Kastration

 

 

 

 

 

 

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Peter Thiel - Systemischer Berater und Therapeut (DGSF

30.10.2013

 

 

 

Schlüsselwörter: 

Androgene, chemische Kastration, Eunuchen, Geschlechtsidentität, Hoden, Kastraten, Kastration, Kastrationsangst, Kastrationswunsch, Keimdrüsen, Selbstverstümmelung, Testosteron

 

 

 

Kastration

lateinisch castrare entmannen

 

Ausschaltung oder Entfernung der Keimdrüsen (Hoden oder Eierstöcke) bei Menschen und Tieren; Verschneidung.

Kastration im Erwachsenenalter führt zur Aufhebung der Zeugungs- bzw. Empfängnisfähigkeit; neben körperlichen Ausfallerscheinungen treten erhebliche psychische Folgen, z.B. depressive Stimmungsbilder auf.

 

 

Chemische Kastration: Ausschaltung des Geschlechtstriebs durch Injektion bestimmter, den Geschlechtstrieb hemmender Präparate (z.B. Antiandrogene).

 

 

 

Seit dem der Deutsche Bundestag die genitale Verstümmelung von Jungen durch sogenannte religiöse Beschneidungen legalisiert hat, kann man über den Wunsch einiger Männer nach freiwilliger Kastration nur noch milde lächeln, denn hier sind es Volljährige die an sich Hand anlegen wollen, während es sich bei der religiösen Beschneidung um Körperverletzungen an Minderjährigen handelt. Aber die deutsche Politik schert sich den Deibel um Kinderrechte, wenn es um die Durchsetzung vermeintlich übergeordneter globaler politischer Interessen handelt, hier der Wunsch, es sich mit jüdischen und muslimischen Religionsanhängern nicht zu verderben.

Die sogenannte "freiwillige" Kastration wird in Deutschland durch das "Gesetz über die freiwillige Kastration und andere Behandlungsmethoden vom 15.08.1969", Bundesgesetzblatt I, 1969, s. 1143-1145 geregelt. Dieses Gesetz kann den aktuellen Wissenstand und ethischen Fragen nicht standhalten. Es wäre dringend anzuraten, dieses Gesetz außer Kraft zu setzen, da es eine Beihilfe zur Selbstverstümmelung und Körperverletzung darstellt. Kein Mensch käme darauf ein Gesetz zu verabschieden mit dem Titel "Gesetz über die freiwillige Amputation und andere Behandlungsmethoden", auf Grund dessen Ärzten erlaubt würde, dem Wunsch von Männer oder Frauen auf Entfernung eines Armes, Beines oder anderer Körperteile nachzukommen. Dass aber ein sogenanntes "Gesetz über die freiwillige Kastration und andere Behandlungsmethoden" seit über dreißig Jahren Bestand hat, kann man wohl nur mit dem unbewussten Wunsch vieler Männer, einschließlich derer die solche Gesetze im Bundesjustizministerium zu verantworten haben nach Eigenkastration begründen. Der Wunsch sich selbst zu kastrieren oder von anderen kastriert zu werden, dürfte mit einem hohen Grad an männlichen Selbsthass (Masochismus) korrelieren. Er gipfelt, allerdings sehr selten, in Schlachtritualen, wie in dem Fall des sogenannten "Kannibalen von Rotenburg".

 

 

 

„Kannibale von Rotenburg”

Armin Meiwes für achteinhalb Jahre in Haft

Von Claus Peter Müller

30. Januar 2004 Die 6. Große Strafkammer am Kasseler Landgericht hat Armin Meiwes, den "Kannibalen von Rotenburg", wegen Totschlags zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren und sechs Monaten verurteilt. Der Vorsitzende Richter Volker Mütze schloß Tötung auf Verlangen oder Mord in seiner eineinhalbstündigen Begründung aus. Der Maßregelvollzug wäre für Meiwes richtig, doch er komme nicht in Frage, weil die Voraussetzungen fehlten. Meiwes und sein Opfer seien zwar sexuell abartig veranlagt, aber voll steuerungsfähig gewesen. Staatsanwalt Marcus Köhler, der auf Mord aus niederen Motiven plädiert und eine lebenslange Freiheitsstrafe (15 Jahre) gefordert hatte, kündigte Revision an. Der Angeklagte und sein Anwalt, Harald Ermel, wirkten nach der Urteilsverkündung sichtlich erleichtert. Ermel hatte auf Tötung auf Verlangen plädiert und eine "angemessene Strafe" gefordert. Er sprach von einem "Punktsieg für uns". Die Verteidigung habe in einem fairen Verfahren ihr Ziel überwiegend erreicht. Meiwes müsse nicht in den Maßregelvollzug. Er sei ein Mustergefangener. Die Sexualstruktur seines Mandanten sei nicht therapierbar. Er, Ermel, wolle die Hand nicht dafür ins Feuer legen, daß Meiwes nicht rückfällig wird.

 

Mütze sprach von der Tat zweier psychisch Kranker, die sich mit Hilfe des Internets gefunden haben. Mütze sagte: "Wir haben mit dem Verfahren die Tür geöffnet in eine Welt, die man geneigt ist, gleich wieder zuzumachen." Die Tat sei durch einen Zufall offenbart worden. Mütze gab zu bedenken, wie viele Menschen auf dem Gebiet abartiger sexueller Phantasien der Hilfe bedürften. Kannibalismus im Internet sei weit verbreitet. Der Richter sprach von der "Subkultur der Angleichung an andere, die die Bewertung bestimmen", in den einschlägigen Internet-Foren. Die Nutzer seien nicht am anderen interessiert, sondern wollten nur ihre Phantasien umsetzen. "Wenn man bedenkt, wie umfangreich die Foren sind und daß sich nur einer meldet, ist das erschreckend", sagte Mütze angesichts eines Internetnutzers aus Österreich, dem die Internet-Anzeige, mit der Meiwes nach einem Schlachtopfer gesucht hatte, als verdächtig aufgefallen war. Der Österreicher hatte daraufhin die Polizei verständigt und den Anstoß zur Aufdeckung der Tat gegeben.

Kennenlernen im Internet-Forum

Der Computerfachmann Meiwes und sein Partner Bernd Jürgen B., ein Ingenieur aus Berlin in leitender Stellung bei einem großen Konzern, hatten sich im Januar 2001 in einem Kannibalen-Forum im Internet kennengelernt. Sie verabredeten nach den Worten des Vorsitzenden Richters einen Pakt von "Leistung und Gegenleistung". Beide Männer zeigten sexuelle Abartigkeit. B. habe sich nichts sehnlicher gewünscht als die Amputation seines Geschlechtsteils. Das sei für ihn "der Kick" gewesen. Meiwes habe sich dagegen nichts sehnlicher gewünscht, als sich einen Menschen einzuverleiben. Mütze sagte, Meiwes habe B. den Penis abschneiden müssen, obwohl er es nicht wollte. Sodann habe er über B.s Körper verfügen dürfen.

Die beiden verabredeten einen Termin und das gemeinsame Vorgehen. Sie trafen sich am 9. März 2001 am Kasseler ICE-Bahnhof Wilhelmshöhe, fuhren in Meiwes' Anwesen in Wüstefeld bei Rotenburg. B. war ohne Rückfahrkarte gekommen, hatte fachmännisch alle Spuren in seinem Computer vernichtet, die auf sein Verbleiben hätten hinweisen können. Die Männer tauschten Zärtlichkeiten aus. Meiwes sollte B. beißen, doch offenbar war dies zu schmerzhaft. B. traute Meiwes nicht zu, daß er ihm seinen Penis abtrennen würde. Beide fuhren zurück nach Kassel. B. kaufte eine Rückfahrkarte nach Berlin. Meiwes wirkte auf ihn ein, doch zu bleiben. Sie kehrten zurück nach Wüstefeld. B. nahm Schmerztabletten, weiteren Hustensaft und später noch Schnaps ein, um sich zu beruhigen. Gegen 18.30 Uhr versuchte Meiwes, das Glied seines Partners abzuschneiden, doch das Messer war zu stumpf. Mit einem anderen Messer gelang der Schnitt. Meiwes teilte den Penis längs und bereitete ihn in der Küche zu. Meiwes versorgte B.s Wunde. Dieser aber manipulierte immer wieder daran. B. nahm ein Bad, legte sich ins Bett. Gegen vier Uhr am Morgen des 10. März brach B. erschöpft zusammen.

„Ich erlöse Dich von Deinen Qualen”

Meiwes legte B., der nach Auffassung des Gerichts noch erkennbar lebte, auf einen Tisch und tötete ihn durch einen Stich in den Hals und das anschließende Durchtrennen der Kehle bis zur Wirbelsäule. Bevor Meiwes zustach, fühlte er B. den Puls und sagte: "Dein Puls rast ja." Dann sagte er: "Ich erlöse dich von deinen Qualen." Anschließend nahm er B. aus, zerlegte ihn, fror das Fleisch ein und verspeiste es nach und nach. Der Internetnutzer aus Österreich wurde auf Meiwes aufmerksam, als er nach der Tötung B.s weiter nach Schlachtopfern im Internet suchte, und verständigte im Sommer 2002 die Polizei, die im Dezember 2002 Meiwes' Haus durchsuchte. Daraufhin stellte sich Meiwes, der nahezu den gesamten Tathergang auf Video dokumentiert hatte.

Mütze sprach von einem komplexen Fall. Das Gericht bewege sich im Grenzbereich des Strafrechts. Es fehle ihm an Erfahrungswerten. Das Verhalten von Täter und Opfer sei irrational. Es handele sich nicht um eine "reine Tötung", sondern um Kannibalismus, also um ein in unserer Gesellschaft geächtetes Verhalten. Zweifelsfrei habe Meiwes einen Menschen bewußt töten wollen, aber ohne ein Mörder zu sein. Es herrsche kein Zweifel: Meiwes habe gewußt, daß B. noch lebte, als er zustach. Er habe zwar eine Person getötet, die mit dem Leben abgeschlossen hatte. Die alleinige Tatherrschaft habe aber bei Meiwes gelegen.

Tötung auf Verlangen kam nicht in Betracht

Er sei nicht Gehilfe gewesen. Die Tötung auf Verlangen komme als Tatbestand nicht in Betracht, denn sie setze das ausdrückliche Tatverlangen B.s voraus. B. habe sich Meiwes aber lediglich zur Verfügung gestellt. Sein Ziel sei es gewesen, den "Kick" der Penisamputation zu erfahren. Um das zu erreichen, habe er sich zur Verfügung gestellt. Meiwes habe sich nicht in B. hineinversetzt. Für Meiwes sei nur das Einverständnis des B. in seine Tat erforderlich gewesen. Das offenbarten auch die Chats, die Meiwes auf der Suche nach Opfern geführt habe. Er schrieb vom "Ranmachen" an andere und dem ständigen "Nachbohren" bei möglichen Opfern. Der Angeklagte habe stets versucht, andere in depressiver Stimmung zur Schlachtung zu überreden. Für Meiwes sei es allein leitend gewesen, jemanden zu schlachten und zu essen. Der zwingende Zusammenhang zwischen Tötungsverlangen und Tat sei nicht gegeben.

Auch der Tatbestand des Mordes sei nicht erfüllt. Mordlust sei nicht festzustellen. Ebenso schieden der Mord zur Befriedigung des Geschlechtstriebes sowie ein Mord zur Befriedigung der Geschlechtslust an der Leiche aus. Meiwes' Ziel sei ausschließlich das Schlachten, Zerlegen und Verspeisen der Leiche gewesen. Um dieses Ziel zu erreichen, sei die Tötung "nur ein notwendiges Durchgangsstadium gewesen". Den Mord zur Befriedigung des Geschlechtstriebs anzunehmen, weil Meiwes das Töten, Schlachten und Zerlegen gefilmt habe, um sich beim Anschauen der Videos selbst zu befriedigen, sei "in zu vielen Zwischenschritten" argumentiert. Es sei entscheidend, daß der Tötungsakt von sexuellen Motiven geleitet sei. Es stehe aber nicht hinreichend fest, daß Meiwes die Tötung begangen habe, um einen Film zur sexuellen Befriedigung zu drehen.

Keine Störung der Totenruhe

Die Störung der Totenruhe in Form des beschimpfenden Unfugs als Grund der Tötung, auf welche der Staatsanwalt plädiert hatte, schloß das Gericht aus. Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs muß sich ein Täter des beschimpfenden Charakters seiner Handlung bewußt sein. "Ein Verächtlichmachen sehen wir nicht", sagte Mütze. Beide Teile der Tat, das Abtrennen des Penis und die Schlachtung des B., die "Handlung und der Umgang mit der Leiche", seien verabredet gewesen. Die Details von Leistung und Gegenleistung seien vorher besprochen worden. Motive und Hintergründe interessierten den jeweils anderen nicht. Es sei die Tat zweier psychisch kranker Menschen.

Der Angeklagte sei voll schuldfähig. Seine schwere seelische Abartigkeit sei erwiesen, aber seine Steuerungsfähigkeit sei nicht eingeschränkt. Meiwes habe am Nachmittag des 9. März 2001, als B. zum Zug zurückwollte, trotz seiner "Enttäuschung" darüber durchaus "vom Schlachten abgesehen". Auch im "Nachtatverhalten" habe Meiwes gezielt, planvoll und gesteuert gehandelt. Schon beim Zerteilen des B. habe Meiwes die nächste Tat geplant: Der nächste müsse jünger und nicht so fett sein. Die Minderung der Schuldfähigkeit setze zwei Bedingungen voraus. Zum einen müsse die biologische Voraussetzung gegeben sein, Meiwes sei eine schizoide Persönlichkeit. Zum anderen müsse sich dieser Defekt auf die Tat ausgewirkt haben. Das sei bei Meiwes nicht der Fall.

„Sicher nicht minder schwerer Fall”

Für das Gericht bleibe nur die Verurteilung wegen Totschlags mit einem Strafrahmen von fünf bis fünfzehn Jahren in einem "sicher nicht minder schweren Fall". Dem Angeklagten sei aber zugute zu halten, daß er mit seinem Geständnis "schneller war als die Polizei". Er habe sich gestellt, obwohl er hätte fliehen können. Meiwes habe Beweismittel beschafft, insbesondere die Videofilme von der Tat. Er habe mit den Ermittlungsbehörden auch in anderen Fällen zusammengearbeitet. Zudem habe Meiwes mit dem Einverständnis des Opfers gehandelt. Die zur Verfügung stehenden Mittel des Strafrechts könnten daher "nicht im oberen Bereich liegen".

Text: Frankfurter Allgemeine Zeitung

30.01.2004

http://www.faz.net/s/Rub77CAECAE94D7431F9EACD163751D4CFD/Doc~EF2EE29E56A24417D85727BEBF723D532~ATpl~Ecommon~Sspezial.html

 

 

 

 

 

 

Vergleiche hierzu auch: 

Benecke, Mark: "`Schlachtungs`- Handlungen in sadomasochistischem Umfeld", In: "Kriminalistik", 5/2004, S. 322-324 

 

 

 

 

Es mutet schon seltsam an, einerseits ist es unter Strafe gestellt, wenn ein Mensch einen anderen Menschen verstümmelt und andererseits gibt es ein absurdes Gesetz, was eben diese Verstümmelung unter staatlicher Aufsicht erlaubt.

Auf der einen Seite bietet der Staat kastrationswilligen Männer seine Beihilfe zur Selbstverstümmelung an. Wenn diese es aber vorziehen eine Verstümmelung ohne staatliche Unterstützung vorzunehmen, dann tritt der halbstaatliche medizinische Apparat auf den Plan und versucht die Verstümmelung wieder rückgängig zu machen. 

 

 

Abgetrennter Penis wurde wieder angenäht

Potsdam - Ärzte des Potsdamer Klinikums Ernst von Bergmann haben den abgetrennten Penis eines 22-Jährigen wieder angenäht. Der junge Mann habe sich sein Geschlechtsteil Anfang Juli aufgrund psychischer Probleme abgehackt, teilte die Klinik am Mittwoch mit. Nach mehreren Operationen habe der Penis die ´volle Funktionsfähigkeit zurückerhalten`. Die Ärzte gingen wegen der unabsehbaren Heilungschancen erst jetzt an die Öffentlichkeit. Der Mann war nach der Selbstverstümmelung selbst ins Klinikum gekommen. Nach der Notfallversorgung habe er sofort durch den Chefarzt der Urologie, Horst Oesterwitz, operiert werden können."

"Der Tagesspiegel", 17.11.2005, S. 17

 

 

 

Potsdamer Ärzte nähen Penis erfolgreich an

POTSDAM. In Potsdam haben Ärzte einem Mann seinen Penis erfolgreich angenäht. Das Körperteil sei wieder vol funktionsfähig, sagte Theresa Decker, Sprecherin der Klinikum Ernst von Bergmann GmbH am Mittwoch. Aus den vergangenen 25 Jahren seien in Deutschland nur vier ähnliche Fälle bekannt. Der Mann hatte sich den Penis wegen psychischer Probleme selbst amputiert. ...

"Berliner Zeitung", 17.11.2005, S. 27

 

 

 

Man darf annehmen, dass die sehr teuere medizinische Behandlung des jungen Mannes auf Kosten der Beitragszahler erfolgt ist. Man stelle sich das mal an anderer Stelle vor, ein lebensmüder Mann zündet sein Einfamilienhaus an und hinterher kommt die Krankenkasse für den Wiederaufbau des Hauses auf. Da fasst sich zu Recht wohl jeder an den Kopf, dies gilt aber offenbar in eigenartiger Weise nicht für die Fälle, in denen Menschen Selbstverstümmelungen begehen. 

Mit Sicherheit liegt die Zahl von Männern, die sich jedes Jahr ihren Penis oder die Hoden amputieren, um ein vielfaches höher als die bekannt gewordenen Meldungen aus dem Hellfeld. Schließlich genießt auch die Kastration von Staats wegen noch immer Gesetzesrang und damit den Rang einer wichtigen gesellschaftlichen Aufgabe.

 

 

Ein eigenartiger, offenbar frauenfeindlicher Aspekt ist, dass die sogenannte "Freiwillige" Kastration nur Männern erlaubt wird. Frauen dürfen sich in Deutschland nicht "freiwillig" kastrieren lassen. Das Gesetz verstößt daher nicht nur gegen Artikel 2 des Grundgesetzes, sondern auch gegen das Diskriminierungsverbot aus Artikel 3. 

 

Der Kastrationsgedanken lässt sich in verschlüsselter Form auch in dem Angriff von Terroristen auf die Zwillingstürme von New York entdecken. Die beiden durch den Flugzeugangriff völlig zerstörten Türme kann man als Projektionsfläche männlicher (US-amerikanischer) Potenz ansehen. Sie symbolisierten einen erigierten Penis und in ihrer Zwillingshaftigkeit paarig angelegte Hoden zugleich. Die symbolische Entmannung der USA ist den Terroristen um den Preis einiger Tausender Menschenleben gelungen. Der darauf folgende massive Vergeltungsschlag der Regierung unter George Bush kann auch als Versuch der Wiederherstellung verletzter männlicher Potenz verstanden werden. 

 

 

 

 

Eine zwangsweise Kastration ist in Deutschland zum Glück noch verboten (Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland Artikel 2). Doch Menschen, die dem Kastrationswahn unterliegen wollen offenbar auch das legalisieren. So z.B. wenn der saarländische Ministerpräsidenten Peter Müller (CDU) (siehe Bild-Zeitung 11.03.2003) populistische Forderungen erhebt, Sexualstraftäter/innen zu kastrieren. Solche Forderungen bedeuten, eine Forderung nach Änderung des Grundgesetzes und die Aufforderung eine Straftat zu begehen, da zwangsweise Kastration eine Körperverletzung darstellt, die nach § 226 StGB mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren zu ahnden ist.

 

Sexualstraftäter/innen befinden sich immer in zwei Rollen. Zum einen sind sie gewalttätig gegen andere Menschen (Kinder, Jugendliche, Männer und Frauen) geworden. Gleichzeitig dienen sie, wenn ihre Straftat bekannt geworden ist, als Sündenböcke für gesellschaftliche Projektions- und Strafbedürfnisse. Ein CDU-Ministerpräsident kann daher diese gesellschaftlich vorhandenen Bedürfnisse, die sich mit seinen eigenen Bedürfnissen überschneiden dürften, aufgreifen, ohne dass er befürchten muss, dass der zuständige Staatsanwalt von sich aus gegen ihn wegen des Verdachts der Anstiftung zu einer Straftat ermittelt. 

 

Tiefenpsychologisch gesehen, läßt sich die Forderung nach zwangsweiser Kastration von Sexualstraftäter/innen auch folgendermaßen deuten.

 

a) Die Forderung wird von Frauen erhoben.  Hier dürfte es um Strafbedürfnisse von Frauen gegenüber Männern gehen.

 

Beispiel: 

 

"Vielleicht sollten die Frauen den Männern die Eier abschneiden, damit auf der Erde wieder ein Paradies entstehen kann. Die Männer würden ruhiger werden und sensibler mit ihrer Umwelt umgehen. Ohne diesen ständigen Ausstoss von Testosteron gäbe es keinen Krieg, kein Töten, kein Rauben, keine Vergewaltigungen."

UN-Sonderbotschafterin Waris Dirie in ihrem internationalen Bestseller "Wüstenblume", Seite 346 der Taschenbuchausgabe

 

 

b) Die Forderung wird von Männern erhoben. Hier geht es um Strafbedürfnisse, die eigentlich gegen sich selbst gerichtet sind. Es geht also um das Bedürfnis nach Selbstkastration. Der (männliche)  Sexualstraftäter dient hier lediglich als Projektionsfläche für den Mann, der sich entmannen möchte. Der betreffende Mann hat ein stark gestörtes Verhältnis zu seiner eigenen Männlichkeit, inklusive der äußerlich sichtbaren männlichen Symbole Hoden und Penis.  

 

 

Neben diesen Männern, die ihre unbewußten Selbstkastrationswünsche auf andere Männer projizieren, gibt es auch Männer die sich bewußt eine Selbstkastration wünschen.  Auch hier liegt eine schwere, allerdings ausgesprochene, Identitätsstörung vor.  Nach unserer Auffassung geht es dem Mann mit Kastrationswünschen darum, seinen Penis (Phallus) loszuwerden, mit dem er sich nicht nur nicht identifizieren kann, sondern dem er als nicht zu sich gehörig und feindlich erlebt. Bei der Kastration wird aber nicht der Penis abgeschnitten, das würde ohne ärztliche Hilfe zum Verbluten des Mannes führen, sondern die Keimdrüsen (Hoden) werden entfernt. Der Mann, der seinen Penis loswerden will, hat also mit einer Kastration sein Ziel nicht erreicht. Dei in einigen Kulturen übliche Beschneidung der Vorhaut bei Jungen läßt sich auch als symbolische Kastration (des Penis) verstehen.

 

Selbstkastrationswünsche von Männern können auch als Kastrationsängste gedeutet werden.  So wie es Menschen gibt, die aus Angst vor dem Tod Suizid begehen, gibt es Menschen (Männer) die aus Angst vor ihrer realen oder symbolischen Kastration Selbstkastration begehen wollen oder diesen Wunsch auf andere (Sexualstraftäter) projizieren. 

 

Um aus dem Bedürfnis nach Autoaggression heraus zu kommen, welches sich im Kastrationswunsch zeigt und das auch nicht dadurch befriedigt werden kann, wenn eine Kastration auch vollzogen ist, gilt es das eigene Bedürfnis nach Kastration anzuerkennen. Es gilt zu erkennen, von wem der Mann den Kastrationswunsch empfangen und verinnerlicht hat, dies wird in vielen Fällen die eigene Mutter oder der eigene Vater gewesen sein. 

Das Kastrationsbedürfnis kann gewandelt werden, wenn die bisher autoaggressiv auf sich selbst gerichteten Energien nach außen gekehrt werden. Dabei geht es jedoch nicht darum nun blindwütig im Außen nach dem Motto "Macht kaputt, was Euch kaputt macht" zu zerstören, was man bis dahin immer bei sich als billigem Opfer tat, sondern um die Entwicklung konstruktiver Formen der eigenen Auseinandersetzung mit der Welt und des Einbringens der eigenen Person in diese.  

 

 

 

Kastration «Schwanz ab» statt elektronischer Fußfessel?

Von news.de-Redakteurin Isabelle Wiedemeier

Artikel vom 30.03.2011

Er schnitt dem älteren Liebhaber seiner Tochter die Hoden ab: Der Prozess gegen einen 47-Jährigen in Bielefeld wirft Fragen auf: Was passiert bei einer Kastration? Und wann ist sie in Deutschland erlaubt?

Kastration ist kein Thema, über das Mediziner gern sprechen. Zumal es nicht um Hunde und Katzen, sondern um Menschen gehen soll. Denn in Bielefeld hat ein besonders ekelhafter Racheakt stattgefunden, der seit heute vor Gericht verhandelt wird. Ein Vater schnitt dem vermutlichen Liebhaber seiner 17-jährigen Tochter die Hoden ab. Der 58-jährige Mann überlebte. Doch die Anfrage an verschiedenen Unikliniken, was denn so eine Kastration für einen Mann bedeute, löste bei vielen Urologen nur Unverständnis aus. Kein angenehmes Thema.

Doch Wolfgang Bühmann, Pressesprecher des Berufsverbandes der Deutschen Urologen, verfolgt den Prozess. Und erklärt genau, welche Konsequenzen die sogenannte Entmannung für einen Mann hat. Im Bielefelder Fall ist eins für ihn klar: Der Mann hätte sterben können. Denn die Hoden werden durch eine Arterie versorgt, «die, wenn sie aufgeschnitten wird, nicht aufhört zu bluten».

Doch auch, wenn die Geschlechtsorgane bei einer Operation entfernt werden müssen, hat dies gravierende Folgen, wie Bühmann erklärt. Die Hoden produzieren das Hormon Testosteron, verantwortlich für die Libido: «Ohne die Hoden erlischt der Sexualtrieb.» Nebeneffekt sei, dass auch die Aggression der Männer abnehme und sie ausgeglichener würden. «Die Stimmungslage verändert sich. Die Kehrseite ist, dass sie weniger Antrieb verspüren, lustlos werden», sagt der Urologe. Negativ auf die Psyche wirkt sich natürlich auch die körperliche Versehrtheit aus - der Verlust der Männlichkeit. «Das ist ähnlich wie bei einer Brustamputation», erklärt Bühmann.

Männer bekommen Frauenkrankheiten

Nicht nur emotional, auch körperlich werden Männer durch den Verlust der Hoden weiblicher. Muskulatur wandelt sich in Fett um und auch die Körperbehaarung geht zurück. Dazu komme, dass die Knochen ohne Testosteron schneller entkalken - was zu Osteoperose führt, eigentlich eine typische Frauenkrankheit. Eine hohe Stimme, wie früher die Eunuchen, droht jedoch nicht. Bei den klassischen Kastraten wurde die Verstümmelung schon als Junge durchgeführt, der Stimmbruch fand einfach nicht mehr statt.

Doch Kastration ist nicht nur im Zusammenhang mit sadistischen Racheakten oder Krebserkrankungen ein Thema. In Deutschland ist seit 1969 das sogenannte «Gesetz über die freiwillige Kastration und andere Behandlungsmethoden» in Kraft - ein Gesetz, das der Berliner Männertherapeut Peter Thiel als «Beihilfe zur Selbstverstümmelung und Körperverletzung» bezeichnet. Für ihn ist es nichts anderes, als würde der Staat Ärzten erlauben, auf Wunsch des Patienten Arme oder Beine zu amputieren - und das Bedürfnis zur Kastration nichts weiter als eine Form der Autoaggression.

In der Begriffsbestimmung des Gesetzes lässt sich nachlesen: «Kastration im Sinne dieses Gesetzes ist eine gegen die Auswirkungen eines abnormen Geschlechtstriebes gerichtete Behandlung...» Damit ist noch die tatsächliche Entfernung der Keimdrüsen gemeint, während 40 Jahre später das Schlagwort «chemische Kastration» in aller Munde ist, wenn es um das Unschädlichmachen von Sexualstraftätern geht.

Chemische Kastration statt Fußfessel?

Wolfgang Bühmann erinnert sich an einen Prozess in den 1960er Jahren, bei dem einem Triebtäter tatsächlich die Hoden abgenommen wurden. «Das ist eigentlich eine sehr moderne Form des Strafvollzugs. Den Tätern wurde angeboten, sich gegen Freigang kastrieren zu lassen.» Die heute mögliche chemische Kastration durch Medikamente hält er für die optimale Möglichkeit, Sexualstraftäter zu bändigen. «Ich frage mich, warum das nicht gemacht wird, gerade vor dem Hintergrund der Diskussion um die Sicherungsverwahrung», sagt der Urologe.

Peter Thiel ist ein Gegner dieser Option - er hält sie auch nicht für wirksam. «Das bösartige, destruktive einer Persönlichkeit ist nicht durch eine Kastration verschwunden. Es sitzt im Kopf und nicht im Schwanz», betont er. Selbst wenn durch den Eingriff sicher gestellt sein sollte, dass der Mann keine Frau mehr penetrieren könne, werde sich die Destruktivität anders äußern. Aus Mangel an Fakten ist der Ruf nach dem chemischen «Schwanz ab» für Therapeut Peter Thiel vor allem eins: Eine populistische Politiker-Ente, die das Volksbedürfnis nach Sicherheit ruhigstellen will.

Bühmann hingegen ist vom Erfolg überzeugt. Der Sexualtrieb werde mit Sicherheit unterbunden - und ohne Testosteron auch die allgemeine Destruktivität gemildert. «Das ist in jedem Fall besser als die elektronische Fußfessel», findet er.

news.de

http://www.news.de/gesellschaft/855151506/schwanz-ab-ist-reiner-populismus/1/

 

 

 

 

 

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-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Freitag, 25. Oktober 2013 07:28

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Kastration und Information/Austausch

Hallo,

 

ich bin schon etwas älter und habe aus diesem Grund vor allem die Transition nicht mehr hinbekommen, bin aber definitiv transident. Meine Hoden – und auch mein Penis – paßten schon immer nicht zu mir, und daher würde ich mich wenigstens kastrieren lassen, eventuell auch mit Penektomie, aber natürlich fachgerecht. Der Weg über Gutachten ist mir aber zu kompliziert.

1. Welche Möglichkeiten gäbe es noch?

2. Wo könnte ich mich austauschen? Gibt es Foren etc. und welche?

 

Freundlichen Gruß

...

 

 

 

Hallo Herr ...,

welche Möglichkeiten es da gibt, weiß ich nicht. Auch nicht wo man sich darüber austauschen kann.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Peter Thiel

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Freitag, 6. Juli 2012 12:58

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Kastration

Hallo, wer kastriert mich in D ?

Danke

Mit freundlichen Grüßen

...

 

 

 

Hallo Herr ...,

gehen Sie einfach zu zu Ihrem Hausarzt und fragen ihn, er wird Ihnen sicher weiterhelfen.

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 


 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Samstag, 13. November 2010 12:14

An: info@maennerberatung.de

Betreff: ihre kastrationsseite

 

hallo herr thiel,

durch zufall habe ich ihre seite gefunden und möchte ihnen dazu einen kommentar geben. ich benötige keine antwort und keine beratung. vorab möchte ich sagen, dass ich seit mehr als 18 jahren freiwillig kastriert bin, d.h. meine beiden hoden wurden chirurgisch entfernt.

vielfach besteht in der wissenschaft eine irrige auffassung über kastrationsfolgen und -erfolge, bzw. unwirksamkeit bei sexualstraftätern, weil auch die fachliteratur kaum erschöpfend ist und offensichtlich die autoren untereinander abgeschrieben haben statt zu forschen.

es ist wohl so, dass man die probanden offensichtlich nicht lange genug nach dem operativen eingriff beobachtet hat. der sexualtrieb schläft erst nach ca. 1 jahr vollständig ein und das ejakulat verringert sich dramatisch auf ganz wenige tropfen glasklarem prostatasekretes und der restorgasmus kommt in form eines äußerst unangenehmen, ja schmerzhaften, kurz aufflammenden krampfes. die häufigkeit der lust auf onanieren reduziert sich auf ein bis zweimal jährlich, wenn überhaupt.

penetration, bzw. geschlechtsverkehr ist nicht mehr möglich, weil eine vollständige errektion ausbleibt (es bleibt eine restflexibilität, die man in rückenlage mit stehendem penis mit der flachen hand leicht zusammendrücken kann) und sich im laufe der zeit die penisgröße reduziert hatte (vorher errigiert 13-14 cm und danach mit der beschriebenen restflexibilität ca. 9 cm beträgt).

sicherlich gibt es unterschiede, aber extreme rückfälle bei kastrierten sexualtätern dürften äußerst selten sein, und zudem sollte man dann auch nach anderen ursachen fragen (z.b. externe hormonzufuhr, therepien oder tumoren).

insofern halte ich die kastration bei sexualstraftätern als das mittel der wahl, da sie anders sowieso nich geheilt werden können und s.g. chemische kastration ist durch weglassen der präparate zu umgehen.

mfg

...

ps. ein foto anbei

 

 

 

Hallo Herr ...,

Danke für Ihre Nachricht.

 

Was war denn Ihre Motivation, sich die Hoden operativ entfernen zu lassen. Gemeinhin kenne ich das nur bei Hodenkrebs.

 

Wenn Sie nichts dagegen haben, verwende ich das von Ihnen mitgeschickte Foto auf

www.maennerberatung.de/kastration.htm

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Samstag, 23. Januar 2010 08:26

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Kastrationswunsch

 

Lieber Freund,

beim stöbern im Internet bin ich über Ihre Kastrationsseite gestolpert. Ich kann jetzt nicht sagen, dass ich irgendetwas an den Aussagen auszusetzen habe, nur mir fehlt etwas. 

Es gibt zwischen Mann und Frau Zwischenwesen. Also Frauen oder Männer, die sich nicht ihrem offensichtlichen Geschlecht zugehörig fühlen. Diese Transgender sind so unterschiedlich ausgeprägt wie Männer und Frauen es auch sind. Wenn ich an die vielen Jahre zurück denke, in denen ich fast schon zwanghaft versucht habe ein Mann zu sein. Meine Affinität zu allem was weiblich ist, habe ich als pervers empfunden, und selbstverständlich vor aller Welt versteckt.

Vielleicht wäre ich auch irgendwann einmal auf die Idee gekommen Eunuch zu werden, weil so richtig ist mir das Mann sein nicht gelungen. Zum Glück habe ich aber durch eine Frau erfahren, dass ich im Grunde genommen nichts sehnlicher gewünscht habe, als das Ding da unten los zu werden, um es durch eine Vagina zu ersetzen. Das ist mir zwar selbst noch nicht gelungen, aber seit ich weiß, dass ich Frau sein will, versuche ich wenigstens nicht mehr krampfhaft Mann zu sein, sondern lebe die Frau in mir so gut es eben in einem Männerkörper geht aus.

Bei Kastrationswünschen sollte man vielleicht einmal auf die Idee kommen, die männliche Identität zu hinterfragen. Ich musste 50 Jahre alt werden, bis mir klar war was ich wirklich wollte. Eventuell geht es dem einen oder anderen den Kastrationswunsch hegenden ja genauso wie mir.

Sollten Sie Patienten haben, die sich über das Thema wie lebt Frau als Mann oder umgekehrt unterhalten möchten, dann dürfen Sie meine Adresse gerne weitergeben, veröffentlichen oder wie auch immer verbreiten.

 

Mit freundlichen Grüßen

...

 

 

 

 

 

Hallo Herr ...,

Danke für Ihre Nachricht.

Selbstverständlich soll jede/r seine Identität leben, die ihm Ihr wichtig ist, so lange er/sie damit nicht in die Freiheit anderer Menschen eingreift. So gibt es ja auch Christen, die Moslems werden und umgekehrt.

Das ist alles eine Frage der eigenen Identifizierung und Entscheidung. Nur halte ich nichts von Verstümmelung des eigenen Körpers, egal ob es ein weiblicher oder ein männlicher ist. 

Aber wenn sich jemand entschließt, seine Brüste oder seinen Penis abschneiden zu lassen, dann kann man ihn oder sie manchmal nicht halten. Das ist letztlich auch eine Frage der Freiheit des Einzelnen, die über dem Bedürfnis dieser oder jener Gruppe steht eine Norm für alle zu deklarieren und durchzusetzen.

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Freitag, 29. Januar 2010 22:49

An: info@maennerberatung.de

Betreff: RE: Kastrationswunsch

 

Sie sind glaube ich gedanklich nicht auf das eingegangen, was ich Ihnen geschrieben habe.

Manchmal hilft es langsamer zu lesen, etwas Aufmerksamkeit dem zu widmen, was da steht, und seinen eigenen Ansichten beim Lesen etwas in den Hintergrund zu schieben. Habe ich etwa geschrieben, dass man seinen Körper verstümmeln soll?

Geben Sie mir doch einfach mal eine Antwort, und zwar auf die Frage, ob die Natur in der Lage ist Körper hervorzubringen, deren sexualspezifisches Identitätsmerkmal nicht klar erkenntlich ist.

Was sollen diese Wesen tun? Sich kurz nach der Geburt erschießen?

Es wäre schon schön, dass wenn sie sich selbst dem Anspruch aussetzen Männer zu beraten, auch zu akzeptieren, dass es MANN 100% nicht gibt, und dass die Natur Wesen hervorbringt, die sowohl als auch sonst sind.

Wenn diese Wesen dann in der Korrektur der Natur sich für eins von beiden entscheiden, dann ist das sinnvoller, als einem 90jährigen einen Herzschrittmacher einzusetzen.

Viele liebe Grüße

...

 

 

 

 

Hallo Herr ...

Selbstverständlich gibt es Menschen, die nicht eindeutig Mann oder Frau sind, bekanntermaßen nennt man diese Intersexuelle, Zwitter oder Hermaphroditen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Intersexualit%C3%A4t

 

 

Warum sollten sich Menschen erschießen, nur weil sie große Ohren oder Brüste haben. Warum sollten sich Menschen erschießen, die womöglich nicht den klassischen Frauen- oder Männerkörper haben?

Man ist, was man ist. Warum das nicht einfach akzeptieren, anstatt sich zu jemanden machen, von dem man meint, so müsste man sein?

Wenn man meint, man wäre eine Frau, obwohl vieles darauf hindeutet, dass man es nicht ist, muss man sich doch nicht gleich einer Operation unterziehen, bei der einem diverse Körperteile amputiert werden. Ich nenne so etwas Verstümmelung und Ärzte die so etwas ohne große Not tun, kriminell.

Wenn Sie eine Frau sein wollen, obwohl Sie biologisch ein Mann sind warum nicht.

Wenn Sie sowohl Mann wie Frau sind, warum nicht. Vielleicht sind Sie auch ein Drittes und leben das so gut es eben geht.

Wo ist da das Problem?

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 


 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Donnerstag, 2. April 2009 20:29

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Vielleicht können Sie mir kurz einen Rat geben!

 

Guten Tag,

ich bin vor ca. 2Jahren von meiner Frau verstossen worden und von ihr gezwungen worden ca. 400 km von Frau und fünf Kindern weit weg zu leben. (Frau mit Kindern lebt in der Nähe von ... . Zuerst versprach sie mir, dass wenn ich in die Schweiz gehe, sie sich nicht scheiden lässt. Ich lebe von einer kleinen Invaliden-Rente, da ich schon viele Jahre krank bin und Psychopharmaka nehmen muss - Seroquel und Depakine).

Ich bin evangelischer Christ und nach meinem Verständnis und Glauben, habe ich nicht Erlaubnis mir einfach eine andere Frau oder Freundin zu nehmen.

Da ich aber ein grosses Problem mit meiner Sexualität habe, habe ich ernsthaft darüber nachgedacht, ob es nicht das einfachste wäre, eine Kastratration vorzunehmen. (Darüber denke ich schon seit 2007 nach).

Ich habe absolut keine Selbstverstümmelungstendenzen und auch überhaupt keine Lust so was durchzuführen.

Sehe aber zur Zeit keine andere Lösung, als vielleicht diesen Schritt zu unternehmen. So wie ich die Lage beurteile, wird meine Frau, die ich sehr liebe, mich nie wieder annehmen.

Für Ihren baldigen, kurzen Rat und vielleicht Tipp, an wen ich mich in der Schweiz wenden kann, bedanke ich mich im voraus bestens.

Freundliche Grüsse aus der Schweiz

...

 

 

 

 

Hallo Herr ... ,

Schauen Sie doch bitte mal auf

 

http://www.maenner.ch/de/home

 

und

 

www.maennerzeitung.ch

 

 

und lassen sich dort Infos über geeignete Kontakt- und Beratungsmöglichkeiten für Männer in der Schweiz informieren.

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Dienstag, 11. Dezember 2007 18:52

An: info@maennerberatung.de

Betreff: ...

 

Was kann man gegen den Drang nach Kastration tun

 

 

 

 

Hallo Herr ... ,

 

Sie könnten eine Psychotherapie beginnen und sich als erstes mit der Frage auseinandersetzen, wer hier in früheren Zeiten eigentlich wen kastrieren wollte.

Die zweite Frage die es wohl zu bearbeiten gilt, ist die Frage, wie Sie ihre angestaute Aggression, die Sie gegen sich selbst in Form eines Kastrationswunsches richten, wieder dem Leben und dem Glück schenken können. Auch dazu können Sie die Unterstützung eines Psychotherapeuten in Anspruch nehmen.

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Freitag, 12. Oktober 2007 20:17

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Verhinderung der Ejakulatproduktion

 

Hallo,

kann man die komplette Spermaproduktion unterbinden - besonders die Sekrete des Nebenhodens, etc.

 

--

MfG

... 

 

 

 

 

Hallo ... ,

klar kann man die Spermaproduktion unterbinden. Aber wozu sollte das gut sein?

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Dienstag, 16. Oktober 2007 13:48

An: Männerberatung

Betreff: AW: Verhinderung der Ejakulatproduktion

 

Hallo Peter,

nun ganz einfach: um ungewollte "Ergüsse", welche nun mal auch bei den sogenannten "feuchten Träumen" stattfinden, zu vermeiden.

Oft ist noch nicht mal ein Traum ein Auslöser sondern es passiert einfach so. Ich muss ständig damit rechnen in dieser Beziehung "inkontinent" zu werden, so dass ich ständig "mein bestes Stück" in Klopapier o.ä. hüllen muss um nicht wiedereinmal eine feuchte Überraschung zu erleben. An eine entspannte Nacht oder Tag ist nicht mehr zu denken und so möchte ich, dass nix weiter "Mein Teil" verlässt als Urin. Das kann ich kontrollieren.

Deswegen wäre es schön wenn Du mir da Möglichkeiten aufzeigen könntest.

..

Danke vorab.

... 

 

 

 

 

Hallo ... ,

 

wenn Sie die Ihnen unangenehmen spontanen Ejakulationen abstellen wollen, so gibt es dafür wenigstens drei Möglichkeiten.

1. Sexualverkehr

2. Masturbation

 

beides, kommt nach Ihrer Aussage für Sie nicht als Alternative in Betracht.

 

Dann gibt es noch die Möglichkeit einer Beeinflussung mittels Pharmakas, die darauf gerichtet sind, die männlichen Hormone und damit letztlich auch die Bildung von Sperma und dessen Ejakulation abzuschwächen oder auszuschalten. Angeblich soll früher beim Militär den einfachen Soldaten solche Substanzen unbemerkt in den Tee gemischt worden sein, damit sie sexuell gedämpft wären, wovon man sich eine bessere Handhabbarkeit der Soldaten und wohl auch die Verhinderung homosexueller Kontakte versprach. In Anspielung auf eine durch eine solche "Verabreichung" ausbleibende Erektion nannte man das im Soldatenjargon "Hängolin". Ob es wirklich solche Verabreichungen gab, ist aber offenbar nicht glaubwürdig dokumentiert.

Wie auch immer, durch die Einnahme bestimmter Substanzen kann der männliche Hormonhaushalt beeinflusst werden, so etwa mit Cyproteronacetal (CPA) oder auch durch Neuroleptika. Faktisch ist das ganze eine Art chemische Kastration.

Der Sexualwissenschaftler Volkmar Sigusch meint dazu:

 

"Prinzipiell kann das mit verschiedenen Substanzen bewirkt werden, allerdings in den meisten Fällen mit Effekten, die nicht nur unerwünscht, sondern auch unverantwortbar sind."

Volkmar Sigusch: "Sexuelle Störungen und ihre Behandlung", Thieme Verlag, 2001, 3. Auflage, S. 528

 

Wenn Sie also in dieser Richtung was unternehmen sollten, müssten Sie sich an einen Arzt wenden und ihn darum bitten, dass er Ihnen solche Substanzen verschreibt.

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Donnerstag, 5. April 2007 17:28

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Ihre Seite kastration Autor peter Thiel

 

 

Auf der Seite Kastration nimmt Peter Thiel Infos zum Thema Kastration und Informiert über den Fall des Kanibalen von Rotenburg. Der Kanibale von Rotenburg ist verurteilt. Aber warum wird der nicht kastriert, damit jeder derartig perverse Treib bei ihm für immer ausgeschaltet wird ?

man sollte ihn daher endlich kastrieren, den Übeltäter.

 

 

 

 

Hallo Frau ... ,

 

er wird deshalb nicht kastriert, weil es dafür keine gesetzliche Grundlage gibt.

Zum anderen würde aber eine Kastration auch gar nichts nützen, denn kriminelles Verhalten wird im Kopf gesteuert und nicht in den Geschlechtsorganen eines Menschen.

 

Man könnte dann höchstens auf die Idee kommen, einem Straftäter oder einer Straftäterin den Kopf abzuschlagen, weil er oder sie damit kriminelle Gedanken denkt und vielleicht auch in die Tat umsetzt. Die Todesstrafe ist allerdings in Deutschland abgeschafft und selbst in den USA wird den Verurteilten nicht der Kopf abgeschlagen, sondern sie werden bei entsprechender Tatschwere vergast, mit einer Giftspritze oder Starkstrom getötet.

Ich bin allerdings kein Anhänger von solch rabiaten Bestrafungsmethoden.

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Samstag, 7. April 2007 13:35

An: Männerberatung

Betreff: RE: AW: Ihre Seite kastration Autor peter Thiel

 

Zum Absatz, daß die Kastration nichts nützte, hieß es doch sonst immer in den Medien und von den entsprechenden Verantwortlichen, daß man damit die Veranlagung, den Trieb ... ausschalten oder die Gefahr solcher Taten zumindest stark reduzieren könnt. 

Ist das etwa gänzlich falsch, Herr Thiel ?

 

 

 

 

Hallo Frau ... ,

was da so in der Zeigung steht ist völliger Unsinn. Irgend ein schlecht informierter Journalist hat das mal geschrieben und nach ihm haben das viele andere uninformierte Journalisten von ihm abgeschrieben und schließlich glauben fast alle Menschen, es wäre so, wie es in der Zeitung gestanden hat.

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Donnerstag, 22. März 2007 13:22

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Kastration

 

hallo!

ich habe mal eine frage meine sexuelle ausrichtung strebt nach jungen mädchen

und ich habe mich noch im griff also es ist noch ncihts passiert um die mädchen zu schützen würde ich mich gerne kastrieren lassen psychologen helfen nicht habe ich schon ausprobiert würde die krankenkasse eine komplett operation also hoden penis und prostata entfehrnen damit ich nie wieder sexuelle gefühle habe bezahlen?

...

 

 

 

 

Hallo ...,

 

mir scheint, Ihnen geht es weniger um die Mädchen die Sie vermeintlich schützen wollen, sondern es geht darum, dass Sie sich selbst als Mann ablehnen und dem mit Ihrem Wunsch nach Selbstkastration Ausdruck verleihen wollen.

Vielleicht liegt es daran, dass Sie einen gewalttätigen Vater hatten, vielleicht daran, dass Sie eine Mutter hatten, die Ihren Vater und alles männliche abgelehnt hat.

 

Ich würde Ihnen bei einer Selbstkastration nicht helfen wollen, aber Sie finden bei Bedarf in unserem Land sicher genügend skrupellose und psychisch gestörte Ärzte und Psychologen, die Ihnen bei einer Selbstverstümmelung helfen werden. Mit ein wenig Glück finanziert Ihnen das auch noch der Staat bzw. die Krankenkasse, denn die Selbstverstümmelung von Männern ist ja auch (un)heimliches Regierungsprogramm.

Wenn Sie sich dann mit oder ohne Staatshilfe verstümmelt haben, werden Ihre Probleme aber sicher nicht aufhören, denn Sie sind dann immer noch ein Mann, wenn auch ein kastrierter. Als nächstes werden Sie dann einen Arzt oder Psychologen suchen, der Ihnen dabei hilft, sich selbst zu eliminieren, denn nur dann haben Sie Ruhe vor dem Ihnen verhassten Mann, von sich selbst. 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Montag, 15. August 2005 20:51

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Triebverhalten stoppen

 

 

Hallo miteinander !!

Ich bin genetisch gesehen ein Zwitter ,da ich sowohl männliche wie weibliche Geschlechtshormone im 47.Gen besitze . Nun bin ich seit 3 Jahren verheiratet und bin eigentlich davon ausgegangen ,dass meine Frau ( Mutter von 2 Kindern) gerne mit mir schläft. Doch nun hat sich herausgestellt, daß SEX für sie nur lästig ist . Wie kann ich nun meinen Trieb reduzieren. Hilft mir dabei vielleicht eine Kastration . Zur Info sollte ich Ihnen noch mittteilen, daß ich seit dem 22.Lebensjahr in andrologischer Behandlung bin, da meine Testoviron-Werte zu gering waren und ich seither alle 4 Wochen mit 250mg Testoviron substituitert werde .

Können Sie mir einen Rat geben ???

 

Besten Dank

... 

 

 

 

 

Hallo ... ,

 

das fände ich aber schade, wenn Sie sich mittels einer Kastration um Ihre sexuelle Potenz und Lust bringen würden. Vielleicht suchen Sie besser einen Weg, wo Sie Ihren "Trieb" im Einvernehmen mit einem anderen erwachsenen Menschen leben können und dabei auch noch Spaß haben.

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ... 

Gesendet: Sonntag, 19. Dezember 2004 13:45

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Meine freiwillige Kastration.

 

Hallo,

Mein Name ist ... .Seit einigen Wochen läuft mein Antrag auf freiwillige Kastration bei einer Gutachterstelle. Der Antrag ist in Bearbeitung und von meiner Seite sind schon einige Unterschriften getätigt worden. Bei mir wird auch der Penis entfernt.

Meine frage ist: Wo wird dann so eine Kastration gemacht

Wie läuft diese ab und wie lange dauert der Eingriff.

Es wäre nicht schlecht wenn Sie mir da etwas schicken könnten. Die Kastration an mir ist schon so gut wie sicher und es gibt da kein zurück mehr.

vielen Dank im voraus.

Gruß ... 

 

 

 

 

Hallo Herr ... ,

wir wissen nicht wo Kastrationen vorgenommen werden. Aber vielleicht können Sie uns noch darüber informieren.

Über das Prozedere eine Kastration wissen wir auch nichts näheres. Aber Sie können das ja sicher dort erfragen, wo Sie sich kastrieren lassen wollen. Vielleicht senden Sie uns anschließend einen Erfahrungsbericht und auch die Namen derjenigen, die solche Kastrationen vornehmen.

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: 

Gesendet: Mittwoch, 15. Dezember 2004 14:15

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Auswirkungen von Kastration

 

Guten Tag,

es ist etwas untypisch, dass ich mich an eine Männerberatung wende, aber meine Frage hat etwas mit meinem Mann zu tun, daher glaube ich, dass ich schon den richtigen Adressatenkreis getroffen habe.

Ich möchte gern wissen, ob eine Kastration gravierende Auswirkungen auf die Persönlichkeit eines Mannes hat.

Zur Situation:

Mein Mann und ich sind seit über ... Jahren sehr glücklich verheiratet. Wir haben ... Kinder und mehr werden es auch nicht, da mein Mann bereits seit einigen Jahren sterilisiert ist. Es ist also alles in bester Ordnung.

Nun hat mein Mann seit einiger Zeit den Wunsch, sich kastrieren zu lassen. Es stört ihn, dass er permanent seine Hoden "mit sich herumtragen" muss, obwohl er sie eigentlich gar nicht mehr braucht. Er ist fast ... Jahre alt und will ohnehin nie wieder Kinder zeugen.

Außerdem stört es ihn, dass ich nach dem Sex immer zur Toilette gehe, um das Ejakulat "wegzubringen". Ich mag es nicht, wenn es mir nachts und am nächsten Morgen langsam die Beine runterfließt.

Was meinen Sie, sollte ich ihn in diesem Punkt unterstützen oder lieber nicht. Ich möchte nicht, dass ich nach einem solchen Eingriff plötzlich einen "anderen" (verweiblichten) Mann vorfinde.

Herzlichen Dank für eine detaillierte Antwort.

Mit freundlichem Gruß

...

 

 

 

 

Hallo Frau ... ,

ich gehe kann klar davon aus, dass eine Kastration, so wie Sie ihnen anscheinend vorschwebt, massive Auswirkungen haben. Ich würde es niemanden empfehlen wollen.

 

Die Entfernung der Hoden würde außerdem nur die Spermienproduktion beenden. Das Ejakulat (ca. 2-6 Milliliter) besteht aber nur zu etwa 3-5 Prozent aus Spermien. Alles andere sind Sekrete von den Bläschendrüsen (50-60 Prozent, u.a. Fruktose) und der Prostata (30-40 Prozent, u.a. saure Phosphatase), dazu noch Carnitin und Glycerylphoshorylcholin aus den Nebenhoden.

 

Vielleicht benutzen Sie beide zukünftig ein Kondom, dann kann Ihr Mann nach der Ejakulation das Ejakulat "wegbringen".

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: 

Gesendet: Freitag, 22. Oktober 2004 03:43

An: webmaster@maennerberatung.de

Betreff:

 

Sehr geehrter Herr Thiel

Ich bin ... Jahre alt und wohne derzeit in .. wo ich studiere und arbeite.

Direkt zu meiner frage - ich habe meinen starken sextrieb seit ein paar jahren als zusätzliche bürde empfunden. gerade hier in ... ist es eine plage, da ich keine zeit für selbstbefriedigung habe, sondern meine zeit weitaus sinnvoller mit studieren und arbeiten verbringen will. von daher praktiziere ich seit zwei monaten abstinenz. was bisher auch ganz gut funktioniert hat. manchmal kann es allerdings aufgrund gelobter westlicher lebensweisen (zur schau stellung des weiblichen körper durch die frau selber), dem sexfactor in der werbung (sex sell's), und halb nacktem herumlaufen des weiblichen geschlechts (bei fünf grad celsius auf der ... ) etc. mitunter "ungemütlich" werden und ich benötige einigen Anstand. Es scheint mir also nur zwei Lösungen zu geben - angebrachte, bedeckende kleidung für die frauen (was allerdings auf wenig gegenliebe stossen dürfte) oder ich muss meine Hormonbildung herunterfahren. Was halten sie von einer chemischen antiandrogen Therapie ? Ich habe gelesen, das dies u.a. auch die gefahr von Prostatakrebs massiv senken kann. Kann durch eine chemische Therapie verlangen nach befriedigung gesenkt werden ? Würde meine ... Krankenkasse ... das übernehmen ?

neben all diesen dingen will auch ich mich nicht mehr vom testosteronausstoß unter druck setzen lassen und mich von einer sich zunehmend radikalisierenden frauenwelt erpressen lassen.

Ich freue mich auf ihre antwort,

mit freundlichen grüssen ... 

 

 

 

 

 

Hallo Herr ... ,

 

lassen Sie sich nicht erpressen. Masturbieren Sie lieber ein wenig. Dann geht es Ihnen hoffentlich besser. Die Zeit, so viel benötigen Sie nicht dazu, wird sich sicher finden lassen.

 

Beste Grüße

 

 

Peter Thiel

 

 

 

 


 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: 

Gesendet: Mittwoch, 7. Juli 2004 22:15

An: webmaster@maennerberatung.de

Betreff: hallo!

 

Hallo!

Mein Name ist ... , ich bin aus ... und bin 20 Jahre alt!

Nun ich habe mir ueberlegt was waere wenn ich mich kastrieren liese?! koennt

ihr mir infos senden wo, wieviel, nachwirkungen,...?!

Ich habe mir ueberlegt nicht mehr von meinem Koerper dieses Verlangen nach Sex aufgezwungen zu bekommen sondern das ganze physisch zu manoevrieren! -

Ich hasse dieses Hormon gesteuertes Denken! - und ich moechte dies somit umgehen .... nun frage ich sie um Rat!!!!!!

Danke im Voraus!

... 

 

 

 

 

 

Hallo ... ,

 

wie es wäre, wenn Sie sich kastrieren lassen würden, kann Ihnen sicher niemand sagen. Sie können es aber erfahren, wenn es passiert ist.

Für mich steht die Frage, was Sie meinen davon zu haben, wenn Sie kastriert wären?

Ginge es Ihnen dann besser?

Hätten Sie in diesem Fall nicht auch andere Möglichkeiten, dass Sie sich besser fühlen können, so etwa in dem Sie Ihr jetziges Leben und Ihre persönlichen Beziehungen entsprechend gestalten?

Und wenn das nicht ohne weiteres geht, vielleicht suchen Sie nach den geeigneten Wegen, die dahin führen. Vielleicht können Sie sich dabei im Rahmen von Beratung oder Therapie unterstützen lassen?

Eine Kastration halte ich nicht für einen geeigneten Weg.

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 


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