Gewalt gegen Männer

 

 

Es ist Zeit die andere Seite der Geschichte zu hören.

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Peter Thiel - Systemischer Berater und Therapeut (DGSF) 

Stand 01.10.07.2015

 

 

 

 

 

Schlüsselwörter: 

Frauengewalt, Gewalt, Gewalt gegen Jungen, Gewalt gegen Männer, häusliche Gewalt, Männergewalt, Misshandlung von Männern, strukturelle Gewalt gegen Männer, Wehrpflicht, Zwangsarbeit, Zwangsdienste, Zwangsheirat, Zwangsverheiratung

 

 

 

 

Männer leben nicht ungefährlich. Die Gewalt gegen Männer ist alltäglich. Ein falscher Blick, nachts um 23 Uhr in der Berliner S-Bahn und mann riskiert von einem alkoholisierten aggressiv geladenen Mann angegriffen zu werden. 

Die meisten Opfer von Gewalt sind Männer. Die Gewaltformen gegen Männer sind vielfältig und reichen von persönlich ausgeübter physischer und psychischer Gewalt durch Männer oder Frauen bis zur strukturellen Gewalt, die z.B. staatlicherseits durch Gesetze (Diskriminierung nichtverheirateter Väter beim Sorgerecht, Wehrpflicht und Zivildienst als Zwangsdienste nur für Männer, Ausgrenzung in Behörden und Ministerien) besteht. 

Unmittelbare physische Gewalt gegen Männer wird überwiegend im öffentlichen Raum  (z.B. in Verkehrsmitteln, Straße, Plätze, Fußballstadion) ausgeübt.  So waren z.B. von 93 im Zeitraum von 1990 bis 2000 im öffentlichen Raum bekannt gewordenen Angriffen mit Todesfolge 72 Fälle, bei denen ausschließlich Männer die Opfer waren (Bundestagsdrucksache 14/5032 vom 27.12.2000).

Eine im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geführte Untersuchung ("Kriminalität im Leben alter Menschen", Schriftenreihe Band 105) kommt zu dem Schluss, dass im Jahr 1991 ca. 1,49 Millionen Männer im Alter zwischen 20 und 59 Jahren mindestens einmal Opfer physischer Gewalt in engen sozialen Beziehungen waren. Während Frauen, die Opfer von Gewalt geworden sind, die Möglichkeit haben, in Wohnortnähe vorübergehend Zuflucht in einem Frauenhaus und dort Unterstützung in einer schwierigen oder auch gefährlichen Lebenssituation zu finden, wird eine ähnliche Hilfe Männern verwehrt. In Deutschland gibt trotz des großen Hilfebedarfs für Männer, kein einziges Männerhaus, das finanzielle Unterstützung von Seiten des Staates erhält. Dies stellt eine nach § 323c Strafgesetzbuch unterlassene Hilfeleistung dar:

 

§ 323c Unterlassene Hilfeleistung.

Wer bei Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr oder Not nicht Hilfe leistet, obwohl dies erforderlich und ihm den Umständen nach zuzumuten, insbesondere ohne erhebliche eigene Gefahr und ohne Verletzung anderer wichtiger Pflichten möglich ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

 

 

Der Vorwurf der unterlassenen Hilfeleistung gegenüber Männern muss dabei direkt an die politisch Verantwortlichen in den Bundes- und Landesregierungen gerichtet werden, denen die Gewalt gegen Männer und der Hilfebedarf seit Jahren bekannt ist und die aber auf Grund ihres eingeschränkten Weltbildes, in dem ein Mann nicht als Opfer vorkommt und dementsprechend auch keine Hilfe benötigt, in Untätigkeit verharren. 

So können auf Grund der Verweigerung von Hilfe durch die Bundes- und Landesregierungen Hilfeanfragen wie die folgenden kaum adäquat beantwortet werden. Womöglich müssen erst noch mehr Männer sterben, bis sich die Regierungen von Bund und Ländern sich endlich dazu aufraffen, ihrer verdammten Pflicht und Schuldigkeit nachzukommen.

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: 
Gesendet: Montag, 12. Januar 2015 15:53
An: info@maennerberatung.de
Betreff: Anfrage bzgl. Ihrer Tätigkeit im Bereich "männliche Opfer häuslicher Gewalt"

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 ich wende mich an Sie, da ich derzeit für meine Bachelorarbeit mit dem Titel „Der ‚geschlagene Mann‘ – männliche Opfer im Kontext häuslicher Gewalt“ recherchiere (Abgabe Ende März). Diese soll unter anderem die wenigen existierenden Hilfs- und Beratungsangebote für männliche Opfer von häuslicher Gewalt enthalten und vorstellen. Die Brisanz des Themas wie die Notwendigkeit von fachlichen Hilfen soll zudem mit entsprechenden Erfahrungen aus der Praxis untermauert werden.  

Im Zuge meiner Recherche bin ich auf Ihr Projekt "Männerhaus Berlin" aufmerksam geworden. Es wäre wunderbar, wenn Sie sich bereiterklären würden, mir zum Zwecke meiner wissenschaftlichen Arbeit ein paar mehr Informationen über Ihre Arbeit zukommen zu lassen. Gedacht habe ich hierbei z.B. an eine eventuell vorhandene Konzeption. Sehr interessant wären für mich aber auch Statistiken oder Angaben über Fallzahlen, Kontaktanzahlen, Zugängen, erlebte Gewaltformen oder ähnliches bei Ihren Klienten.  

Damit Sie sich ein genaueres Bild über mich und die Hintergründe für die Wahl dieses Themas machen können, nun auch noch ein paar Informationen über mich:  

Mein Name ist ... , ich bin 29 Jahre alt und studiere derzeit im 5. Semester Soziale Arbeit an der ... Hochschule ... in .... In meinen Praxisphasen arbeite ich bei der  ... , einem Verein der freien Straffälligenhilfe. Im 3. Semester habe ich ein internes Praktikum bei unserer Fachberatungsstelle Gewaltprävention absolviert. Dort habe ich miterlebt, wie ein relativ verzweifelter Mann anrief, der anonym bleiben wollte und von seiner Frau geschlagen wie eingesperrt wurde. Dies, wie die Erfahrung, dass es im Umkreis bzw. deutschlandweit kaum spezialisierte Beratungsstellen in diesem Bereich gibt, hat mich ziemlich betroffen gemacht. Aufgrund des bestehendes Bedarfs und vieler Anfragen gewaltbetroffener Männer oder deren Bekannten/Verwandten, bietet mein Arbeitgeber seit Juni 2014 im Rahmen eines Projekts auch Beratung für erwachsene männliche Opfer häuslicher Gewalt an (siehe: 

...

Da sich dieses Projekt in der Anfangsphase befindet, liegen derzeit noch nicht allzu viele Erfahrungen vor, die ich in meine Ausarbeitung zum Thema einbringen könnte. Auch aus diesem Grund wäre ich sehr dankbar, wenn Sie mich an Ihren Erfahrungen teilhaben lassen könnten.

Über eine Rückmeldung würde ich mich sehr freuen!  

Sollten Sie Fragen zu meiner Person, Einrichtung oder Bachelorarbeit haben, scheuen Sie sich nicht mich zu kontaktieren.  

In diesem Sinne schon einmal vielen lieben Dank im Voraus und mit freundlichen Grüßen ...

 ...

 

 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Freitag, 11. Dezember 2009 00:52

An: info@maennerberatung.de

Cc: ...

Betreff: Hilfe bei der Unterbringung eine jungen Mannes

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich wende mich heute an Sie, da ich Hilfe für einen Bekannten suche. Dieser 20 jährige Mann stammt aus .... Er kam im Alter von 7 Jahren nach Deutschland. Er ist ein kluger und sehr anständiger junger Mann. Sein Name ist ....

Er lebt noch mit seinen Eltern zusammen. Es ist eine sehr lange Geschichte. Die Einzelheiten sollte er Ihnen selbst erzählen, wenn Sie eine Möglichkeit sehen, dass Sie ihn unterstützen können.

Seine Eltern sehen ihn als seinen Besitz an. Er lebt fast wie in einem Gefängnis. Jetzt wollen Ihn die Eltern Zwangsverheiraten. Sie drohen ihn mit Strafen. Schläge sind in dieser Familie wohl noch das angenehmste. Die Familie des Mädchens stammt aus ... . Es besteht auch die Befürchtung , dass diese Familie etwas unternehmen wird, sollte er sich der Hochzeit wiedersetzen.

Er müßte wirklich so schnell wie möglich aus der Wohnung seiner Eltern. Er ist meines erachtens wirklich in Gefahr. Ich meine das seelisch und körperlich!!

Ist es möglich, dass er sich bei Ihnen morgen vorstellt. ...

Ich weiß nicht, ob ich Ihnen mit diesen wenigen Zeilen die Dringlichkeit darlegen konnte. Vielleicht können Sie helfen. Ich habe noch nie so einen verzweifelten Menschen gesehen.

Ich bedanke mich bei Ihnen für Ihre Bemühungen. Vielleicht können Sie mir schon am Vormittag antworten. Oder am besten an ihn persönlich. Seine E-Mailadresse steht hier auch als CC: .

Ich sehe Ihn morgen und würde ihn auch helfen, dass er zu Ihnen kommt.

Mit freundlichen Grüßen

...

 

 

 

 

Aufgrund der Unfähigkeit und Unwilligkeit der politisch Verantwortlichen in Bund und Ländern zu einer Abhilfe dieses für von Gewalt betroffenen Männer unannehmbaren Zustandes, kann man hier nur empfehlen, gegebenenfalls eine Strafanzeige gegen die jeweilig Verantwortlichen zu stellen. Vielleicht führt wenigstens dies zu der notwendigen Verhaltensänderung der Verantwortlichen.

 

Gewalt gegen Männer im öffentlichen Raum wird überwiegend von Männern ausgeübt. Im öffentlichen Raum sind weibliche Täterinnen mit männlichen Opfern dagegen vergleichsweise selten. Gewalt von Frauen gegen Männer findet man überwiegend im privaten Raum (häuslicher und familiärer Bereich, heterosexuelle Beziehungen). Die Gewaltausübung im privaten Raum darf man sich jedoch nicht so vorstellen, dass dort dauernd geprügelt wird, wie uns das z.B. in der Diskussion um Männergewalt gegen Frauen als Normalzustand verkauft wird. Solche schweren und andauernden Gewaltausübungen gibt es, es sind bundesweit mehrere Tausend Fälle pro Jahr, sie sind aber im Vergleich zu den überwiegend in Beziehungen stattfindenden leichten und mittleren Gewalttätigkeiten sehr selten und daher allein nicht geeignet, häusliche Gewalt in ihrer Ganzheit widerzuspiegeln.

Hinzu kommen Fälle, in denen Frauen Gewalt gegen ihren Partner oder Ex-Partner an andere Männer, z.B. den neuen Frauen delegieren. dies muss nicht in Form eines direkten Auftrages erfolgen. Solche Frauen dürften hier eine Sprache finden, die der "beauftragte" Mann, als Aufforderung zur Gewalt deuten kann. In der Statistik tauchen dann diese Fälle als Männergewalt auf und die auftraggebende Frau bleibt häufig unerkannt.

Seit den 90-er Jahren des 20. Jahrhunderts gibt es glücklicherweise ein langsames gesellschaftliches Umdenken, was die Problematik Gewalt gegen Männer betrifft. Im Auftrag der Bundesregierung wurde im Jahr 2004 eine Pilotstudie zu diesem Thema erstellt.

Personale Gewaltwiderfahrnisse von Männern in Deutschland - Ergebnisse der Pilotstudie - www.bmfsfj.de/Kategorien/Publikationen/Publikationen,did=20526.html

 

Doch seitdem ruht still der See. An weitergehenden Erkenntnissen hat die Bundesregierung offenbar kein Interesse. Viel lieber propagiert sie landauf landab die einseitige Feststellung aus einer Studie der Universität Bielefeld, nach der jede vierte Frau in Deutschland schon körperliche oder sexuelle Gewalt durch ihren Partner erlebt habe. Laut Monika Schröttle, die von 2002 bis 2004  zusammen mit Prof. Dr. Ursula Müller im Auftrag des BMFSFJ die erste bundesdeutsche Repräsentativstudie zu Gewalt gegen Frauen in Deutschland (Studientitel: „Lebenssituation, Sicherheit und Gesundheit von Frauen in Deutschland“) leitete,  gäbe es auch bei jeder sechsten Frau "Hinweise auf ausgeprägte Formen psychischer Gewalt durch den Partner". 

 

2008 Gewalt gegen Frauen in Paarbeziehungen Eine sekundäranalytische Auswertung zur Differenzierung von Schweregraden, Mustern, Risikofaktoren und Unterstützung nach erlebter Gewalt

Die Untersuchung stellt eine sekundäranalytische Auswertung der Daten der repräsentativen Studie „Lebenssituation, Sicherheit und Gesundheit von Frauen in zurück Deutschland“ dar, die von 2002 bis 2004 im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) an der Universität Bielefeld in Kooperation mit weiter infas durchgeführt wurde.

http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Broschuerenstelle/Pdf-Anlagen/gewalt-paarbeziehung-langfassung,property=pdf,bereich=bmfsfj,sprache=de,rwb=true.pdf

 

 

Selbstredend werden in dieser Untersuchung die Frauen nicht danach befragt, in wie weit sie selbst gewalttätig waren. Im übrigen wird die Definition darüber, was Gewalt im konkreten Fall sei, der befragten Frau überlassen:

 

303

Wenn Sie jetzt alle Situationen zusammennehmen, in denen Sie sexuell belästigt oder bedrängt wurden:

Wie häufig haben Sie persönlich solche Situationen durch wenig oder gar nicht bekannte Personen an öffentlichen Orten, Straßen, Plätzen bisher erlebt?

 

 

 

Wie viel Prozent der Männer Opfer von Gewalt durch ihre Partnerin geworden sind und bei wie vielen Männern es "Hinweise auf ausgeprägte Formen psychischer Gewalt durch die Partnerin" gibt, darüber schweigt die Bundesregierung und auch Frau Schröttle - und das soll wohl auch so sein, denn sonst wäre der staatliche Geldstrom ausschließlich in Frauenprojekte und die staatlich verordnete Ausgrenzung gewaltbetroffener Männer aus den Hilfesystemen auch nicht mehr zu rechtfertigen.

 

 

 

 

 

Misshandlung von Männern

 

Gewalt gegen Frauen

Die Maßnahmen der Thüringer Landesregierung gegen häusliche Gewalt wurden im Frühjahr 2002 vom Kabinett beschlossen. Damit hat die Thüringer Landesregierung ein deutliches Zeichen gesetzt. Gewalt wird auch im familiären Bereich nicht akzeptiert, sondern zieht staatliche Sanktionen für den Täter nach sich. Die Opfer häuslicher Gewalt, in der Regel Frauen und Kinder, werden vor weiterer Gewalt geschützt, allen Familienmitgliedern soll ein Leben ohne Gewalt ermöglicht werden.

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass fast jede dritte Frau einmal in ihrem Leben Gewalt durch ihren Lebenspartner erfährt. Die Kinder sind ebenfalls von häuslicher Gewalt betroffen, sie werden mittelbar oder unmittelbar Opfer der Auseinandersetzungen zwischen den Eltern und erleiden dadurch häufig körperlichen und seelischen Schaden. Kinder aus Gewaltbeziehungen sind stark gefährdet, im Erwachsenenalter die Verhaltensmuster ihrer Eltern zu übernehmen.

Um diese Entwicklung zu durchbrechen sind die Präventionsbemühungen auf allen Ebenen, in allen Politikbereichen wichtig. Nur mit einer breiten Unterstützung aller kann diesem gesellschaftlichen Problem begegnet werden.

Die Maßnahmen der Thüringer Landesregierung gegen häusliche Gewalt werden zu einer stärkeren Kooperation und Vernetzung aller beteiligten Berufsgruppen führen und zu einer größeren Innovationsbereitschaft und Übereinstimmung im Handeln beitragen. Es gilt neue Wege zu beschreiten und neue Formen der Zusammenarbeit zu erproben, um häusliche Gewalt nachhaltig zu verhindern.

http://www.thueringen.de/de/gb/themen/gewaltgefra/content.html

 

 

Wer sich nicht mit dem landauf, landab gebetsmühlenartig vorgetragenen Stereotyp: "Die Opfer häuslicher Gewalt, in der Regel Frauen und Kinder, ..." zufrieden geben will, hat es erst einmal recht schwer, denn die eigene Wahrnehmung wird durch die gesellschaftliche bestimmt, während individuelle Gewalterfahrungen von Männern durch gesellschaftlich gesetzte Filterfunktionen kaum kommuniziert werden, bzw. durch das gesellschaftliche Bewusstsein gespiegelt werden. So kommt es in einer Art selbsterfüllenden Prophezeiungen zu dem Phänomen, dass Gewalt gegen Männer im Gegensatz zu Gewalt gegen Frauen kaum gesellschaftliche Resonanz findet.

Während sich wohl jede/r eine misshandelte Frau vorstellen kann, gibt es den misshandelten Mann faktisch nicht, denn ein Mann zeichnet sich in der gesellschaftlichen Definition im Gegensatz zu einer Frau dadurch aus, dass er nicht misshandelt werden kann, weil er sich als Mann nicht misshandeln lässt, schon ja nicht von einer Frau. Wird ein Mann dennoch misshandelt, gar noch von einer Frau, dann wird er damit zum Nichtmann. Ja er rutscht im gesellschaftlichen Status noch unter den einer misshandelten Frau, denn dieser wird gesellschaftlich Hilfe zuteil, so etwa in der Möglichkeit in einem Frauenhaus unterzukommen, dem misshandelte Mann wird diese Hilfe jedoch verweigert, denn Männerhäuser gibt es in Deutschland faktisch nicht. Dies ist - nach gesellschaftlicher Definition auch nicht nötig, denn wie gesagt, misshandelte Männer gibt es nicht, wozu sollte man da ein Hilfsangebot einrichten, für eine Zielgruppe, die es laut gesellschaftlicher Definition gar nicht gibt. Letzter Beweis für die Überflüssigkeit von Männerhäusern ist auch die fehlende Nachfrage. Es gibt in Deutschland faktisch keine Männer, die im Rathaus ihrer Stadt anrufen und fragen, wie sie Aufnahme im örtlichen Männerhaus finden können. Warum sollte das auch ein Mann tun, denn er hat noch nie davon gehört, dass er als misshandelter Mann überhaupt existiert, geschweige denn, dass es für ihn als nicht existierenden misshandelten Mann eines Hilfsangebotes bedarf.

So beisst sich wie beim Hauptmann von Köpenick die Katze in den eigenen Schwanz: Ohne Arbeit keine Wohnung, ohne Wohnung keine Arbeit: Oder auf unser Thema angewandt: Ohne misshandelte Männer kein Männerhaus, ohne Männerhaus kein misshandelter Mann.

 

 

 

 

 

Männer in der Opferrolle sind nicht gesellschaftsfähig weil sie den gesellschaftlichen und individuellen Erwartungen an Männer nicht entsprechen.

 

"Dieses Foto ist nicht besonders scharf und auch nicht besonders originell. Dennoch hat es Millionen von Menschen in der vergangenen Woche zu Tränen gerührt. Es zeigt einen Soldaten, der ein verletztes Kind aus der Hölle der von brutalen Geiselnehmern gekaperten Schule im nordossetischen Beslan trägt. Davor Frauen, die das Geschehen noch immer nicht fassen können. Ob das Kind die Torturen überlebt hat, wissen wir nicht. Ebensowenig, ob Angehörige  der Frauen unter den mehr als 300 Todesopfern des Terroranschlages waren. Doch dass es kein politisches Ziel gibt, dass so barbarische Anschläge auf wehrlose Frauen und Kinder erlaubt, das dürfte angesichts solcher Bilder wohl jeder normal denkende Mensch eingestehen."

aus. "Märkischer Sonntag", 5. September 2004", S. 2

 

"... Der tapfere Georgi, der durch die Hölle ging. Der sah, wie um ihn herum Granaten Menschen zerfetzten. Wie die Frau neben ihm in Stücke gerissen wurde. `Ich sah Dinge, die mich nicht schlafen lassen.` Dinge, die ihn in Albträumen verfolgen. Ein grauhaariger Mann flehte um Gnade für die Kinder - er war der erste der starb"

aus: "Berliner Kurier", 10.09.2004, S. 2

 

 

An der oberen der beiden Meldungen, die den gleichen Sachverhalt beschreiben können wir den gesellschaftlich vorherrschenden reflexartigen Opferzuschreibungsmechanismus erkennen. Frauen und Kinder sind Opfer - von brutalen Geiselnehmern (wir erfahren dabei nicht, ob die Geiselnehmer weiblich oder männlich sind oder in einer gemischtgeschlechtlichen Gruppe agieren). Der Berliner Kurier folgt dem Klischee glücklicherweise nicht. Wir erfahren: "ein grauhaariger Mann flehte um Gnade für die Kinder - er war der erste der starb".

 

Bei dem Massaker von Srebrenica wurden ca. 8.000 Männer und männliche Jugendliche niedergemetzelt.  Frauen und Kinder (Jungen und Mädchen) wurden dagegen "großzügig" geschont. 

 

Die Tragödie in der Bergarbeiterstadt Srebrenica in einem engen Tal im Osten des Landes ist zum Synonym für das schlimmste Kriegsverbrechen auf europäischem Boden seit Ende des Zweiten Weltkriegs geworden. Bis heute ist nicht vollständig aufgeklärt, wie es in den heißen Julitagen 1995 zu dem Massaker kommen konnte.

In Srebrenica, eine der muslimischen Enklaven im serbischen Herrschaftsgebiet in Bosnien, lebten während der serbischen Eroberungen über 42.000 Menschen, darunter mehr als 20.000 Flüchtlinge. Die Stadt lag unter ständigem Beschuss, Lebensmittel waren knapp. Mit der UN-Resolution 819 war Srebrenica 1993 zur UN-Schutzzone erklärt und ein leicht bewaffnetes Blauhelm-Bataillon stationiert worden.

Zuerst überwachten Kanadier, dann Niederländer neben ihrer Schutzfunktion auch die Entwaffnung der muslimischen Einheiten in der Enklave. Die Entwaffnung jedoch unterblieb, und die Serben akzeptierten die UN-Resolution nicht. Durch tagelangen Granaten-Beschuss wurde Srebrenica im Sommer 1995 sturmreif geschossen. 15.000 Menschen versuchten einen Ausbruch in die Wälder, andere flüchteten zum Teil bewaffnet ins Camp der Blauhelme in Potocari. Am 11. Juli ließen dann die Serben Busse und Lastwagen vorfahren, verluden Frauen und Kinder und setzten sie zwischen den Fronten nahe der Stadt Tuzla aus. Auch die wehrpflichtigen Männer wurden abtransportiert. Seit dem Ende des Bosnien-Krieges wird nach ihren Spuren gesucht. Bosnisch-serbische Streitkräfte hatten 8.000 Männer von ihren Frauen und Kindern getrennt und erschossen, erstochen oder zu Tode gefoltert.

 

 

Man stelle sich vor 8.000 Frauen wären damals massakriert worden, die westliche Staatengemeinschaft hätte ganz sicher eine sofortige militärische Intervention gestartet. Doch wenn Männer die Opfer sind mahlen die Mühlen der westlich geprägten Gerechtigkeit wesentlich langsamer.

 

Männer als Opfer haben es in Deutschland, so unsere Meinung, noch immer schwerer als Frauen, die Opfer geworden sind. Männer in der Opferrolle entsprechen nicht den gesellschaftlichen und individuellen Erwartungen. Dies gilt um so mehr, wenn Frauen Täterinnen sind. Historisch interessant die sogenannten russischen Flintenweiber, Frauen, die als Scharfschützen in der Roten Armee gegen die Deutsche Wehrmacht kämpften und dabei eine nicht unerhebliche Anzahl männlicher deutscher Soldaten töteten oder verletzten. Mit dieser Form  weiblicher Gewalt kam der Obermuttersohn Adolf Hitler überhaupt nicht zurecht. Wenn schon weibliche Gewalt, dann im Dienste der nationalsozialistischen Idee, so wie bei dem siebenfachen Mord ihrer eigenen Kinder durch Magda Goebbels, der Ehefrau von Reichspropagandaminister Joseph Goebbels

Männer als Opfer weiblicher Gewalt konfrontieren den männlichen Rettertypus (von uns hier so genanntes Volker-Beck-Syndrom) mit seiner Unfähigkeit auch als "Retter" von Männern aufzutreten, was auch heißt, für sich selbst als Mann nicht Fürsorge tragen zu können und die Fürsorgefunktion an Frauen zu delegieren. Die Wahrnehmung eigener Opfererfahrungen unterbleibt auch zur Angstreduktion und wird daher meist unbewusst vermieden. 

 

Wenn über Männer als Opfer publiziert wird, dann mitunter mit hochgezogener Augenbraue und leicht amüsiert, so wie es die Moderatorin Tita von Hardenberg in der Sendung "Polylux" (2002) tat. Oder in dem insgesamt gelungenen Themenheft zu Väter in Trennung und Scheidung des österreichischen Nachrichtenmagazin "Profil" (ein Pendant zum deutschen "Spiegel") vom 25.10.04 , das auf der Titelseite einen traurig blickenden Mann mit Teddybär in den Armen  zeigt und in der Überschrift tituliert "Die armen Väter. Trennung Scheidung: Geld weg, Kinder weg." Beim Betrachter des Titelbildes stellt sich leicht ein anderer Effekt als der des ehrlichen Bedauerns ein, nämlich der des Spottes.

 

 

 

 

 

 

Gewalt kann sich in unterschiedlichen Formen zeigen.

Verbale Gewalt fängt bei abwertenden Worten des Chefs wie z.B. "das haben sie ja stümperhaft gemacht" an, kann sich in Beschimpfungen wie Niete, Trottel, Versager, Idiot" seitens der Ehefrau fortsetzen

Nicht selten endet die anfängliche psychische Gewalt in massiver physischer (körperlicher) Gewalt.  Massive Attacken und Übergriffe männlicher oder weiblicher Täter/innen gefährden und zerstören die seelische und körperliche Integrität des betroffenen Mannes.

Besonders gefährdet sind Männer, die schon als Jungen in starken Maße Opfererfahrungen machen mussten. Diese Männer haben frühzeitig in ihrer Sozialisation gelernt Opfer zu sein. Oftmals haben sie zu sich selbst einen schlechten Kontakt, spüren sich kaum, weder die Wut, die Angst noch die Trauer.

Diese Männer müssen, wenn sie die Opferrolle verlassen wollen, lernen, Kontakt zu sich selbst und zur Umwelt aufzunehmen. Dabei geht es auch darum die eigenen Grenzen zu erspüren und damit Grenzverletzungen durch andere als solche auch wahrzunehmen und dann Handlungsmuster zu erlernen, die eigenen Grenzen zu schützen.

Besonders bei Männern, die in der Kindheit massive Traumatisierungen erlitten haben (Misshandlungen, Missbrauch, Vernachlässigungen) ist es oftmals nötig, im geschützten und unterstützenden Rahmen einer Therapie die nötigen Lernschritte zu gehen.

 

 

 

 

 

 

Häusliche Gewalt

Dass Männer als Opfer häuslicher Gewalt für manche Menschen schlechterdings nicht vorstellbar erscheinen, mag für den einfachen Mann oder die einfache Frau von der Straße entschuldbar sein. Wenn aber eine Professorin, die an der Fachhochschule Frankfurt am Main, Fachbereich Sozialarbeit, lehrt, verkündet:

 

"2002 trat das Gewaltschutzgesetz in Kraft, durch das endlich die Zuweisung der Ehewohnung an die misshandelte Ehefrau zur Norm erhoben wurde."

Sibylla Flügge: "Vom Züchtigungsverbot zum Gewaltschutzgesetz. Rechtsforderungen der neuen Frauenbewegung zum Schutz vor Gewalt in der Ehe.", In: "Kommune. Forum für Politik, Ökonomie, Kultur", Juni/Juli 2007, S. 64

 

 

dann sagt das einiges über die fachlichen Kompetenzen von Sibylla Flügge aus. Im Gesetz zum zivilrechtlichen Schutz vor Gewalttaten und Nachstellungen (Gewaltschutzgesetz - GewSchG) vom 11.12.2001 heißt es nämlich - im Gegensatz zur sprachlichen Suggestion durch Frau Flügge, Misshandelte seien immer Ehefrauen nicht aber auch Ehemänner oder männliche Beziehungspartner in heterosexuellen Partnerschaften:

 

 

§ 1 Gerichtliche Maßnahmen zum Schutz vor Gewalttaten und Nachstellungen

(1) Hat eine Person vorsätzlich den Körper, die Gesundheit oder die Freiheit einer anderen Person widerrechtlich verletzt, hat das Gericht auf Antrag der verletzten Person die zur Abwendung weiterer Verletzungen erforderlichen Maßnahmen zu treffen. Die Anordnungen sollen befristet werden; die Frist kann verlängert werden. Das Gericht kann insbesondere anordnen, dass es der Täter es unterlässt,

1. die Wohnung der verletzten Person zu betreten

2. sich in einem bestimmten Umkreis der Wohnung der verletzten Person aufzuhalten,

3. zu bestimmende andere Orte aufzusuchen, an denen sich die verletzte Person regelmäßig aufhält,

4. Verbindung zur verletzten Person, auch unter Verwendung von Fernkommunikationsmitteln aufzunehmen,

5. Zusammentreffen mit der verletzten Person herbeizuführen,

soweit dies nicht zur Wahrnehmung berechtigter Interessen erforderlich ist

(2) Absatz 1 gilt entsprechend, wenn

1. eine Person einer anderen mit einer Verletzung des Lebens, des Körpers, der Gesundheit oder der Freiheit gedroht hat oder

2. eine Person widerrechtlich und vorsätzlich

a) in die Wohnung einer anderen Person oder deren befriedeten Besitztum eindringt oder

b) eine andere Person dadurch unzumutbar belästigt, dass sie ihr gegen den ausdrücklich erklärten Willen wiederholt nachstellt oder sie unter Verwendung von Fernkommunikationsmitteln verfolgt.

...

 

 

§ 2 Überlassung einer gemeinsam genutzten Wohnung

(1) Hat die verletzte Person zum Zeitpunkt einer Tat nach § 1 Abs. 1 Satz 1, auch in Verbindung mit Abs. 3, mit dem Täter einen auf Dauer angelegten gemeinsamen Haushalt geführt, so kann sie von diesem verlangen, ihr die gemeinsam genutzte Wohnung zur alleinigen Nutzung zu überlassen.

 

 

Dass im Gesetz von "dem Täter" gesprochen wird, nicht aber von "dem Täter oder der Täterin", mag ein geistiges Armutszeugnis für die Juristen und Juristinnen im Bundesjustizministerium sein, die bei sicher recht üppigen Gehältern, handwerklich Pfuscherinnen und Pfuscher zu sein scheinen. Frau Professor oder Frau Professorin Flügge hätte aber klar sein müssen, dass mit der Bezeichnung "Täter" im Gesetz nicht ausschließlich Männer gemeint sind, sondern selbstredend auch Frauen als Täterinnen. Wenn man bedenkt, dass Frau Sibylla Flügge als Professorin an der Fachhochschule Frankfurt am Main, Fachbereich Sozialarbeit lehrt, dann kann man sich vorstellen, was das bei ahnungslosen Studentinnen und Studenten für Auswirkungen haben mag und mit welchem geistigen Horizont von Männern als Täter und Frauen als Opfer diese später in Jugendämtern und Jugendhilfe einer Arbeit nachgehen werden.

Womöglich mag Frau Flügge in ihrem Leben schlechte Erfahrungen gemacht haben. In der folgenden biografischen Darstellung finden sich dazu keine expliziten Hinweise. Zwar wird die Geburt zweier Kinder angezeigt, man darf annehmen, dass das die Kinder von Sibylla Flügge sind. Ein Vater der Kinder und eventueller Partner der Mutter findet keine Erwähnung, man kann nur hoffen, dass die Kinder nicht vaterlos aufwachsen mussten.

 

Prof. Dr. Sibylla FLÜGGE,

Fachhochschule Frankfurt am Main, Fachbereich Sozialarbeit, Nibelungenplatz 1, 60318 Frankfurt am Main

Geboren 1950. 1969-1974 Studium der Rechtswissenschaften an der JWG-Universität Frankfurt am Main, 2. juristisches Staatsexamen 1977. Geburt zweier Kinder. Rechtsanwältin und Lehrbeauftragte an der Fachhochschule Frankfurt am Main. 1987-89 Promotionsstipendium der Friedrich-Ebert-Stiftung und Studium der Kulturanthropologie an der JWG-Universität Frankfurt am Main. 1990-1993 Referentin für Gesundheitspolitik im Frauenreferat der Stadt Frankfurt am Main. 1993 Promotion zum Thema "Die Reformation der Geburtshilfe". Seit 1994 Professorin an der Fachhochschule Frankfurt am Main, Fachbereich Sozialarbeit, für das Fachgebiet "Recht der Frau".

Mitherausgeberin der feministischen Rechtszeitschrift STREIT.

http://www.fif-frankfurt.de/fluegge.htm

08.06.2007

 

 

 

 

Links

 

www.gewalt-gegen-maenner.de

 

Talisman Männerbüro Trier e. V.

 

Tel 0172 68 18 451

 

Internet: www.maennerbuero-trier.de

 

E-Mail: info@maennerbuero-trier.de

 

Telefonnummer des Gewaltberatungstelefons (0651) 99 18 90 36

 

 

 

Literatur

Mandala Bergmann: Das Verhalten von Männern mit Opfererfahrungen in Beratungssituationen; Diplomarbeit, 05.05.2003; Fachhochschule Düsseldorf, Fachbereich Sozialarbeit, Betreut von: Prof. Dr. Harro Kähler, Prof. Dr. Doris Krumpholz

Dr. Peter Döge: Männer - die ewigen Gewalttäter? Gewalt von und gegen Männer in Deutschland. 2011. Ca. 160 S. Br., ISBN: 978-3-531-17923-0, 24,95€. VS-Verlag.

Jürgen Gemünden: «Gewalt gegen Männer in heterosexuellen Intimpartnerschaften. Ein Vergleich mit dem Thema Gewalt gegen Frauen auf der Basis einer kritischen Auswertung empirischer Untersuchungen», Tectum Verlag 1996, 18 Euro, ISBN: 3896089668.

Ludger Jungnitz u.a.: «Gewalt gegen Männer. Personale Gewaltwiderfahrnisse von Männern in Deutschland», Budrich Verlag 2006, 28, Euro, ISBN: 3866490097

Siegfried Lamnek; Jens Luedtke; Ralf Ottermann: "Tatort Familie. Häusliche Gewalt im gesellschaftlichen Kontext", Vs Verlag; Auflage: 2., erw. A. (2006)

Hans-Joachim Lenz: «Spirale der Gewalt. Jungen und Männer als Opfer von Gewalt», Morgenbuch Verlag 1999, 3,95 Euro, ISBN: 3371003973.

Winnie Mampe: Häusliche Gewalt gegen Männer. Eine Betrachtung aus der Perspektive der Soziologie sozialer Probleme. Bachelor-Arbeit, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Philosophische Fakultät I, Institut für Soziologie, 21.11.2011.

Stephanie Peter: Gewalt gegen Männer - männliche Gewaltwiderfahrnisse: Aktuelle Diskurse und eine empirische Untersuchung an der Hochschule Mittweida (FH), Diplomarbeit  an der Hochschule Mittweida (FH) Fachbereich Soziale Arbeit, 2007

Bastian Schwithal: "Weibliche Gewalt in Partnerschaften. eine synontologische Untersuchung.", Inagural-Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades der Philosophischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität zu Münster (Westfalen), 2004, ISBN 3-8834-3156-3; Books on Demand; Auflage: 1., Aufl. (16. Juni 2005)

Birgitta Sticher-Gil: «Gewalt gegen Männer im häuslichen Bereich - ein vernachlässigtes Problem!?», Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege Berlin 2003, ISBN: 3933633532 (nur noch gebraucht erhältlich).

Michael Eichhammer; Peter Thiel: "Der verletzte Mann. Was ihn kränkt, was ihn tröstet", Ariston, München 2008

Michael Wehner: "Sexualisierte Gewalt gegen Männer", Diplomarbeit an der Fachhochschule Erfurt, Fachbereich Sozialwesen, 2007

 

 

 

 

Studie: Gewalt gegen Männer

Fr. 07.01.2005

Personale Gewaltwiderfahrnisse von Männern in Deutschland

Die Pilotstudie "Gewalt gegen Männer" ist die erste Studie zur gesamten Bandbreite der personalen Gewalt gegen Männer. Studien zu Männern als Täter und zu Frauen als Opfer werden bereits seit längerem durchgeführt. Ein Überblick über Männer als Opfer verschiedenster Gewaltarten liegt bislang nicht vor.

Ziel der Pilotstudie war es, Forschungszugänge zu diesem Thema zu eröffnen und erste Einblicke über die Gewalterfahrungen von Männern im häuslichen wie im außerhäuslichen Bereich durch die Befragung von in Deutschland lebenden Männern zu gewinnen. Dafür wurde der derzeitige Forschungs- und Erkenntnisstand sowie unterschiedliche Forschungsmethoden beschrieben und bewertet. Mit Hilfe qualitativer Interviews wurde ein Instrument mit verschiedenen Fragebogenteilen zum Ausmaß und der Relevanz von Gewalt gegen Männer entwickelt und erprobt. Erst in zweiter Linie wurden Hintergründe und Folgen von Gewalt gegen Männer erhoben.

Im knapp zweijährigen Pilotprojekt wurden nach einer Phase der Literaturauswertung qualitative Interviews mit Experten und Expertinnen aus Beratungs- und Hilfeorganisationen durchgeführt. In leitfadengestützten, mehrstündigen Interviews wurden danach 32 Männern befragt, die zur Hälfte zufällig und zur anderen Hälfte gezielt ausgewählt waren. Den Abschluss bildeten 266 quantitative Interviews mit qualitativen Anteilen mit zufällig ausgewählten Männern. Die quantitative Befragung wurde mündlich durchgeführt. In einem schriftlichen Zusatzfragebogen, den 190 Befragten ausfüllten, wurde spezifisch häusliche Gewalt erhoben.

Die in der quantitativen Untersuchung befragten Männer wurden zwar repräsentativ ausgewählt, die Ergebnisse lassen aber wegen der geringen Fallzahl keine tragfähige Verallgemeinerung auf die Grundgesamtheit aller Männer in Deutschland zu. Bei größeren Fallzahlen (über 10%) sind die Ergebnisse Tendenzen, und aus kleineren Fallzahlen (unter 10%) lässt sich nur schließen, dass das untersuchte Phänomen überhaupt auftritt.

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http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Service/Publikationen/publikationsliste,did=20558.html=

 

 

 

 


 

 

 

Beratungsstellen und Kontaktmöglichkeiten zum Thema Gewalt

 

Opferhilfe - Hilfe für Opfer von Straftaten in Berlin e.V.

Oldenburger Straße 38

10551 Berlin-Moabit

T. 030/395 28 67

F. 030/39 87 99 59

E-Mail: info@opferhilfe-berlin.de

Web: http://www.opferhilfe-berlin.de

 

 

 

Projekt "Gewalt und Familie - Beratungsstelle für Täter und Opfer von Gewalt" 

am Berliner Institut für Familientherapie

Obentrautstr. 57, 10963 Berlin, Tel 030-2164028

 

 

Tanja Engel

Koordinatorin der AG „Häusliche Gewalt“ im Polizeipräsidium Berlin, Direktion 3

 

 

Interventionsstelle - bei Gewalt in engen sozialen Beziehungen

Römerwall 67, 55131 Mainz

Tel: 0 61 31 / 6 17 65 70

Fax: 0 61 31 / 6 17 65 71

e-mail: info@ist-mainz.de

 

 

 

BIG Hotline bei häuslicher Gewalt gegen Frauen

Postfach 30 41 05

10756 Berlin

Telefon: 030 – 611 03 00

Büro: 030 – 610 74 564

Fax: 030 – 610 74 565

E-Mail: info@big-hotline.de

Web: www.big-hotline.de

 

Die aus finanziellen Mitteln der männlichen und weiblichen Steuerzahler/innen finanzierte "Berliner Interventionszentrale gegen häusliche Gewalt", deren Ursprungsname auf der Internetseite der BIG  nur noch in der männerausgrenzenden Fassung "BIG Hotline bei häuslicher Gewalt gegen Frauen" verwendet wird, versteht sich - trotz der bereitwilligen Entgegennahme von Steuergeldern der männlichen Bevölkerung - als ausschließlich für weibliche Opfer und deren Kinder (Mädchen und Jungen) zuständig.

Zitat:

 

"Die Hotline ist ein Unterstützungsangebot für alle Frauen und deren Kinder, die in ihrer Beziehung Gewalt erleben, nach ihrer Trennung immer noch von ihrem Ex-Partner bedroht und belästigt werden oder Übergriffen ausgesetzt sind." (26.02.2009)

 

Und so kann es nicht verwundern, wenn Männer, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, bei der BIG immer wieder brüsk und ohne Aufzeigen einer gleichwertigen Hilfsalternativen abgewiesen werden, so z.B. bei einer telefonischen Nachfrage eines Berliner Psychotherapeuten für einen seiner von weiblicher Gewalt betroffenen Patienten am 28.02.2009,  eine Erfahrung, die man sonst nur aus Systemen in denen Menschen in höher- und minderwertig eingestuft werden, wie etwa Deutschland in der NS-Zeit, Südafrika in der Zeit der Apartheid oder aktuell in einigen muslimischen Ländern, in denen Frauen als minderwertige Menschen betrachtet werden, kennt.

 

Eine öffentlich subventionierte Beratungsstelle für Männer, deren Anliegen es wäre:

 

"Die Hotline ist ein Unterstützungsangebot für alle Männer und deren Kinder, die in ihrer Beziehung Gewalt erleben, nach ihrer Trennung immer noch von ihrer Ex-Partnerin bedroht und belästigt werden oder Übergriffen ausgesetzt sind."

 

gibt es in Berlin nicht. Der Rot-Rote Berliner Senat (SPD und Die Linke) und nachfolgend der CDU-SPD Senat haben schlichtweg kein Interesse daran, gewaltbetroffenen Männern und deren Kinder ein gleichwertiges Hilfsangebot bereitzustellen, eine sexistische und reaktionäre Haltung, die keine Entschuldigung verdient.

 

 

Sexismus

Unter Sexismus versteht man die Diskriminierung oder Unterdrückung von Menschen allein aufgrund ihrer Geschlechtszugehörigkeit. Der Begriff ist eine aus dem Englischen kommende Parallelbildung zu racism (Rassismus), die als sexism in der US-amerikanischen Frauenbewegung der 1960er Jahre geprägt wurde und sich lange ausschließlich auf die Diskriminierung bzw. Unterdrückung von Frauen bezog.

http://de.wikipedia.org/wiki/Sexismus

 

 


 

 

 

 

 

Anfragen und Mitteilungen zum Thema

Unsere E-Mail Beratung ist kostenfrei für die erste von Ihnen an uns gesendete E-Mail und unsere darauffolgende Rückmeldung, bzw. unsere Antwort auf Ihre Fragen. Für eventuelle weitere Korrespondenz, in der wir ausführlicher als in unserer ersten Rückmeldung auf Ihre Fragen eingehen können, kostet je E-Mail 20 €.

Bitte beschränken Sie sich bei Ihren Anfragen auf maximal 40 Zeilen. Wird die Zeilenzahl von 40 Zeilen überschritten, beantworten wir Ihre Mail in der Regel nur nach Vorabüberweisung von 20 €.

Kontakt: info@maennerberatung.de

 

Die auf Ihre Anfragen gegebenen Antworten stellen nicht "die Wahrheit" darüber dar, "wie es wirklich ist", sondern sind eine subjektive Ansicht oder Meinung zu diesem Thema. 

Wegen der Vielzahl der uns per Mail erreichenden Anfragen bitten wir Sie um Verständnis, falls Sie nicht sofort eine Antwort von uns erhalten. 

In dringenden Fällen empfehlen wir Ihnen eine zeitnahe telefonische oder persönliche Beratung. Geeignete Beratungsstellen und Berater finden Sie in Wohnortnähe oder auch über das Internet.

Bei Interesse können Sie bei uns eine Einzelberatung, Paarberatung oder telefonische Beratung vereinbaren. Zeitdauer und Kosten nach vorheriger Absprache.

Falls Sie eine persönliche oder telefonische Beratung wünschen, finden Sie nähere Informationen hier.

 

Nachfolgend können Sie ausgewählte Anfragen an uns und unsere Antworten darauf einsehen. Die persönlichen Angaben (Namen, Alter, Orte, etc.) der Absender und anderer beschriebener Personen wurden teilweise verfremdet, um die Anonymität der betreffenden Personen zu wahren.

 

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Montag, 27. Januar 2014 05:40

An: info@maennerberatung.de

Betreff: ...

Ich bin seit 8 Jahren verheiratet und Opfer häuslicher Gewalt geworden. Meine Frau hat mich in zunehmenden Maße gedemütigt, beschimpft und auch immer wieder geschlagen, in den letzten Wochen fast tgl. und mich auch mehrmals mit einem Messer bedroht. Heute frage ich mich, wie ich das nur so lange aushalten konnte und finde selbst keine Antwort auf diese Frage. Ich habe das Glück, räumlich relativ weit entfernt von meiner Frau bei ... untergekommen zu sein. Doch es geht weiter: Ich habe eine Anzeige wegen Körperverletzung erhalten. Ich habe bei der letzten Eskalation tatsächlich zurückgeschlagen und bei ihr waren offenbar blaue Flecken an den Oberarmen zu sehen. Das halte ich nicht für schwere Verletzungen, doch sie hat eine Anzeige gemacht und ich nicht. Warum auch - ich wollte die ganze Sache einfach abschließen. Und meine Noch-Ehefrau hat mir in den letzten Wochen gedroht, wenn ich sie verließe, würde sie mich fertig machen, auch eine solche Anzeige hatte sie erwähnt. Nun bin ich mit der Situation überfordert. Können Sie mir einen Rat geben, wie ich mich verhalten kann? Ich soll mich binnen 2 Wochen zu der "Straftat" äußern. Ich wüßte aber nicht, was ich "verbrochen" haben sollte außer, mich zu wehren! Können Sie mir in Berlin eine Beratungsstelle empfehlen oder einen Anwalt/Anwältin? 

mfG, ...

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Donnerstag, 2. Mai 2013 19:35

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Bachelorarbeit: Männer als Opfer von häuslicher Gewalt

Sehr geehrter Herr Thiel,

 

mein Name ist ... und ich bin Kommissaranwärterin bei der Polizei ... . Zur Zeit schreibe ich meine Bachelorarbeit zum Thema "Männer als Opfer von häuslicher Gewalt".

Es gibt nur wenig Literatur zu diesem Thema, ich arbeite mit vielen Quellen und bin über das Internet auf ihre Homepage gestoßen.

Da Sie vielfach mit betroffenen Männern arbeiten, scheinen Sie mir der richtige Ansprechpartner zu sein.

Meine Fragen lauten: Gibt es den einen Typ Mann, welcher besonders betroffen ist von weiblicher Gewalt in Partnerschaften? Haben die Betroffenen meist eine "Vorgeschichte" oder kann es jeden Mann treffen? (Jede Altersgruppe, jede soziale Schicht, etc.). Wie sind hier Ihre Erfahrungswerte?

Kann man etwas zu den Gründen sagen, warum manche Frauen gewalttätig werden?

Was meinen Sie wäre eine gute Präventionsmaßnahme?

 

Ich hoffe durch Ihre Erfahrungen können Sie mir weiterhelfen.

 

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

 

Mit freundlichen Grüßen.

 

...

 

 

 

 

Liebe Frau ...,

Grad hatte ich mit einem ehemaligen Abgeordneten im Berliner Abgeordnetenhaus gesprochen, der von seiner damaligen Partnerin körperlich attackiert worden ist.

Man kann durchaus davon ausgehen, dass mindestens 10 Prozent aller männlichen Bundestagsabgeordneten schon einmal Opfer von Gewalt durch ihre Beziehungspartnerin geworden sind. Soviel zum Thema Statistik.

 

Frauen mit problematischen biographischen Hintergründen dürften weitaus häufiger als Täterinnen in Erscheinung treten.

Diese findet man in allen Bevölkerungsschichten.

 

Prävention wäre durchaus in einem gewissen Umfang möglich, z.B. durch Aufklärung über dieses Phänomen.

 

Bei HIV wird ja auch auf die Problematik aufmerksam gemacht, so dass die Menschen in größerem Umfang von diesem Phänomen erfahren und sich dadurch auch in ihrem Verhalten besser orientieren können.

Allerdings fehlt es an niedrigschwelligen Beratungsangeboten, so wie sie für Frauen als selbstverständlich zur Verfügung stehen und finanziell durch den Staat, bzw. die Kommunen gefördert werden.

 

Die Bundesregierung und der Berliner Senat haben an effektiven Hilfen für Männer leider kein Interesse an, da dies nicht zur offiziellen Ideologie von Frauen als Opfer passt.

 

Anbei ... .

 

 

Beste Grüße

 

Peter Thiel

 

 

 


 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Donnerstag, 10. Januar 2013 15:02

An: info@maennerberatung.de

Betreff: ...

 

Guten Tag

Ich schreibe hier für meinen Bruder der in ... lebt.

Mein Bruder wurde jahrelang von seiner Ehefrau schikaniert, erniedrigt, herumkommandiert und verprügelt.

Dies alles vor den Augen der gemeinsamen Söhne (5 und 7 Jahre) Letzten Montag ist die Situation eskaliert. Sie prügelte wieder, vor den Kindern. Sie schlug sich danach selber und drohte, sich mit einem Messer zu verletzen. Die Polizei kam, vernahm beide und brachte sie in eine Klinik. Mein Bruder musste zum Arzt.

Nach 24 Std hätte sie der Arzt der Klinik entlassen, wenn sie nicht noch freiwillig eine Nacht dageblieben wäre.

Sie hat ein 10 tägiges Wohnungsverbot.

Nun hat sie eine ambulante Therapie begonnen. Sie erzählt, sie mache die Therapie nur, um meinen schwer psychisch kranken Bruder (sie ist davon überzeugt dass nicht sie krank ist, sondern er) besser zu verstehen.

Sie schlage ja nur, weil sie provoziert werde. Mein Bruder ist nicht psychisch krank.

Die Kinder sind im Moment bei ihm.

Ich denke, eventuell würde ihm eine Selbsthilfegruppe gleichgesinnter Männer helfen.

Können Sie mir eine Adresse in der Nähe von ... nennen?

Damit er sich bei Interesse dort melden kann?

Herzlichen Dank

Freundliche Grüsse

...

 

 

 


 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Dienstag, 16. Oktober 2012 09:28

An: info@maennerberatung.de

Betreff: maennerhaus berlin

sehr geehrter herr thiel, meine frau hat sich von mir getrennt und ist bei einem anderen mann, ich bin ständig psychischer gewalt ausgesetzt, weil sie mich zwingt aus der gemeinsamen wohnung auszuziehen und z. B. damit droht, ihren neuen Freund hier in die wohnung zu bringen und ihn hier schlafen zu lassen.

Sie ruft permanent an, schreibt mir schlimme sms und verwickelt mich in schlimme auseinandersetzungen, obwohl ich schon lange um distanz gebeten habe. wir haben kinder, die sie viel zu früh mit zu ihrem neuen freund nimmt und die sie versucht von mir fern zu halten, indem sie regelungen nicht einhält oder meinen sohn z. B. mitnimmt, ohne mich darüber zu informieren. ich bin schwerbehindert und chronisch krank und bin kurz vor einem psychischen und physischen zusammenbruch. ich muss dringend meine wohnung hier verlassen und weiss nicht wohin. besteht im maennerhaus berlin eventuell die möglichkeit, erst einmal ein platz für mich zu finden?

Mit freundlichem Gruss

...

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Freitag, 22. Oktober 2010 17:09

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Anfrage

 

Guten Tag.

Mein Name ist ... . Ich bin Student an der ...  im Fachbereich ... .

Zur Zeit plane ich mein Diplom-Drehbuch.

Warum ich Sie diesbezüglich anschreibe?

Das Thema Männer als Gewalt-Opfer interessiert mich schon sehr lange. Ich habe sozusagen "intensiv damit beschäftigt", besonders dadurch, dass ... gelitten haben.

Dabei hat mich seltsamerweise sowohl in dieser Zeit als auch danach die Ignoranz und Abwehrhaltung von Außenstehenden, deren Hilfe ich im Gespräch gesucht habe, mehr getroffen als diese Gewalt selbst.

Diese Ignoranz und Abwehrhaltung entsprich meiner Meinung nach jedoch dem Fakt, dass das Thema "der Mann als Opfer" weitestgehend - sicher auch aus dem recht fehlgeleiteten (Selbst)Bild des Mannes in der Gesellschaft - tabuisiert wird.

Als ich vor ein paar Tagen diese meine Idee im Plenum meinen Dozenten und Kommilitonen vorgestellt habe, wurde ich in dieser Meinung noch bestärkt - die meisten männlichen Zuhörer lachten sofort auf; nicht über die Idee, sondern einfach nur bei der Erwähnung "Mann als Opfer".

Genau diese Tabuisierung möchte ich zu dem Thema meines ...  machen.

Dazu schwebt mir bisher vor, ...

...

 

Grüße,

...

 

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Mittwoch, 7. November 2007 15:25

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Was kann das Umfeld tun, wenn man Gewalt bemerkt?

 

Liebe Männer,

meine Schwester hat sich vor ca. 3 Jahren von ihrem Gefährten getrennt,

sie teilen sich das Sorgerecht der zwei Kinder, alles läuft recht gut.

Meine Schwester und ihr Ex-Freund haben durch die Kinder zwangsläufig

noch Kontakt, der mittlerweile auch recht freundschaftlich ist.

Seit ca. einem Jahr ist er mit einer Frau zusammengekommen, die

ebenfalls zwei Kinder hat und sich das Sorgerecht mit ihrem Ex-Mann

teilt (so weit ich weiss).

Jetzt erfahre ich von meiner Schwester, dass die neue Partnerin seit

einigen Monaten angefangen hat, ihn zuerst nur zu zwicken, mittlerweile

aber gelegentlich auch "austickt", was man an etlichen blauen Flecken,

Kratzern und so weiter erkennen könne.

Ich habe mit ihm keinen direkten Kontakt, weswegen ich das nicht genauer

beschreiben kann.

Meine Schwester macht sich Sorgen, weil die Kinder nicht mehr gerne zum

Vater gehen möchten (was sie aber immer getan haben, weil er, trotz

vieler Macken, die wohl jeder hat, ein liebevoller Vater ist...). Auch

haben die Kinder von dem "Geschrei" und dem "Zwicken" etc. berichtet und

sind nicht mehr gerne dort...

Meine Schwester ist ratlos. In Gesprächen mit meiner Schwester, erzählt

er ihr vieles, er weiss wohl, dass es so nicht weiter gehen kann. Sie

haben sich auch schon etliche Male getrennt aber er wird immer wieder

weich, wenn sie sich entschuldigt und weint und ihm sagt, dass sie ihn

liebe, ihn brauche und bereit ist sich zu therapieren (was sie wohl auch

tut aber gleichzeitig, ihre "Unkontrolliertheit" als Krankheit

entschuldigt--> Teufelskreis!)

Ich habe meiner Schwester geraten, ihn unter Druck zu setzen, ihm die

Kinder wegzunehmen (als Motivation sich endlich zu wehren). Andererseits

könnte er sich noch mehr unterdrückt fühlen, was man ja auch nicht will.

Letzendlich ist es für die Kinder auch nicht gut der Gewalt zwischen den

"Eltern" ausgeliefert zu sein.

Das direkte Gespräch mit der Freundin traut sich meine Schwester auch

nicht, weil sie befürchtet, dass die Gewalt versteckt weitergehen könnte...

Also, was tun?

Gibt es Informationsmaterial mit Kontakten aus der region in

... , die man ihm vielleicht anonym zukommen lassen kann?

 

Über eine baldige Antwort würde ich mich sehr freuen!

Liebe Grüße und viel Erfolg bei Ihrer Arbeit, denn Gewalt, egal von

Welcher Seite sie auch kommen mag, ist immer falsch!

...

 

 

 

 

Hallo Frau ... ,

 

Ihre Schwester kann dem Ex-Freund und Vater der gemeinsamen Kinder eine gemeinsame Beratung mit einem fachkundigen Berater vorschlagen.

 

Adressen unter 

www.dgsf.org

www.dajeb.de

 

 

Die neue Freundin des Vaters könnte dann später von dem Berater auch noch eingeladen werden.

 

Wenn der Vater dazu nicht bereit ist, sollte Ihre Schwester gegebenenfalls das Jugendamt informieren und um Tätigwerden bitten, denn es ist sicher auf die Dauer nicht hinnehmbar, wenn die Kinder bei ihren Aufenthalten im Haushalt des Vaters gezwungenermaßen in gewalttätige Handlungen zwischen den beiden Erwachsenen einbezogen werden.

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Montag, 12. März 2007 19:35

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Zwangsheirat auch für Männer

 

Liebe beratende Männer,

wir sind von unserem kleinen Beratungsteam in der Schule ... in ... ) aus auf der Suche nach Informationen bzw. Hilfen. Ein Schüler hat sich an uns gewandt, da er große Sorge hat, dass seine Eltern dabei sind eine (Zwangs)heirat mit einer Verwandten für ihn zu arrangieren. Er kommt aus Pakistan, sein Aufenthaltsstatus wird gerade geprüft.

Haben Sie damit schon Erfahrungen gemacht und könnten mich möglicherweise darüber informieren bzw. mit Ansprechpartneradressen, - namen beglücken?

Mit freundlichem Gruß

...

 

 

 

 

Hallo Herr ... ,

ich gehe davon aus, dass eine Zwangsheirat ungesetzlich ist und gegebenenfalls annulliert werden muss.

Wenn er die für ihn arrangierte Heirat nicht haben will, sollte er sich dem gegebenenfalls auch widersetzen. Dabei sollte man flanierend sichern, dass er von den deutschen Behörden nicht nach Pakistan zurückgeschickt wird, wo er eventuell Sanktionen seitens seiner Familie befürchten müsste.

Ich würde in dieser Sache einen Kontakt zu einem im Ausländerrecht bewanderten Anwalt empfehlen.

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 


 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Freitag, 22. Dezember 2006 02:47

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Männerhäuser in BW

 

Guten Tag,

ich wollte anfragen, ob Sie mir weiterhelfen können.

Gibt es im Baden-Württemberg, Region Stuttgart, auch Männerhäuser?

Vielen Dank!

Im Auftrag eines Mannes der Hilfe sucht,

...

 

 


 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Freitag, 2. Juni 2006 20:44

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Wie kann mann zu ihnen kontakt aufnehmen

 

Hallo sehr gehrte Damen und Herren welche möglichkeiten besteht für mich für eine gewisse zeit in ihrem männerhaus unterzukommen da ich im augenblick von häuslicher gewalt betroffen bin.zwar keine körperliche dafür aber seelicher,ich brauche für eine gewisse zeit abstand von meiner Frau,da ich schwerbehindert bin.

MfG

 

 

 


 

 

 

Betreff: WG: Mannerhaus

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Dienstag, 15. Juli 2003 06:47

An: 'webmaster@maennerberatung.de'

Betreff: Mannerhaus

 

Bin nicht mehr direkt betroffen.

Finde dieses Projekt wichtig und sinnvoll und wurde es mit ehrenamtlich unterstutzen.

Gibt es eine Initiativgruppe?

...

 

 

 


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