Psychiatrie

Warten auf die Funkengarde

Humor ist, wenn man trotzdem lacht
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Peter Thiel - Systemischer Berater und Therapeut (DGSF)
02.08.2010
Spätestens seit uns Watzlawick auf unterhaltsame, witzige und zugleich tiefgründige Weise mit der Problematik von normal und nicht normal, verrückt und nicht verrückt bekannt gemacht hat, haben wir allen Grund, gegenüber herrschenden gesellschaftlichen Schablonen von Normalität skeptisch zu sein und nicht zuzuschauen, wenn sich der deutsche Normalbürger die Lederstiefel aus dem Keller holt, die Hakenkreuzbinde über den Arm zieht und Unnormale jagt.
Oft hängt es nur vom Kontext ab, einen Menschen als närrisch oder verrückt anzusehen, wie die folgende von Watzlawick erzählte Geschichte zeigt:
Lassen Sie mich als Antwort jenen merkwürdigen Vorfall erwähnen, der vor mehreren Jahren aus der italienischen Stadt Grossoto gemeldet wurde. Eine Frau aus Neapel, die in Grosseto zu Besuch war, wurde in einem Zustand akuter Schizophrenie ins städtische Krankenhaus eingeliefert. Da die psychiatrische Station nicht in der Lage war, sie aufzunehmen, wurde beschlossen, sie nach Neapel zurückzuschicken. Als die Männer der Ambulanz kamen und fragten, wo die Patientin sei, wurde ihnen gesagt, in welchem Raum sie warte. Als sie dort eintraten, fanden sie die Patientin auf dem Bett sitzend, vollständig angezogen und die Handtasche griffbereit. Als sie sie aufforderten, mit ihnen zum wartenden Krankenwagen hinunterzugehen, wurde sie erneut psychotisch, wehrte sich mit allen Kräften gegen die Pfleger, weigerte sich mitzukommen und zeigte alle Anzeichen von Persönlichkeitsverlust. Sie mußten ihr eine Beruhigungsspritze geben und sie zum Krankenwagen hinuntertragen, und dann fuhren sie mit ihr nach Neapel.
Auf der Autobahn außerhalb von Rom wurde der Krankenwagen von einer Polizeistreife angehalten und nach Grosseto zurückgeschickt. Es hatte eine Verwechslung gegen. Die Frau im Krankenwagen war nicht die Patientin, sondern eine Einwohnerin von Grosseto, die ins Krankenhaus gekommen war, um einen Verwandten zu besuchen, der sich einer kleinen Operation hatte unterziehen müssen.
Wäre es übertrieben, wenn man sagt, daß der Irrtum ein klinische Wirklichkeit geschaffen (oder, wie wir radikale Konstruktivisten sagen würden, `konstruiert?`) hatte, in auch das `wirklichkeitsangepassteste` Verhalten jener Frau ein klarer Beweis für ihre »Verrücktheit« war? Sie wurde aggressiv, beschuldigte das Personal böser Absichten, begann Anzeichen von `Ichverlust` zu zeigen, und so weiter.
Paul Watzlawick; Giorgio Nardone: "Kurzzeittherapie und Wirklichkeit"; Piper Verlag, München, 1999, S. 30-31
Die Narren und die vermeintlich Gesunden, die den Wahnsinn der Realität (Arno Gruen) verwalten, unterscheiden sich äußerlich oft nur in der Form ihrer Mützen und im Vorhandensein oder Mangel von Humor. Wo die Narren sitzen und wo die Normalen, ist daher, so wie bei obigen Bildern oft nicht gleich zu erkennen.
Scheuen Sie sich nicht, uns zum Thema zu fragen, schlimmer als in der Psychiatrie wird es sicher nicht werden.
Literatur:
Erich Sielaff (Bearb.): Die Schildbürger. Nach der 1. Ausgabe von 1598 und dem Narrenbuch von 1811 für die Jugend bearbeitet. Kinderbuchverlag, Berlin 1958.
Arno Gruen: "Der Wahnsinn der Normalität.
Realismus als Krankheit: eine grundlegende Theorie zur menschlichen
Destruktivität.", Deutscher Taschenbuchverlag 1987
Paul Watzlawick; Janet H. Beavin; Don D. Jackson: "Menschliche Kommunikation. Formen, Störungen, Paradoxien", Verlag Hans Huber, Bern; 1969/2000/2003
Paul Watzlawick; John H. Weakland; Richard Fisch: "Lösungen. Zur Theorie und Praxis menschlichen Wandels", Verlag Hans Huber, Bern; 1974/1992/1997/2001/2003
Paul Watzlawick: "Münchhausens Zopf oder Psychotherapie und `Wirklichkeit`", Verlag Hans Huber, 1988; Piper Verlag, 2005
Paul Watzlawick: "Die erfundene Wirklichkeit". Wie wir wissen, was wir zu wissen glauben. Beiträge zum Konstruktivismus", Piper Verlag, München, 1985
Paul Watzlawick: "Gesund in kranker Umgebung", In: "Die erfundene Wirklichkeit. Wie wissen wir, was wir zu wissen glauben? Beiträge zum Konstruktivismus."; Piper, 1981
Paul Watzlawick; Giorgio Nardone: "Kurzzeittherapie und Wirklichkeit"; Piper Verlag, München, 1999
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-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Freitag, 9. Januar 2009 23:41
An: info@maennerberatung.de
Betreff: Spermaproduktion erhöhen+beschleunigen
Hallo.
Wie kann ich auf natürliche Weiße die Sperma Produktion im Hoden in kurzer Zeit beschleunigen und erhöhen (Mehr Sperma produzieren), auf natürliche Weiße. Es gibt Mittel um die S.P. zu erhöhen, davon lasse ich die Finger weil das ABZOCKE ist ,kostet viel Geld und nutzt nichts weil es DRECK ist.
Bitte um Antwort.
Ich bin zwar mit meiner Sperma-Menge zufrieden wenn es bei mir kommt ,nur möchte ich trotzdem wiessen wie man allgemein noch mehr sperma Produziert.
Mit freundlichen Grüßen ...
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Sonntag, 11. Januar 2009 14:56
An: info@maennerberatung.de
Betreff: <kein Betreff>
Hallo ,ich brauche KEINE Antwort von euch Ihr Verbrecher.
Seit wann muss man Geld bezahlen für E -mail Beratung, seit Ihr noch ganz Dicht?!
Sowas gehört verboten. Ihr Dreckschweine!!!
Man müsste euch ALLE zum Krüppel schlagen und euch im Wahrsten Sinne des Wortes in Den Kopf Scheißen pissen kotzen und rotzen mehr seit Ihr nicht wert!!!
Verbrecher. Ich hoffe das es nicht so viel Idioten in Deutschland gibt die dafür geld bezahlen ,damit eure Drecksscheiß Firma pleite geht. ich werde mich an die Verbraucher Zentrale und RTL Sender wenden und mal sehen ob das Rechtens ist .
Ihr Scheiße fressenden Hurensöhne, Hi Hitler!!!!!!!!
Hallo Herr ... ,
Danke für Ihre freundlichen Zeilen.
Die beste Möglichkeit damit Sie Ihre Spermaproduktion erhöhen können ist die Mitgliedschaft in der NPD. Das treibt die männlichen Testosteronwerte sofort in die Höhe.
Lassen Sie sich dabei nicht von dem Schicksal von Adolf Hitler schocken, dieser soll ja einige Probleme gehabt haben, die sich vielleicht hätten verhindern lassen, wenn er rechtzeitig Mitglied der NPD geworden wäre, die ja bekanntermaßen eine vom Bundesverfassungsgericht bis heute verfassungsrechtlich im wesentlichen unbeanstandete Partei ist.
TEIL-ENTMANNUNG
Hitlers Hoden-Operateur vertraute sich Priester an
Harald Schmidt machte Witze darüber, Historiker ahnten es seit langem - jetzt scheint es medizinisch bestätigt: Adolf Hitler hatte nur einen Hoden. Sein Militärarzt im Ersten Weltkrieg vertraute sich einem Priester an. Ein nun aufgetauchtes Schriftstück dokumentiert das Gespräch.
London - Wie die britische "Sun" meldete, hatte sich der deutsche Militärarzt Johan Jambor 1960 seinem Priester Franciszek Pawlar anvertraut.
TEIL-ENTMANNUNG: HITLERS HODEN-OPERATEUR OFFENBART SICH PRIESTER
In dem Gespräch berichtete der Arzt, dass Hitler seinen Hoden während der Schlacht an der Somme 1916 verloren habe. Jambor hatte Hitler medizinisch versorgt, nachdem dieser in der Leistengegend verletzt worden war.
23 Jahre nach Jambors Tod dokumentiert ein jetzt aufgetauchtes Schriftstück das Gespräch.
Bisher war lediglich bekannt gewesen, dass Hitler in der Schlacht verwundet wurde, konkrete Hinweise auf die teilweise Entmannung gab es nicht.
"Seine erste Frage war: Werde ich Kinder haben können?", zitiert der britische "Telegraph" Blassius Hanczuch, einen Freund Jambors. Laut Hanczuch habe sich der Arzt später Vorwürfe gemacht, Hitler gerettet zu haben.
In der britischen Kriegspropaganda wurden Hitlers "balls" schon früh ein Thema: 1939 erschien ein Song, der mit der Zeile beginnt "Hitler has only got one ball, the other is in the Albert Hall" ("Hitler hat nur einen Hoden, der andere ist in der Albert Hall").
20.11.2008
http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,591558,00.html
Gruß Peter Thiel
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von:
Gesendet: Montag, 5. Januar 2009 17:39
An: info@maennerberatung.de
Betreff: Diagnoseübersetzung
Guten Tag,
nach einem 9wöchigen Klinikaufenthalt habe ich
nun meinen Abschlußbericht erhalten.
Einige Diagnoseformulierungen sind mir unklar.
Können Sie mir bitte weiterhelfen ?
Es ist von affektiver Verarmung und Verlust von
Anhedonie die Rede. Ausserdem leide ich an
massivem Räusperzwang.
Bin ich schizophren krank ?
F63.8 Sonstige abnorme Gewohnheiten und Störungen
Der Impulskontrolle:
In der Klinik war von Sex-, Liebes- u. Beziehungssucht
die Rede. Ich weiß allerdings, dass diese Süchte keine
eigenständigen Krankheitsbilder sind, sondern unter
dem ICD-10 (F63.8 + G) geführt werden.
Stehen die gesamten Krankheitsbilder im Zusammenhang
oder sind sie unabhängig voneinander zu betrachten ?
Vielen Dank für Ihre Auskunft.
Mit freundlichen Grüßen
...
Hallo Herr ...,
das lassen Sie sich am besten von dem Arzt erklären, der den Bericht geschrieben hat. Der weß sicher am besten, welche Meinung er über Sie hat.
Im übrigen, wozu soll das gut sein, wenn Sie wissen, was der Arzt meint?
Wozu soll es gut sein, zu wissen wie man in lateinischer Sprache die Bauteile eines Radios benennt? Kann man mit diesem Wissen etwa Musik hören?
Gruß Peter Thiel