Männerträume

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Peter Thiel - Systemischer Berater und Therapeut (DGSF)
16.03.2009
Auf Wahlkampftour im Ausland
Obama spricht vor Siegessäule
Barack Obama ist noch nicht einmal offiziell als Kandidat der Demokraten für die US-Präsidentenwahl nominiert, da ist er schon auf großer Auslandstour. Seine Reise in die Krisenländer Afghanistan und Irak sowie nach Europa erhält fast die Aufmerksamkeit wie ein Staatsbesuch. Am 24. Juli kommt Obama nach Berlin, verzichtet aber auf die Kulisse des Brandenburger Tors.
Barack Obama kommt am 24. Juli nach Berlin
Besuchstermin bestätigt
Nun ist es amtlich: Barack Obama, designierter Kandidat der Demokraten für das US-Präsidentenamt, besucht am 24. Juli Berlin. In der deutschen Hauptstadt wird er aber nicht - wie anfangs vorgeschlagen - am Brandenburger Tor reden. Sein Auftritt findet nun an der Siegessäule wenige hundert Meter vom Tor entfernt statt. Die Veranstaltung am frühen Abend soll frei zugänglich sein. Der Einlass ist ab 16 Uhr geplant. Videoleinwände sollen wie auf einer Fanmeile dafür sorgen, dass jeder Zuschauer einen guten Blick hat. Die Berliner Behörden erwarten Zehntausende. Senatssprecher sagte zur Terminbestätigung aus Obamas Büro:
Von Obama wird in Berlin eine Grundsatzrede über seine Vorstellungen zur Außenpolitik erwartet. Schwerpunkte werden die deutsch-amerikanische Partnerschaft sowie die Stärkung der transatlantischen Beziehungen sein. Vor seiner öffentlichen Rede will sich der demokratische Senator aus Illinois mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) treffen.
Auch Kritik am Redeort Siegessäule
Unterdessen hält die Kritik an Obamas geplantem öffentlichen Auftritt in Berlin an. Nachdem Kanzlerin Merkel mit Befremden auf die Wunschkulisse Brandenburger Tor reagiert hatte, kritisieren nun Politiker von Union und FDP die Siegessäule als Redeort. Unionsfraktions-Vize Andreas Schockenhoff sprach in der "Bild am Sonntag" von einer unglücklichen Symbolik. Die Säule sei dem Sieg über Nachbarländer gewidmet, die heute Freunde und Verbündete Deutschlands seien. Auch FDP-Vizevorsitzender Rainer Brüderle wies darauf hin, dass der Nazi-Diktator Adolf Hitler die preußische Siegessäule an ihren heutigen Platz umsetzen ließ. Dagegen bezeichnete die Präsidentin des US-Abgeordnetenhauses, Nancy Pelosi von der Demokratischen Partei, im Berliner "Tagesspiegel" die Siegessäule als eine gute Wahl für eine Rede über die Zukunft der transatlantischen Beziehungen.
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20. Juli 2008
www.mdr.de/nachrichten/5638849.html
Wenn ich mal groß bin, werde ich Feuerwehrmann, sagt der kleine Junge. 30 Jahre später arbeitet er dann als Beamter im Landkreis Buxtehude und fliegt einmal im Jahr nach Thailand, um sich seinen Traum, ein aufregendes Leben zu führen, wenigstens ein bisschen zu erfüllen.
Andere kleine Jungen haben womöglich nie davon geträumt, Präsident der USA zu werden und auf einmal stehen sie, so wie Barack Obama kurz davor:
Barack Hussein Obama, Jr. (* 4. August 1961 in Honolulu, Hawaii) ist ein US-amerikanischer Politiker (Demokratische Partei), Jurist und designierter Kandidat der Demokratischen Partei für die Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2008. Er wurde 2004 für Illinois in den US-Senat gewählt und ist damit der derzeit einzige und in der US-Geschichte insgesamt fünfte afroamerikanische Senator.
Spätestens seit Siegmund Freud wissen wir um die Bedeutung von Träumen, auch wenn Freud einiges recht spekulativ interpretiert hat und sich, wie heutige Psychoanalytiker noch immer, einbildete, er hätte "die Wahrheit" gefunden.
Wie auch immer, unsere Träume können uns viel erzählen, wenn wir sie verstehen. Wir müssen unsere Träume nur wahrnehmen und ihren oft surrealistischen Bilder den Sinn entlocken, unsere Ängste, Wünsche, unsere Gefühle. Unsere Träume haben immer mit uns bewegenden Themen zu tun, es gibt keine unwichtigen Träume. Träume können uns auch Angst machen, so dass wir sie so gut es geht wieder verdrängen. Möglicherweise drängen sie sich dann um so beharrlicher in den Vordergrund. Denn alles was wichtig ist, lässt sich nur mit viel Energie in den Hintergrund schieben und muss dort gehalten werden.
Manche Menschen träumen nicht nur während des Schlafes, sondern auch im vermeintlich wachen Zustand Tagträume. Manche haben Wunschträume. Bei Frauen kommt vielleicht der Traumprinz, der sie aus ihrem Dornröschchenschloss holen soll.
Männerträume und Frauenträume sind sicher verschieden, wenngleich sie auch die gleiche Thematik haben können.
Schlager und Kinofilme sind oftmals auch in Wort und Lied, Ton und Farbe umgesetzte Träume.
So wohl auch in folgendem Schlager
Mexican Girl
Letzten Sommer in Mexiko
Und mein Auto blieb plötzlich stehen
Keinen Tropfen im Tank mehr
Und weit und breit nichts zu sehen
Stunden stand ich am Straßenrand
Bis ein Auto kam um halb sieben
Es war klapprig und alt
Doch sein Inhalt, der war zum Verlieben
Ein junges Mädchen stieg aus
"Kann ich Dir helfen?", hört' ich sie fragen
Und gab mir Benzin
Doch konnt' nicht umhin ihr zu sagen:
Mexican Girl, heut nacht oder nie
Bitte sag nicht, es ist noch zu früh
Ich bin morgen schon weit
Und bis morgen ist Zeit
Für uns zwei
Mexican Girl, bald bist Du allein
Dann ist mein Herz so schwer wie ein Stein
Doch ich werd' nicht vergessen
Was heut nacht gewesen ist zwischen uns Zweien
Mein Mexican Girl
Zwei Autos standen am Straßenrand
Und die Nacht wurde zum Morgen
Und sie sagte: "Jetzt muß ich nach Haus
Denn die machen sich Sorgen"
Sie sah mich mit traurigen Augen an
Und sie sagte: "Hasta la vista"
Vielleicht war es ein Abschied für immer
Als ich sie küßte
Mexican Girl, bald bist Du allein
Dann ist mein Herz so schwer wie ein Stein
Denn es wird langsam hell
Und der Morgen, der kommt viel zu schnell
Mexican Girl, ich bring‘ Dich nach Haus
Bitte denk nicht, es macht mir nichts aus
Denn ich wird‘ nicht vergessen
Was heut nacht gewesen ist zwischen uns Zweien
Mein Mexican Girl, bald bist Du allein
Dann ist mein Herz so schwer wie ein Stein
Denn es wird langsam hell
Und der Morgen, der kommt viel zu schnell
Wenn sie sich für ihre eigenen Träume interessieren, legen sie einfach mal Zettel und Bleistift neben ihr Bett und notieren Sie sich gleich nach dem Aufwachen, das was ihnen gerade von ihren Träumen in Erinnerung ist. Wenn sie mitten in der Nacht aufwachen, macht nichts. Knipsen sie das Licht an und schreiben sie schlaftrunken wie sie sind, den Traum auf. Dann Licht ausknipsen und Weiterträumen.
Bemühen sie sich beim Aufwachen nicht krampfhaft, sich zu erinnern, um so mehr sie sich anstrengen, ums so mehr flieht der Traum. Nehmen sie einfach wahr, was ihnen noch gegenwärtig ist. Auch einzelne Bilder und Szenen sind es wert erinnert und aufgeschrieben zu werden.
So z.B. diese:
Traum I
Ich komme an einen großen offenen Platzt. Am Rand lagern Leute, auf einer offenen Feuerstelle quickt ein Ferkel, das auf dem Rücken in der Glut liegt, erbärmlich. Ich rufe wutentbrannt, wer lässt das Ferkel hier so leiden? Da kommt ein stämmiger untersetzter Mann angerannt, greift sich einen Eisenhaken, ich denke, er will nun damit endlich das Schwein töten und von seinen Qualen erlösen, doch er macht nun Jagd auf die Leute. Alle stürzen auf und davon, ich auch und hoffe, dass er hinter einem anderen Opfer hinterherläuft. Beim Wegrennen sehe ich auch keinerlei Hilfsmittel umherliegen, was ich als Waffe gegen den Typen nutzen könnte.
Traum II
Es ist Panik. Eine Frau rennt wie wild und kommt dabei auf die Straßenbahngleise, ich reiße sie runter von dort. Sie ruft hysterisch, die Russen würden kommen. Ich sage beruhigend, warum sollten die dir denn was tun. Dann kommt ein kleines Boot wir stürzen alle hinein. Der kleine Hund Wuschi sitzt in einer Ruderkelle. Ich denke, kann der denn mit, der belastet doch mit seinem Gewicht das Boot.
Traum III
Im Flugzeug. Wir sind in großer Höhe, ich komme aber nicht dazu aus dem rechts befindlichen Fenster zu sehen. Etwas später, ich schau nach links aus dem Fenster. Links unten ist ein lang gestreckter klarer See zu sehen. Der Bordlautsprecher erzählt, dass hier im Jahre XXX der Weltentdecker XY entlang segelte und hier auf die Tyrannen (oder die Fremden?) traf.
Der Flug geht weiter. Zu meinem Gepäck gehört ein rostig-brauner winkliger Stahlträger, ca. 50 Zentimeter lang, ich weiß nicht wozu der gut ist. Er liegt am Fenster unten links.
Das Flugzeug fliegt dann plötzlich sehr flach über der hügeligen Landschaft, fast schmiegt es sich an das Profil der Landschaft an. Auf einmal geht das Flugzeug dem Hügel folgend hoch.
Dann geht das Flugzeug steil nach unten. Ich denke, oh Schreck, und sehe es schon auf der Erde aufschlagen, doch es geht in eine sichere Landung über.
Ich suche nach dem Stahlträger, denn ich muss aussteigen. Ich find aber nichts. Der Mann vom Bordpersonal sagt, das macht nichts, sie schicken es mir hinterher, wenn sie es finden.
Ich gehe eine Straße entlang. Links kommt eine Art offener Verkaufsstand. Ich habe eine Art Grußkarte bei mir und denke mir, was soll ich damit, ist doch für mich nur Ballast. Ich schenke sie dem Verkäufer, obwohl ich schon gerne Geld dafür hätte. Der Verkäufer holt, ohne dass ich was gesagt habe Geldstücke aus der Kasse und gibt sie mir. Ich habe noch eine zweite solche Karte, die ich ihm auch da lasse, aber ich denke, beim Weitergehen, dass e sie nicht gebrauchen kann, weil sie wie ein Brief beschrieben ist. "Lieber ..." steht da in großen Buchstaben, mehr kann ich nicht erkennen.
Wenn Sie möchten, können Sie uns (auch anonym) ihre Traumerlebnisse zusenden. Wir senden Ihnen auf Wunsch dann eine Traumdeutung zu. Eine Deutung ist aber immer eine subjektiv vorgenommene Interpretation auf das Geschehen durch denjenigen, der deutet. Sie ist eine mögliche Sicht auf das Geschehen und ist niemals die Wahrheit. Letztlich kann nur der Träumer selbst entscheiden, was er von einer Deutung annehmen kann und will und was seine subjektive Wahrheit ist.
Mail an: info@maennerberatung.de
Traum
Neulich hatte ich einen total verrückten Traum. Ich war mit mehreren mir fremden Leuten auf einem Schiff. Ich denke, es war der Maschinenraum, in dem ich mich befand, denn es war beengend und ziemlich verrostet und dreckig. Ein Mann (der Mörder) hat die Leute und mich durch den Maschinenraum gejagt. Jedesmal wenn er jemanden gekriegt und getötet hat, fing der Traum wieder an der Stelle an, wo wir am Anfang in einem Kreis standen, etwas besprachen und der Mörder auf einmal sein Messer zückte. Irgendwann war auch ich dran. Als er mich etwa zum 2. mal erwischt hatte, wachte ich, statt wieder am Anfang des Traumes zu sein, auf. Bitte auf Antwort.
Kati
Hallo Kati,
ich weiß nicht, ob Sie ein Mann oder eine Frau sind, aber das ist ja vielleicht auch egal, denn so unterschiedlich sind Frauen und Männer ja nun auch wieder nicht.
Ihr Traum ist recht kurz und knapp und eigentlich ganz klar. Der Mörder sind wahrscheinlich Sie selbst, besser gesagt, die "mörderischen" Anteile in Ihnen. Sie jagen nicht nur die anderen Leute, sondern auch sich selbst. Die Frage ist, warum wollen Sie den anderen Leuten und sich selbst etwas antun?
Sie befinden sich auf einem Schiff. Ein Schiff kann man nicht einfach so verlassen, so wie es uns oft im Leben geht, wir können nicht einfach aussteigen, aus der Familie, der Partnerschaft, dem Job. Wir müssen, ob wir wollen oder nicht erst einmal da bleiben. Und da wir unsere Konflikte nicht offen dort austragen wo wir gerade sind, müssen wir uns halt im "Maschinenraum" im "Unbewußten" wiedersehen, da ganz unten im Bauch des Schiffes, wo man nur über schmale Eisenleitern hinkommt und der Kapitän weit weg ist. Und nun beginnt ein "fröhliches" Gemetzel, nur dumm, dass man auch selbst sein eigenes Opfer ist.
Meine Hausaufgabe für Sie: Träumen Sie Ihren Traum weiter und schaun Sie sich mal genau an, wer sich da so alles im Maschinenraum trifft, wie die aussehen, was die anhaben und was überhaupt noch so im Maschinenraum zu sehen ist, auf das Sie bisher noch gar nicht geachtet haben, weil Sie die ganze Zeit damit beschäftigt waren, sich selbst und die anderen zu jagen.
Gruß Peter Thiel, 30.04.2003
P.S. Hier noch ein Gedicht zum Thema
Seeräuberjenny
Lied eines kleinen Abwaschmädchens in einer Vier-Penny-Kneipe, genant "Jenny, die Seeräuberbraut".
Meine Herren, heute sehen Sie mich Gläser abwaschen
Ich mache das Bett für jeden.
Und Sie geben mir einen Penny und ich bedanke mich schnell
Und sehen Sie meine Lumpen und dies lumpige Hotel
Und Sie wissen nicht, mit wem Sie reden.
Aber eines Abends wird ein Geschrei sein am Hafen
Und man fragt: Was lächelt die dabei?
Und ein Schiff mit acht Segeln
Und mit fünfzig Kanonen
Wird liegen am Kai.
Meine Herren, da wird wohl Ihr Lächeln aufhören
Denn die Mauern werden fallen hin
Und die Stadt wird gemacht dem Erdboden gleich
Nur ein lumpiges Hotel wird verschont von jedem Streich
Und man fragt: Wer wohnt Besonderer darin?
Und in dieser Nacht wird ein Geschrei um das Hotel sein
Und man fragt: Warum wird das Hotel verschont?
Und man wird mich sehen treten aus der Tür gen Morgen
Und man sagt: Die hat darin gewohnt?
Und das Schiff mit acht Segeln
Und mit fünfzig Kanonen
Wird beflaggen den Mast
Und es werden kommen hundert gen Mittag an Land
Und werden in den Schatten treten
Und fangen einen jeglichen aus jeglicher Tür
Und legen ihn in Ketten und bringen vor mir
Und fragen: Welchen sollen wir töten?
Und an diesem Mittag wird es still sein am Hafen
Wenn man fragt, wer wohl sterben muß.
Und dann werden Sie mich sagen hören. Alle!
Und wenn dann der Kopf fällt, sag ich: Hoppla!
Und das Schiff mit acht Segeln
Und mit fünfzig Kanonen
Wird entschwinden mit mir.
Kurt Weill / Bertolt Brecht
aus: Dreigroschenoper
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