt.

Gruss

 

 

 

 

 


home