Männer
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Peter Thiel - Systemischer Berater und Therapeut (DGSF)
16.03.2009
Schlüsselwörter:
androgyn, Androloge, Andrologie, Held, Helden, Jungen, Mann, Männer, Männlichkeit, Männerarzt, Risiko, Testosteron, urogenitales System, Urologe, Urologie, Vasektomie
Risiko
Als ob das Leben nicht ohnehin schon voller Risiken ist, die einem mehr oder weniger hart treffen, scheint es dem Mann gelegen, das Risiko zu suchen, grad so wie Kühe bei Gewitter unter einen Baum laufen, in dem wenig später der Blitz einschlägt.
BADEN-WÜRTTEMBERG
Elf trächtige Kühe von Blitz erschlagen
Während eines heftigen Gewitters suchte knapp ein Dutzend Kühe unter einem Baum in Südbaden Schutz - vergeblich. Elf trächtige Tiere wurden vom Blitz getroffen und starben.
Sexau - Am Mittwochabend hatten die Tiere auf einer Weide nahe Sexau im Kreis Emmendingen versucht, sich unter einer Pappel vor den sintflutartigen Regenfällen in Sicherheit zu bringen. Dabei wurden elf von ihnen vom Blitz erschlagen. Zwei Kühen gelang es der Polizei zufolge, sich zu retten. Der "Schwäbischen Zeitung" zufolge schätzt der Besitzer der elf verstorbenen Tiere den entstandenen Schaden auf mindestens 15.000 Euro.
In dem Laubbaum klaffen nach dem Blitzeinschlag zwei große Risse. Laut "Badischer Zeitung" vermutet die Polizei, dass die Tiere dicht aneinander gedrängt und vom Regen durchnässt im nassen Gras standen und dadurch in so großer Zahl getötet wurden.
In der Nacht zum Donnerstag hatten Starkregen, Blitzeinschläge und heftige Winde in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz Chaos und schwere Schäden hervorgerufen. Zahlreiche Keller liefen voll, Straßen wurden überflutet, es kam zu Stromausfällen. Allein bei der Mainzer Feuerwehr gingen am Abend rund 170 Hilferufe ein.
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31.07.2008
ala/dpa/ddp
www.spiegel.de/panorama/0,1518,569323,00.html
Nun sind Kühe bekanntlich weiblich und Bergsteiger - zumal im Himalaya - meist männlich. Während man nachvollziehen kann, dass Kühe bei einem Gewitter unter einem Baum Schutz vor Regen suchen und nicht wissen, dass der Blitz bevorzugt in freistehende Bäume einschlägt, scheinen Männer mitunter weit dümmer als Kühe zu sein, denn sie begeben sich in Situationen von denen einschlägig bekannt ist, dass sie hochriskant sind und nicht selten mit dem Tod enden:
Bergdrama
Zahl der Toten am K2 auf elf gestiegen
Das Unglück am Himalaya hat insgesamt elf Menschenleben gefordert. Bei der Besteigung des K2 war am Wochenende eine Expedition von zwei Eislawinen erfasst worden. Inzwischen gibt es keine Vermissten mehr, ein Italiener befindet sich noch auf dem Rückweg.
Islamabad - Die Zahl der am Wochenende am K2 getöteten Bergsteiger ist auf elf gestiegen. Der pakistanische Staatssekretär für Tourismus, Shahzad Qaiser, sagte am Montag nach einem Krisentreffen in Islamabad, auch der Tod eines Franzosen und eines weiteren Pakistaners sei inzwischen bestätigt. Außerdem waren drei Koreaner, zwei Nepalesen, ein Norweger, ein Serbe, ein Ire und ein Pakistaner ums Leben gekommen. Weitere Opfer seien bei dem Drama an dem mit 8611 Metern zweithöchsten Berg der Welt nicht zu erwarten, fügte Qaiser hinzu. "Wir haben keine vermissten Bergsteiger mehr."
Qaiser sagte weiter, ein Italiener sei auf dem Weg zum Basislager, man stehe mit ihm in Kontakt. Ein zweiter Italiener habe das Lager bereits erreicht. Der Sprecher des Flugrettungsdienstes Askari Aviation, Mohammed Ilyas, erklärte, zwei niederländische Bergsteiger, die Erfrierungen erlitten hatten, seien mit einem Hubschrauber ausgeflogen worden. Ihnen müssten wegen der Erfrierungen möglicherweise Gliedmaßen amputiert werden, erläuterte Qaiser. Insgesamt seien zum Zeitpunkt des Unglücks 15 Bergsteiger am K2 unterwegs gewesen.
Den Alpinisten hatte eine Eislawine in 8200 Metern Höhe am Freitag den Rückweg abgeschnitten. Mehrere von ihnen wurden dann am Samstagmorgen von einer mächtigen zweiten Lawine mitgerissen, während sie nach Möglichkeiten für den Abstieg suchten. Mindestens zwei weitere Bergsteiger waren bereits kurz zuvor abgestürzt. (peg/dpa)
040.8.2008
www.tagesspiegel.de/weltspiegel/K2-Bergsteiger;art1117,2585653
Der deutsche Staat in Gestalt seiner Staatsdiener/innen in Politik und Verwaltung sieht Männer am liebsten in der Rolle des Versorgers, Ernährers, Steuerzahler, Soldaten oder Kriegshelden. Das war früher so und ist heute noch immer so. Fallen Männer aus dieser Rolle heraus, dann stiehlt der Staat sich aus der Verantwortung für die Spezies Mann. Ein Mann, der nicht so wie vorgegeben funktioniert ist ein Krüppel und mit Krüppel will man nichts zu tun haben. So kann es nicht verwundern, dass es in Berlin keine einzige Senatsstelle gibt, die sich für Männerfragen zuständig sieht.
Männer die in schwierigen Lebenssituationen in Berlin nach einer männerspezifischen Beratung suchen, finden ausschließlich kostenpflichtige Beratungsangebote vor. Diese Beratungsangebote für Männer sind oftmals gut, doch was gut ist hat auch seinen Preis. Das wäre nicht weiter problematisch, doch viele Männer die nur wenig Geld haben können diese Angebote nicht nutzen.
Der Berliner Senat, der doch eigentlich für alle Menschen in der Stadt zuständig sein soll, subventioniert allerdings keine einzige der vorhandenen Berliner Männerberatungsstellen. Man gibt schließlich schon genug Geld für Frauen aus.
Literatur:
Steve Biddulph: Männer auf der Suche (Sieben Schritte zur Befreiung). München: Heyne, 2003
David Deida: Der Weg des wahren Mannes: Ein Leitfaden für Meisterschaft in Beziehungen, Beruf und Sexualität; Verlag: Kamphausen; 2006
Holger Brandes; Hermann Bullinger (Hg.): Handbuch Männerarbeit, Weinheim 1996
Holger Brandes: "Übertragung, Geschlecht und Gruppe. Ein Versuch der theoretischen Konzeptualisierung von Gruppenübertragungen am Beispiel therapeutischer Männergruppen."; In: "Gruppenpsychotherapie und Gruppendynamik", 2/2003
Hans Stapelfeld; Erich Kirchbaum (Hg.): Männer verändern sich (Wie Männergruppen Lebendigkeit entfalten). , Bielefeld 1995
Thomas Scheskat: Der innenverbundene Mann. Männliche Selbstwahrnehmung und Körperorientierte Therapie; Männerbüroverlag Göttingen, 1994, ISBN 3-930205-00-9
Björn Süfke: Männerseelen: Ein psychologischer Reiseführer; Patmos Verlag; 2008
Peter Thiel ; Michael Eichhammer: Der verletzte Mann; Hugendubel (Ariston), Kreuzlingen, 2008
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